Seventh Son

Seventh Son (2014), Großbritannien / USA / Kanada
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Abenteuer / Fantasy / 3D
Kinostart Deutschland: - Verleih: Universal Pictures Intl.

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Seventh Son Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Er steht im Mittelpunkt einer uralten Prophezeiung, auch wenn er zunächst noch nichts davon ahnt: Der Junge Tom (Ben Barnes), der auf dem Hof seiner Mutter arbeitet, ist erwählt, zum Helden zu werden. Als siebter Sohn eines siebten Sohnes gehört er zum Orden der Geisterjäger, der gegen Hexen und andere magische Wesen kämpft. Tom geht bei John Gregory (Jeff Bridges), dem letzten Meister in der Kunst, schwarze Magie abzuwehren, in die Lehre. Und bald bekommt er es mit einer übermächtigen Gegnerin zu tun: der Hexe, Mutter Malkin (Julianne Moore), die nichts weniger will, als die Geisterjäger ein für alle Mal auszulöschen – und die dazu eine ganze Armee übernatürlicher Gestalten befehligt...

Ben Barnes, Julianne Moore und Jeff Bridges | mehr Cast & Crew


Seventh Son - Trailer


Seventh Son - Trailer


DVD und Blu-ray | Seventh Son

Blu-ray
Seventh Son Seventh Son
Blu-ray Start:
16.07.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 102 min.
Seventh Son (3D Blu-ray) Seventh Son (3D Blu-ray)
Blu-ray Start:
16.07.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 102 min.
Seventh Son - Steelbook Seventh Son - Steelbook
Blu-ray Start:
16.07.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 102 min.
DVD
Seventh Son Seventh Son
DVD Start:
16.07.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 98 min.

Filmkritik Seventh Son

Filmwertung: | 4/10


Das 125 Millionen Dollar teure Werk von Regisseur Sergey Bodrov (Der Mongole) beruht auf der Literaturvorlage „Spook – Der Schüler des Geisterjägers“ (2008) von Joseph Delany. In Deutschland sind mittlerweile fünf Bücher der Reihe erschienen, in England bereits dreizehn.
Der Fantasy-Film sollte bereits im Januar 2014 in die Kinos kommen. Aufgrund von Produktionsproblemen und damit verbundenen Nachdrehs verzögerte sich der Kinostart um mehr als ein Jahr.

Der mächtige Geisterjäger John Gregory (Jeff Bridges) hat die Hexenkönigin Malkin (Julianne Moore) in ein Gefängnis gesperrt, wo sie viele Jahre gefangen ist. Erst als der Blutmond wieder erstrahlt, kann sich die Hexe befreien. Jeff sitzt derweil betrunken in einer Kneipe. Sein Lehrling Billy Bradley (Kit Harrington) und er sind Spooks, Monsterjäger. Als Malkin gefangen genommen wird, ruft man Meister und Lehrling hinzu. Es kommt zum Kampf. John und Billy besiegen sie, doch als der Lehrling unaufmerksam ist, zieht Malkin ihn in ihren Käfig und pflanzt ihm die Saat des Bösen ein. John verbrennt beide. Doch Malkin ist zu mächtig und entkommt. Sie sammelt ihre Verbündeten um sich. John holt sich unterdessen den siebten Sohn eines siebten Sohnes als neuen Lehrling – Tom Ward (Ben Barnes), der nun in kürzester Zeit die Fähigkeiten erlangen muss, für die Billy viele Jahre Zeit hatte. Können die Spooks den Angriff des Bösen abwehren?

