Sex Tape

Sex Tape (2014), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Komödie
Kinostart Deutschland: - Verleih: Sony Pictures

Sex Tape Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Als sich Jay (Jason Segel) und Annie (Cameron Diaz) kennenlernten, war ihre Beziehung noch voller Leidenschaft – doch zehn Jahre und zwei Kinder später sieht das anders aus. Um der Beziehung neuen Schwung zu geben, beschließen sie ein Sex-Video zu drehen – warum auch nicht? Sie filmen sich dabei, wie sie jede Position aus „The Joy of Sex“ in einem dreistündigen Marathon-Schäferstündchen durchprobieren. Auf den ersten Blick eine gute Idee - doch dann bemerken die beiden, dass ihr privatestes Video nicht länger privat ist und ihr Ruf auf dem Spiel steht. Sie wissen, dass sie nur einen Klick davon entfernt sind, vor der ganzen Welt entblößt zu werden… auf der Jagd nach ihrem Video erleben sie eine Nacht, die sie nie mehr vergessen werden und in der ihnen bewusst wird, dass das „Sex Tape“ viel mehr preisgibt, als sie sich je vorstellen konnten.

Cameron Diaz, Jason Segel und Rob Corddry | mehr Cast & Crew


DVD und Blu-ray | Sex Tape

Blu-ray
Sex Tape Sex Tape
Blu-ray Start:
15.01.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 94 min.
DVD
Sex Tape Sex Tape
DVD Start:
15.01.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 91 min.

Filmkritik Sex Tape

Filmwertung: | 6/10


Am Anfang ist eine Beziehung voller Leidenschaft, doch im Laufe der Zeit nimmt diese ab. Während einige Paare die schwindende Lust resigniert hinnehmen, versuchen andere die Leidenschaft mit ausgefallenen Ideen wieder anzumachen.
In Jake Kasdans „Sex Tape“ fehlt der Ehe von Jay (Jason Segel) und Annie (Cameron Diaz), seit der Geburt der beiden Kinder, jeglicher Schwung. Um den Sex endlich wieder aufregend zu gestalten, versuchen beide ihr Möglichstes, um sich gegenseitig anzutörnen. Statt gemeinsam Pornos zu gucken, ist schnell die Idee geboren, selbst einen zu drehen. Mit Hilfe eines Buches werden lustvolle Stellungen praktiziert, während die Kamera läuft. Das Vorhaben glückt und das Paar findet wieder zu ihrer ursprünglichen Leidenschaft zurück. Doch dummerweise landet das Video anschließend in den falschen Händen. Die Geschichte des frustrierten Paares, dass nach einer Möglichkeit für den sexuellen Höheflug sucht ist einfach gestrickt. Und so gelang das Paar erwartungsgemäß schnell in die denkbar schlimmste Situation ihres Lebens. Jason Segel (TV-Serie „How I Met Your Mother“) und Cameron Diaz („Die Schadensfreundinnen“), die bereits bei „Bad Teacher“ gemeinsam vor der Kamera standen, verstehen sich auch als Filmehepaar blendend. Gemeinsam fluchen sie sich durchs Leben und probieren die spannendsten Sex-Positionen aus. Dass die Thematik dabei recht unspektakulär in Szene gesetzt wird, kommt etwas unerwartet. Nachdem man von Diaz nach „The Counselor“ wesentlich freizügigere Szenen gewohnt war, wirkt sie in „Sex Tape“ gezähmt. Und auch Segel, der in „Fast Verheiratet“ freizügig postierte und sich nun splitterfasernackt präsentiert, bleibt im Grunde harmlos. Insgesamt liefern beide Darsteller eine souveräne Performance ab, auch wenn ihre Figuren über wenig Facetten verfügen. Auch die Nebenfiguren wie Rob Lowe als künftiger Chef Hank Rosenbaum oder Rob Corddry als bester Freund Robby bleiben auf niedrigem Niveau, ohne durch markante Macken oder Eigenschaften im Bewusstsein des Kinopublikums haften zu bleiben. Wesentlich imposanter fällt da schon die dekorative Innenausstattung der Luxusvilla aus, die den zukünftigen Chef in zahlreichen Posen bekannter Disney-Klassiker zeigt.
Die Komödie hat einige lustige Momente und viel freie Haut der zwei Hauptdarsteller zu bieten. Es ist jedoch bei weitem nicht der große Brüller geworden, den man nach dem amüsanten Trailer hätte erwarten können. Der Film tut wahrlich niemanden weh, da er harmlos ausfällt. Bis auf eine auf die Spitze getriebene Auseinandersetzung mit einem Schäferhund sind die Gags recht nett, aber nicht spektakulär. Zum Schreien komisch ist der Film zu keiner einzigen Minute, weil er viel von seinem Potenzial verschenkt. Das Thema Sex wird oberflächlich freizügig behandelt, was sich jedoch nur auf die eigenen vier Wände des Ehepaars bezieht. Sobald der selbstgedrehte Porno versehendlich an Freunde und Bekannte verschickt wird, nimmt der Betrachter zu einen prüden Blickwinkel gezwungen. Plötzlich wird das Sexleben als Tabu-Thema behandelt, dass die Familie gefährden könnte. Und so mündet die Komödie in einer regelrechten Odyssee, in der die zwei unfreiwilligen Pornodarsteller alles dafür tun, damit ihr Video niemand zu sehen bekommt. Dass dies natürlich nicht funktioniert und die Hauptfiguren sich reichlich verbiegen müssen, um ihrem Ziel näher zu kommen, versteht sich von selbst. Am Ende finden jedoch alle ihren Frieden und das große Problem löst sich fast wie von selbst.

