Saving Mr. Banks

Saving Mr. Banks (2013), USA / Großbritannien / Australien
Laufzeit: - FSK: 0 - Genre: Biographie / Drama
Kinostart Deutschland: - Verleih: Walt Disney

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Saving Mr. Banks Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Ein erfolgsgewohnter Hollywoodproduzent (Walt Disney gespielt von Tom Hanks), der seit 20 Jahren mit allen Mitteln das Lieblingsbuch seiner Töchter auf die Leinwand bringen möchte, trifft auf eine widerspenstige Romanautorin (Emma Thompson als P. L. Travers), die ihre geliebte Titelheldin nicht freigeben will. Nach einer wahren Begebenheit zeigt SAVING MR. BANKS die bisher noch nie erzählte Geschichte der explosiven Begegnung zwischen Hollywood-Größe Walt Disney und der australisch-britischen Autorin P. L. Travers, Schöpferin des beliebten Kinderbuches „Mary Poppins“.

Tom Hanks, Colin Farrell und Emma Thompson | mehr Cast & Crew


Saving Mr. Banks - Trailer


SAVING MR. BANKS - Offizieller deutscher Trailer


DVD und Blu-ray | Saving Mr. Banks

Blu-ray
Saving Mr. Banks Saving Mr. Banks
Blu-ray Start:
17.07.2014
FSK: 6 - Laufzeit: 125 min.
DVD
Saving Mr. Banks Saving Mr. Banks
DVD Start:
17.07.2014
FSK: 6 - Laufzeit: 120 min.

Filmkritik Saving Mr. Banks

Filmwertung: | 8/10


Im Jahr 1964 startete der zauberhafte Musikfilm „Mary Poppins“ in den Kinos. Das Publikum war begeistert von der Kombination als Real- und Zeichentrickfilm, der mit humor- und schwungvollen Songs untermalt war. Bis heute zählt der fünffach Oscar-prämierte „Mary Poppins“ zu den beliebtesten und erfolgreichsten Produktionen der Disney Studios. Doch kaum niemand weiß, dass die Autorin des zugrundeliegenden Kinderbuchs jahrelang ihre Zustimmung zur Verfilmung verweigerte.

Basierend auf wahren Ereignissen erzählt „Saving Mr. Banks“ von dem schwierigen Unterfangen, die Geschichte des magischen Kindermädchens Mary Poppins zu verfilmen. Regisseur John Lee Hancock („Blind Side – Die große Chance”) inszeniert sein Drama mit ebenso viel Leidenschaft, wie Walt Disney (Tom Hanks) investierte, um den Film auf Wunsch seiner Töchter zu verfilmen. Nachdem die ersten Verhandlungen in den 40er Jahren gescheitert waren, unternimmt der erfolgreiche Hollywoodproduzent 1961 einen letzten Versuch, um Autorin P.L. Travers von seinen Ideen zu überzeugen und im Zuge dessen zur Unterzeichnung der Verträge zu bringen. Doch widerspenstig und mit eiserner Entschlossenheit wehrt sich Travers gegen die Vorstellung, ihre Titelheldin auf diese Art und Weise zu vermarkten. Missmutig und übel gelaunt lässt sich die Autorin lediglich darauf ein, sich Ideen vorstellen zu lassen. Zwei Wochen lang prallen unterschiedliche Welten aufeinander: Travers zurückgezogene Lebensart kollidiert mit der kunterbunten und ausgelassenen Phantasiewelt, in der sprechende Tiere alle Sorgen für einen kurzen Moment vergessen lassen.
Drehbuchautor Don DaGardi (Bradley Whitford) sowie das Komponisten-Duo Richard (Jason Schwartzman) und Robert Sherman (B.J. Novak) sprühen vor Kreativität und präsentieren ihre umfangreichen Ideen. Der Zuschauer erlebt den Prozess der Ideenfindung von den ersten Drehbuchseiten, über das Kostümdesign und die Auswahl der passenden Songs, bis hin zum Casting der möglichen Darsteller, mit. Wenn die Autorin immer wieder mit ihrer Meinung die Entwicklung ins Stoppen bringt, entsteht ein amüsanter Situationshumor, der von den bissigen Kommentaren getragen wird. Wenn sich letzten Endes doch die späteren Filmsequenzen nach und nach wie ein gigantisches Puzzle zusammenfügen, erfreut sich nicht nur der „Mary Poppins“-Fan.
Emma Thompson („Nanny McPhee“) gelingt es den Schmerz der Autorin P.L. Travers mit einem unberechenbaren Zynismus und einen unerschütterlichen Sarkasmus auf die Kinoleinwand zu zaubern. Als pessimistische und penetrante Person, die an allem und jedem etwas auszusetzen hat, erweckt sie nicht wirklich die Sympathie des Zuschauers. Wenn sie immer wieder die Euphorie von Disney und seinen Mitarbeitern im Keim erstickt, macht sie sich mit jedem weiteren boshaften Wort unbeliebter.
Erzählt auf zwei verschiedenen Zeitebenen, erlebt der Zuschauer die traumatische Vergangenheit von P.L. Travers sowie die Gegenwart, die sie der Entstehung von Mary Poppins widmet, mit. Durch die immer wiederkehrenden Rückblicke in Travers sorgenvolle Kindheit, die von der Alkoholsucht des Vaters (Colin Farrell) und der Kaltherzigkeit der Mutter geprägt ist, lernt der Zuschauer das Verhalten der Autorin zu verstehen. Stets enttäuscht von den Menschen um sie herum, hat sie gelernt, die schönen Momente in ihren Herzen zu bewahren, um damit die schlechten Erfahrungen zu überleben. Ängstlich klammert sie sich bis ins Alter an die schönen Erinnerungen, denen sie in ihren Erzählungen über Mary Poppins Flügel verleiht. Auch wenn die Hinterfütterung der Vergangenheit als Notwendigkeit dient, gelingen die Sprünge nicht immer und unterbrechen sich mitunter gegenseitig. Die Kindheitserlebnisse von Travers, die von Newcomerin Annie Rose Buckley dargestellt werden, enden meist ziemlich abrupt. Dennoch ist der Film zu keiner Zeit in die Länge gezogen, sondern bietet wirklich unterhaltsame Kurzweil in allen Zeitebenen.
Neben Emma Thompson brillieren Tom Hanks („Captain Philips“) als Walt Disney und Paul Giamatti („12 Years a Slave“) als Chauffeur Ralph in den Nebenrollen am Rande. Beide Männer lassen sich von der ablehnenden Art und Weise der Autorin nicht abschrecken. Dadurch entwickelt sich allmählich eine freundschaftliche Basis, die die harte Schale der Autorin zu brechen scheint. Das Finale entlädt sich erwartungsgemäß auf emotionale Art und Weise, wobei Emma Thompson auch hier ihrer bissigen Person treu bleibt. Neben der grandiosen Hauptdarstellerin lebt der Film von seinem konsequenten Look, der die 60er Jahre in Amerika zum neuen Leben erweckt.

Fazit: Ein Film von Disney, mit Toms Hanks in der Hauptrolle von Walt Disney, der mit ungebrochener Euphorie und Hartnäckigkeit Autorin P.L. Travers die Filmrechte für „Mary Poppins“ abringt. Humorvoll, tragisch und hoffnungsvoll.

by

Bilder © Walt Disney