Die Geschichte ist äußerst schwach umgesetzt. Der Zuschauer findet überhaupt keinen Zugang zum Film. Denn die Charaktere bieten keinerlei Identifikationspotenzial, sind klischeeüberladen, unsympathisch und überzeugen nicht. Keine Figur hat auch nur im Entferntesten eine gewisse Tiefe. Das liegt auch an den dümmlichen Dialogen, die immer wieder für Kopfschütteln sorgen. Eine weitere Erklärung ist das schlechte Drehbuch. Der Fokus liegt klar auf Action. Diese ist auch gut in Szene gesetzt, vor allem die starken 3D-Effekte in Verbindung mit den herrlichen, beeindruckenden Locations und der ruhigen, dynamischen Kameraführung sorgen dafür, dass „Seventh Son“ kein blamables Werk geworden ist. Wobei die normalen Spezialeffekte an einigen Stellen zweitklassig sind. Die Essenz eines jeden Filmes ist die Geschichte. Diese wirkt allerdings planlos, wirr, sinnlos aneinandergereiht, durcheinander und hat bemerkenswert viele Schwächen. Es gibt unzählige Detailfehler (Hexen verbrennen, obwohl sie keine Vampire sind), viele Ungereimtheiten (woher kennt John seinen Begleiter?) und eine unglaubwürdige, störende Liebesgeschichte, die aufgesetzt und nervig wirkt. Selbst wenn der Zuschauer in die Fantasiewelt abtauchen möchte, ist das aufgrund der Oberflächlichkeit der Storyline nicht möglich. Denn die Hintergründe werden nicht mal im Ansatz beleuchtet. Warum können sich Hexen in Drachen verwandeln? Was „Spooks“ eigentlich sind und welche Aufgaben sie haben, wird erst nach mehr als der Hälfte des Filmes deutlich. Wenn man den Film objektiv und ohne das Vorwissen der Bücher betrachtet, fehlen bei den meisten Szenen die Zusammenhänge, es mag einfach kein passendes Gesamtpaket entstehen. Die Masche der Filmemacher, den Zuschauer mit möglichst vielen Kämpfen und schnellen Umschnitten zu beschäftigen, funktioniert nicht.

Die Schauspielerriege ist zwar namhaft, agiert aber unter ihrem normalen Niveau. Ben Barnes (Die Chroniken von Narnia - Prinz Kaspian von Narnia, Easy, Das Bildnis des Dorian Gray), der in anderen Filmen mehrfach sein Können unter Beweis gestellt hat, kann hier nicht überzeugen. Eigentlich sollte seine Rolle von Sam Claflin übernommen werden. Dieser stieg – in weiser Voraussicht – aus und Barnes ersetzte ihn. Ihm nimmt man seine Rolle zu keiner Zeit ab.
Nach 17 Jahren sind die „Oscar“-Preisträger Jeff Bridges und Julianne Moore (The Big Lebowski) in „Seventh Son“ wiedervereint. Doch der „Dude“ Bridges (RIPD, Crazy Heart, True Grit) spielt gewöhnungsbedürftig und nur bedingt überzeugend, Moore (Still Alice, Maps to the Stars, Hannibal) ist weit von ihren Glanzleistungen der letzten Zeit entfernt und die Nebendarsteller Djimon Hounsou (Blood Diamond, Guardians of the Galaxy, Gladiator), dessen Rolle ihm nur einen Gesichtsausdruck erlaubt, Kit Harrington (Game of Thrones, Pompeii, Silent Hill: Revelation), der nur bedingt im Gedächtnis bleibt, Alicia Vikander (Die Königin und der Leibarzt, Inside WikiLeaks, Son of a Gun), die in einer an den Haaren herbeigezogenen Lovestory nicht überzeugen kann, als auch die blasse deutsche Schauspielerin Antje Traue (Man of Steel, Pandorum, Phantomschmerz) sowie Olivia Williams (Der Ghostwriter, Wer ist Hanna? und The Sixth Sense) als Toms Mutter können keine guten Leistungen abrufen, was ihnen aber nur teilweise vorzuwerfen ist, da sie alle ihre Fähigkeiten schon mehrfach unter Beweis gestellt haben. Dazu kommt die schwache deutsche Synchronisation. Hounsou hat wieder eine neue Stimme, Traue spricht sich selbst ausdruckslos nach, auch Vikander und Barnes haben in dieser Hinsicht keine gute Stimme bekommen. Es mangelt an Ausdrucksstärke.

Schwacher, enttäuschender Fantasy-Film mit einer schlechten Geschichte, austauschbaren, oberflächlichen Charakteren, einem desaströsen Drehbuch, aber schönen 3D-Effekten, dynamischer Kameraführung und beeindruckenden Locations.

by

Bilder © Universal Pictures Intl.