Fazit: „Sex Tape“ ist amüsante Komödie mit netten Darstellern, die kurzzeitig unterhält. Leider ist der Film nicht das erwartete Gag-Feuerwerk, dass der Trailer vermuten ließ. Für den Apple-Konzern dürfte die Komödie einer gigantischen Werbekampagne nahe kommen, denn schließlich wären Segel und Diaz ohne das iPad erst gar nicht in dieses Dilemma geraten.

by Sandy Kolbuch



Filmwertung: | 2/10


Ob Paris Hilton, Kim Kardashian oder Pamela Anderson: Alle drei sind schwerreiche und international bekannte und gefragte Promi-Damen, die eine kleine Sünde gemein haben: So richtig berühmt wurden sie erst durch ein privates Schmuddelfilmchen. An den Erfolg dieser scheinen auch die Macher der neuen Komödie "Sex Tape" gedacht zu haben, denn grade Co-Writer Jason Segel dürfte die ein oder andere Lady persönlich kennen. Welche Figur er selbst und seine Filmfrau Cameron Diaz in dem Streifen machen, erfahrt ihr hier.

Annie und Jay sind eins der Pärchen, dass sich nach Jahren und Kindern immer noch sehr liebt und respektiert. Das Einzige, was mittlerweile auf der Strecke bleibt, ist das Sexleben, dass die beiden früher so miteinander verbunden hat. Eines kinderlosen nachts wollen sie ihre Bettgeschichten von damals wieder aufleben lassen – und filmen es mit dem iPad. Nach einer mysteriösen SMS wird Jay nicht nur klar, dass er iPads an Freunde und Bekannte verschickt, sondern jedes auch noch das pikante Video synchonisiert hat. Die Suche beginnt und die Spur verläuft neben dem Erpresser und Chef in der Midlife-Crisis her bis zum Inhaber von "YouPorn".

