Scar 3D

Scar (2007), USA
Laufzeit: - FSK: 18 - Genre: Horror / Thriller / 3D
Kinostart Deutschland: - Verleih: Fantasia Film

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Scar 3D Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Joan Burrows (Angela Bettis) geriet als Teenagerin in die Fänge des Psychopathen Bishop (Ben Cotton). Dieser gab seinen Opfern die perfide Wahl, entweder selbst zu Tode gefoltert zu werden oder dem Mord an einem weiteren Gefangenen zuzustimmen. Joan konnte sich damals befreien und tötete Bishop.

Seine Mordserie schien damit beendet und Joan wurde zu einer Lokal-Heldin. Verwunden hat sie dieses Trauma jedoch nie. 16 Jahre nach ihrer Tortur kehrt … Mehr »Joan nach Ovid zurück, um dabei zu sein, wenn ihre Nichte Olympia (Kirby Bliss Blanton) zur „Prom Queen“ gekürt wird. Kurz nach ihrer Ankunft beginnt erneut eine Serie von grausamen Morden. Wieder sind Teenager die Opfer, vor allem Freunde von Joans Nichte werden wahllos verschleppt und getötet. Zurück bleiben jeweils verstümmelte Leichen.


Angela Bettis, Kirby Bliss Blanton und Ben Cotton | mehr Cast & Crew


Scar 3D - Trailer




DVD und Blu-ray | Scar 3D

Blu-ray
Scar Scar
Blu-ray Start:
05.05.2011
FSK: 18 - Laufzeit: 76 min.
Scar (3D Version) Scar (3D Version)
Blu-ray Start:
05.05.2011
FSK: 18 - Laufzeit: 76 min.
DVD
Scar Scar
DVD Start:
05.05.2011
FSK: 18 - Laufzeit: 73 min.

zur DVD Kritik

Filmkritik Scar 3D

Filmwertung: | 2/10


Ein Horror in 3 D. Angesichts des immer größer werdenden Angebots an Kinofilmen in 3 D-Technik, darf man sicher die ketzerische Frage in den Raum werfen, ob dieses Verfahren wirklich die Nische des besonderen Film-Vergnügens verlassen sollte. Die Kinobetreiber werden diese Frage gewiss enthusiastisch bejahen, füllen die 3 D-Filme ob des höheren Ticketpreises doch wesentlich schneller deren Kassen. Doch wertet die 3 D-Technik einen Film tatsächlich auf? Will der gemeine Zuschauer wirklich jeden dritten Kinofilm in 3 D sehen?
Mal abgesehen von den – sogar für einen Laien offensichtlichen – Qualitätsunterschieden, die vermuten lassen, dass einige Filme wegen des großen Kassenerfolges dieser Sparte nachträglich auf 3 D bearbeitet wurden, sind nun mal nicht alle Genres 3 D-tauglich. Wer braucht schon einen Beziehungsfilm in 3 D? Ich meine Niemand, kommt aber bestimmt bald. Abenteuerfilme dagegen könnten recht unterhaltsam sein; ein Film wie „Avatar“, der von Anfang an in der aktuell besten 3 D-Qualität konzipiert wurde, ist ohne beinahe undenkbar. Und wie sieht es im Horror/Thriller-Genre aus? Was erwartet der Zuschauer wohl von einem Horror-Film in 3 D? Packende Effekte, die mitten in das Geschehen ziehen und ihn veranlassen, sich bei einem schwingenden Hackebeilchen ganz tief in den Kino-Sessel zu drücken? Gefühlt echter Horror eben!
Das „Scar“ kein Blockbuster ist, zeigt schon das Produktionsjahr 2007 an. Mit etlicher Verspätung kommt er nun also in die deutschen Kinos. In den USA lief der Film bereits 2008 – mit nur mäßigem Erfolg. Das schreckt nicht unbedingt ab, kennen wir doch etliche B- oder C-Movies des Horror-Genres, die trotz oder gerade wegen ihrer Unzulänglichkeiten recht unterhaltend sind. „Scar“, der laut Werbung eine Mischung aus Horror und Thriller zum Besten geben will, kann weder das eine noch das andere Genre zur Zufriedenheit bedienen. Die amerikanische Original-Version ist allerdings um ganze acht Minuten länger. Dessen ungesehen bin ich überzeugt, dass die fehlenden Minuten keineswegs dafür verantwortlich sind, dass bei „Scar“ der Horror auf der Strecke bleibt. Zu dünn und einfallslos ist diesbezüglich die gesamte Inszenierung. Wer sich die Mühe machen möchte, kann die herausgeschnittenen Stellen im Internet nachschauen. Somit wäre „Scar“ also eher dem Genre Thriller zuzuordnen, wenn ihm dazu nicht leider der nötige Thrill fehlen würde.
Die Handlung ist schnell erzählt: Joan Burrows (Angela Bettis) und ihre Freundin wurden als Teenager von einem Psychopaten aus ihrer Nachbarschaft verschleppt. Dieser machte sich einen Spaß daraus, die Mädchen abwechselnd zu foltern, bis eine von ihnen ihm den Auftrag erteilte, die andere zu töten. Ein „Spiel“, wie wir es schon vielfach und ausgeklügelter in der „Saw“-Reihe sehen konnten. Joan opferte ihre Freundin, konnte den Täter töten und entkommen. Die Geschehnisse dieser Vergangenheit werden in zahlreich eingestreuten Rückblenden erzählt. Jahre später kehrt Joan zurück in ihre Heimatstadt ... und plötzlich verschwinden wieder junge Menschen, die später mit offensichtlichen Folterspuren tot aufgefunden werden. Joan ist sich sicher: dies kann eigentlich nur der gleiche Täter von damals sein?! Doch dieser ist nun mal tot! Joan versucht nun, bei der Aufklärung der Vorfälle zu helfen und wird endlich tiefer in das Geschehen hineingezogen, als auch ihre Nichte Olympia (Kirby Bliss Blanton) in Gefahr ist. Da jedoch die gesamten Figuren nur oberflächlich skizziert werden, wird dem Zuschauer keine Identifikationsfigur angeboten, mit der die Handlung „erlebt“ werden kann.

Zu guter Letzt wird die bislang arg vernachlässigte Sinnfrage nach der Moralität des Einzelnen „wie schnell sind wir bereit ein Leben zu opfern, um unserer eigenes zu retten?“ breitgetreten. Eine tiefgründige, interessante Frage, die während der Handlung nur unzureichend abgehandelt wird. Ein Horrorfilm kommt ohne Tiefgang aus, ein Thriller kann so einfach nichts werden. Fazit: unnötig.
by Daniela M. Fiebig

Bilder © Fantasia Film


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