Silent Hill: Revelation 3D

Silent Hill: Revelation 3D (2012), USA
Laufzeit: - FSK: 16 - Genre: Horror / Mysterie / 3D
Kinostart Deutschland: - Verleih: Concorde Filmverleih GmbH

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Silent Hill: Revelation 3D Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Schon seit Jahren sind Heather (Adelaide Clemens) und ihr Vater Harry (Sean Bean) auf der Flucht, um gewissen dunklen und geheimen Mächten immer einen Schritt voraus zu sein. Eine Flucht, die Heather jedoch nie ganz versteht und über die Harry nie spricht. Am Abend ihres 18. Geburtstags, nachdem sie von schrecklichen Alpträumen geplagt wurde, stellt sie auf einmal fest, dass ihr Vater verschwunden ist. Dies und einige andere Erkenntnisse lassen sie tief in ihrem Inneren daran zweifeln, die Person zu sein, die sie jahrelang geglaubt hatte zu sein. Die Suche nach Harry führt sie nach Silent Hill und somit immer tiefer in dessen dämonische Welt. Kann sie die Gefahr abwenden, für immer dort gefangen zu sein?

Radha Mitchell, Sean Bean und Adelaide Clemens | mehr Cast & Crew


Silent Hill: Revelation 3D - Trailer




DVD und Blu-ray | Silent Hill: Revelation 3D

Blu-ray
Silent Hill: Revelation Silent Hill: Revelation
Blu-ray Start:
18.04.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 94 min.
Silent Hill: Revelation 3D (Blu-ray 3D) Silent Hill: Revelation 3D (Blu-ray 3D)
Blu-ray Start:
18.04.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 94 min.
DVD
Silent Hill: Revelation Silent Hill: Revelation
DVD Start:
18.04.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 91 min.

zur DVD Kritik

Filmkritik Silent Hill: Revelation 3D

Filmwertung: | 5/10


Der Horrorfilm verjüngt zusehends, doch mit verjüngenden Protagonisten verjüngen sich auch filmische Qualität und Intensität. Zumindest glauben das einige: ist das Remake von „Hellraiser“ dieses Jahr doch auf enormen Widerstand gestoßen - nicht zuletzt, weil das Alter der Protagonisten auf zarte Teenagejahre fiel, um möglichst auch die Generation zu begeistern, die bis dieses Jahr noch nie vom SM-Priester „Hellraiser“ gehört hatte. Das Resultat war ein allseits erwartetes und schließlich allseits durchgefallenes Reboot eines Klassikers, an den sich zur Hölle lieber nie wieder jemand herangewagt hätte...

Was all das mit „Silent Hill – Revelation“ zu tun hat? So einiges. Es dürfte derzeit wohl jeder Horrorfilmfreund dem Release des Silent-Hill-Sequels entgegenfiebern, wie noch vor einiger Zeit dem Hellraiser-Reboot. Genauso dürfte wohl jeder, der den ersten Teil gesehen und sich in ihn verliebt hat, feststellen können, dass das Sequel sich eine neue Zielgruppe gesetzt hat, denn statt mit Radha Mitchell als Kate, einer gestandenen Frau um die 30, haben wir es in der Protagonistinnenrolle nun plötzlich mit deren mittlerweile 18-jähriger Tochter zu tun, die sich, von Albträumen heimgesucht, nach Silent Hill begibt, um ihren Vater zu suchen und womöglich für immer in der Hölle gefangen zu sein. Was also jetzt – ist „Silent Hill – Revelation“ ein ähnlicher Horror für den Horrorfan wie das Hellraiser-Reboot? Die niederschmetternde Wahrheit: genauso ist es - einem sinnleeren Skript und visuellen over-the-top Effekten sei Dank. Ja, hier und da fühlt man sich tatsächlich als wäre man zur Hölle gefahren, doch das nicht weil das Sequel die höllisch beängstigende Atmosphäre des ersten Teils erreicht, vielmehr deswegen, weil der Fan des ersten Teils die atmosphärische Hölle desselben in der zuweilen tödlichen Langweile des Folgeskripts vermisst.

Schließlich vermögen die fortgeschrittene Technik von 3D Effekt und Audio hier und da noch das ein oder andere zu retten, wobei auch gegen das Figurendesign der horroesken Kreaturen wenig einzuwenden scheint, doch alles in allem ersetzt das weder ein sinnvoll ausgearbeitetes Skript noch die Atmosphärik des ersten Teils. Der Gamer wird zumindest Freude daran haben, dass das Sequel sich wenigstens in inhaltlichen und visuellen Grundelementen am 3. Teil des Spiels zu orientieren weiß, wer Silent Hill aber niemals gespielt hat, wird sich zwischen Blutlaken und Eingeweiden in dem visuell grafischen Chaos und dem höchstverwirrenden, weil stellenweise zu wenig strukturierten, stellenweise vollkommen ausfallenden Inhalt des Films schließlich kaum mehr zurechtfinden. Dass „Silent Hill – Revelation“ uns mit Blut geradezu überschwemmt, sollte anders als das Skript durchaus tiefgehend durchdacht sein: nur, wer in all den sturzbachartig zusammenfließenden Blutpfützen des Streifens ausrutscht und sich beim Stürzen so sehr den Kopf stößt, dass er nicht mehr über das Filmkonzept nachdenken kann, sollte sich am Ende wirklich von der Spieladaption begeistert zeigen.

Das größte Problem von „Silent Hill: Revelation“ ist am Ende wohl sein Vorgängerteil, weil der als Messlatte für das Sequel nicht nur hoch liegt, sondern beinahe unerreichbar. Als Grund hierfür lässt sich vor allem ein Skript nennen, das Radha Mitchell und Sean Bean Raum gab, ihre schauspielerische Qualität auszuspielen, wobei Innovation und schwer zu übertreffende Konzeption des ersten Teils es dem Folgeteil nur noch schwerer gemacht haben sollten. Wer den ersten nicht gesehen hat und so nicht in die Zwangslage gerät, Vergleiche zu ziehen, für den dürfte das Silent Hill Sequel wohl einfach ein durchschnittlicher Horrorfilm sein. Alle die, die dazu bei ausgereifter Grafik ohnehin kein Augenmerk auf die Story selbst richten, dürften den Streifen vielleicht sogar genießen.

Zusammenfassend also ja: als Sequel ist Silent Hill Revelation unglücklicherweise eine von so vielen Fortsetzungen, die mit fallendem Alter der Protagonisten selbst zu Fall kommen. Zumindest für den Freund des im ersten Teil unnachahmlich zur Schau getragenen konzeptuellen Horrors ist der Streifen nicht vielmehr als der absolute Horror, wobei er sich als Film für sich im farblosen Durchschnitt bewegt.

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Bilder © Concorde Filmverleih GmbH