Der mittlerweile leider lästige Hollywoodstandard lässt grüßen: Eine von vielen 08/15 Komödien, die wohl nicht im Kino, sondern auf DVD/BD gelandet wäre, würde es nicht um so viele nackte Tatsachen und Tabus zweier Hollywood Topliga Stars des (irgendwie gar nicht so) prüden Amerikas handeln. Die Charakterverteilung sollte mittlerweile schon vorher klar sein: Ein sich gut verstehendes paar, schräge Freunde, noch schrägere Kinder, duchgeknallte Vorsitzende und ein Überraschungsgast. Die Gags, die eine Komödie ausmachen, werden von Minute zu Minute flacher und zeugen somit nicht von Kreaitivität. Die vielen Kraftausdrücke auch nicht und da diese sowieso im täglichen Sprachgebrauch dieser Filme landen, hält sich auch niemand mehr erschrocken den Mund zu und flüstert mit entsetzten Augen und gehobenen Mundwinkeln: "hat er nicht gesagt".

Die größte Enttäuschung an dem großangekündigten Comedykracher des Herbstes ist wohl Co-Writer Jason Segel, der so oft hoch gelobt wird für sein urkomisches, erfrischendes Schreibtalent. Dabei habe ich das Gefühl, ihm ginge sein Witz aus und damit alles abwärts (ich sage nur "Fast Verheiratet" aus dem Jahr 2012). Auch für die eigentlich Lebensfreude pur ausstrahlende Cameron Diaz gibt es nur ein müdes Lächeln. Dass sie immer die selbe Rolle spielt ist man gewohnt und man verzeiht es ihr, denn irgendjemand muss es ja tun und sie tuts eben charmant. Doch bei "Sex Tape" ist das völlig anders, so als hätte sie selber keine Wohlgefallen daran. Ein großes Aber und Lob gibt es allerdings trotzdem noch: Der Gastauftritt von Witzbold Jack Black ist überraschend und hat ein paar gute Sprüche auf Lager.

"Sex Tape" ist vor Allem inhaltlich erschreckend lückenhaft. Mir bleibt offen, wieso jemand iPads verschenkt. Ganz geschweige davon, wieso man immer wieder eine ganze handvoll bekommt, wenn man bei einem Radiosender arbeitet. Vielleicht sollte ich auch beim Radio anfangen...
Nein, Ernsthaft: So ein idiotischer Gedankenstrom, den ich nichtmal im guten Sinne durchgeknallt finde (und ich steh echt auf Durchgeknalltes), sondern für einen erzwungenen Grund halte, um einen ach so schamlosen Film über die Verbreitung eines Sexfilmchens zu machen. Irgendwie muss ja neben "Shades Of Grey" & Co mitgehalten werden. Außerdem fragt man sich, warum der Postbote eigentlicht als Einziger nicht gesucht wird, um sein iPad wieder abzudrücken? Immerhin wird ein Gag darüber, dass auch dieser ein Exemplar besitzt, so derbe gepusht (ganze drei Mal (!!!) wiederholt, ohne lustiger zu werden), dass da doch eigentlich storytechnisch noch etwas folgen sollte. Was soll sowas? Und übrigens, hier nochmal die Wiederholung meiner Aussage: Witze werden nicht lustiger, je öfter man sie sagt. Oder soll ich das noch ein drittes Mal bestärken, damit Segel das schnallt? Mich persönlich hätte übrigens zudem noch interessiert, was aus Annies Jobdeal nach dem Vorfall bei ihrem Boss Zuhause wurde. Doch da das Ende abrupt und abgehackt kommt, so als ob man nach 90 Minuten gesagt hätte "Wir brauchen jetzt dringend das Ende, our time is running out!!!" erfahre ich es wohl nie.

Absolut Schade: Das Produzententeam rund um "Sex Tape" ist eigentlich so sympathisch, hat hier aber einiges vergeigt. Nichtmal das Sex Tape selber ist absurd-spaßig, sondern absurd-langweilig. Damit bleibt mir nix anderes übrig als nur 2 Punkte an den Film zu verteilen.

by

Bilder © Sony Pictures