Schwerkraft

Schwerkraft (2008), Deutschland
Laufzeit: - FSK: 16 - Genre: Drama
Kinostart Deutschland: - Verleih: Farbfilm

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Schwerkraft Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Frederik Feinermann (Fabian Hinrichs) ist ein aufstrebender junger Bankangestellter, dessen Leben in geordneten Bahnen verläuft. Als sich ein Bankkunde, dem Frederik freundlich den Kredit kündigt, vor seinen Augen die Kugel gibt, knallt in Frederik eine Sicherung durch. Er beschließt kurzfristig bei seinem alten Kumpel und Ex-Knacki Vince Holland (Jürgen Vogel) eine Ausbildung der besonderen Art zu absolvieren: zum Gangster. Zwar nicht staatlich anerkannt, aber mit einem großen Praxisanteil. Und tatsächlich: die zwei entwickeln sich zum unschlagbaren Team, dessen Geldbeschaffungsmaßnahmen innovativ, kreativ und gewalttätig sind. Irgendwo in Mitten der Gewalt scheint Frederik so etwas wie "sich selbst" wieder zu finden.
Doch was als Spaß beginnt entwickelt sich zur Sucht und langsam zum bitteren Ernst. Beflügelt durch seine neue Karriere versucht er endlich auch seine alte Jugendliebe Nadine (Nora von Waldstätten) zurück zu gewinnen. Aber was sagt die zu seinem zweiten Bildungsweg? Eine echte Seltenheit des deutschen Kinos kommt auf uns zu.


Fabian Hinrichs, Jürgen Vogel und Nora von Waldstätten | mehr Cast & Crew


DVD und Blu-ray | Schwerkraft

Blu-ray
Schwerkraft - oder der Weg vom Banker zum Gangster Schwerkraft - oder der Weg vom Banker zum Gangster
Blu-ray Start:
28.10.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 99 min.
DVD
Schwerkraft - oder der Weg vom Banker zum Gangster Schwerkraft - oder der Weg vom Banker zum Gangster
DVD Start:
28.10.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 99 min.

Filmkritik Schwerkraft

Filmwertung: | 8/10


Es gibt so viele Berufe auf dieser Welt, die einen Menschen ausfüllen und die ihm viel Spaß machen können. Das ist von Mensch zu Mensch natürlich unterschiedlich und liegt nicht zuletzt auch daran, welche Berufung man in sich hat. So ist es sicher sehr schwer zu glauben das jemand der freiwillig in einem Tierheim arbeitet, sich für den Tierschutz einsetzt und selber die Wohnung voller Haustiere hat, in einem Labor für Tierversuche arbeitet und sich bei diesem Job tatsächlich sehr wohl fühlt.

Ähnlich ergeht es Frederick Feinermann (Fabian Hinrichs, 66/67, Sophie Scholl), der in einer Bank als Anlageberater arbeitet. Früher hat er in einer Trash-Punk-Band gespielt, jedes Wochenende Party gemacht und auch sonst einfach nur das gemacht worauf er eben gerade Lust hatte. Jetzt, in seiner neuen Welt, ist er zwar sehr erfolgreich und er paßt sich auch gut an seine Umgebung an, aber in ihm brodelt es. So einen Charakter zu spielen, ist keine leichte Aufgabe. Fabian Hinrichs, der schon in "66/67" gezeigt hat, welche Qualitäten er auf diesem Gebiet hat, scheint sich in dieser Rolle allerdings richtig wohl zu fühlen und macht seine Sache auch Hervorragend.
An seiner Seite spielt Jürgen Vogel (Keinohrhasen, Good Bye Lenin!) den ehemalig besten Kumpel von Feinermann und ehemaligen Einbrecher Vince Holland, der sich aber nach seiner Haftzeit nichts mehr zu schulden kommen lassen will und nun in einem Elektronikmarkt Regale auffüllt.
Auch diese Rolle ist keine leichte Aufgabe, denn auch Vince war früher in der Punk-Band mit Feinermann und auch er möchte lieber etwas anderes machen um Geld zu verdienen.

Nach dem Selbstmord eines Kunden, der direkt vor Feinermanns Augen stattfindet und den er auch teilweise, mit schlechten Anlagetipps aber einer guten Provision für sich selber verschuldet hat, bricht das Kartenhaus seines Lebens zusammen. Er bricht nun immer mehr aus seinem geordneten Leben aus und versucht alles, etwas mehr Spannung und Action in sein Leben zu bringen.

Mit Fabian Hinrichs, hat der deutsche Film endlich mal wieder einen Schauspieler von internationalem Format! Hinrichs schafft es mit Leichtigkeit, seinen gestandenen Kollegen Jürgen Vogel an die sprichwörtliche Wand zu spielen und den Rest der Schauspieler Kollegen gleich mit. Dieser Film zeigt, daß der deutsche Film, nicht nur mit romantischen Til Schweiger Filmen und Komödien von Otto und Bully erfolgreich sein kann. Der Regisseur Maximilian Erlenwein, der auch das Drehbuch geschrieben hat, hat mit seinem abendfüllenden Erstlingswerk einen hervorragenden Start hingelegt und zu Recht den First Steps - Nachwuchsfilmpreis dafür erhalten! Weiter so!!!
by Lutz Reupke

Bilder © Farbfilm


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