Safari - Match Me If You Can

Safari - Match Me If You Can (2018), Deutschland
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Komödie
Kinostart Deutschland: - Verleih: Concorde Filmverleih GmbH

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Inhalt

Ein Klick auf Safari und die Erfüllung der Träume ist greifbar nah... Der umschwärmte Pilot Harry (Justus von Dohnányi) hat Sex mit dem Social-Media-Sternchen Lara (Elisa Schlott), seine Frau Aurelie (Sunnyi Melles), die nichts von dem Doppelleben ihres Mannes ahnt, therapiert David (Max Mauff) und gibt ihm Ratschläge, wie er seine Jungfräulichkeit verlieren kann. Die 50-jährige Mona (Juliane Köhler), Dauersingle, sehnt sich endlich nach einem Partner. Zunächst verhilft sie David zu seinem wirklich ersten Mal, dann trifft sie jedoch auf den alleinerziehenden Life (Sebastian Bezzel), der ist aber vom gemeinsamen Sex im Volvo überfordert. Fanny (Friederike Kempter), strenge Vegetarierin mit Wunsch nach Familie, trifft den gutaussehenden Arif (Patrick Abozen), ein selbst ernannter Verführungskünstler... Bald schon denken alle nur noch an eines – Flucht oder Liebe?

Justus von Dohnanyi, Sunnyi Melles und Elisa Schlott | mehr Cast & Crew


Safari - Match Me If You Can - Trailer




Filmkritik Safari - Match Me If You Can

Filmwertung: | 1/10


In Zeiten wo das Daten mit Social-Mediaseiten wie “Paarship”, “Elite Partner” oder “Lovescout 24” immer populärer wird und auch Seiten wie “Tinder” für immer mehr Aufsehen sorgen, war es nur noch eine Frage der Zeit bis so eine Art Film erscheint. In diesem Episodenfilm geht es um acht Figuren die allerlei Sexabenteuer mit der fiktiven App “Safari” machen. Egal ob der Pilot Harry der über die App mit so mancher Frau im Bett landet, der schüchterne David der unbedingt seine Jungfräulichkeit verlieren möchte, jedoch unter Errektionsstörungen leidet oder die 50 Jährige Mona die endlich nochmal mehr Abenteuer in ihren Alltag bringen möchte. All diese Menschen machen dies über diese App, eine App die ihnen ermöglicht all das über ganz neue Wege zu schaffen.

Lara (Elisa Schlott), auf der Suche nach sexuellen offline-Abenteuern
Lara (Elisa Schlott), auf der Suche nach sexuellen offline-Abenteuern © Concorde Filmverleih GmbH / Marc Reimann
Schon beim Trailer fällt auf, dass der Film genau das ist was der deutsche Film schon seit Jahren leider nur noch ist. Er wirkt nicht sehr durchdacht und auch einfach kein Stück lustig. Zudem schafft dieser Film es auch nicht in irgendeiner Art und Weise mehr als das zu sein. Durch solche Filme bekommt das deutsche Kino seinen schlechten Ruf. Obwohl man auch erst kürzlich mit Filmen wie “Dieses bescheuerte Herz” (Dezember 2017), “Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer” (März 2018) oder auch “303” (Juli 2018) bewiesen hat, dass das deutsche Kino so viel mehr drauf hat als die 0815 Komödien die man gewohnt ist und es sich nicht unbedingt vor Filmen aus anderen Ländern verstecken muss. Jedoch kann der Film von dem Potenzial dieser drei Filme nichts hervorbringen. Der Cast, bestehend aus Justus Dohnanyi (Männerherzen), Juliane Köhler (Vielmachglas), Sebastian Bezzel (Heute bin ich blond), Friederike Kempter (Ladykracher) oder auch Elisa Schlott (Spieltrieb), kann in keiner einzigen Sekunde überzeugen und es macht auch keinen Sinn jemanden herauszuheben, da man bei allen merkt dass sie sich keine Mühe gegeben haben. Als großer Fan von Justus als Bruce Berger in Männerherzen habe ich mich sehr auf seine Rolle hier gefreut, aber auch die konnte mich in keinsterweise überzeugen. Die Kamera ist so wie man sie von einem deutschen Film gewohnt ist, sehr hell, bunt und kitschig. Sie fällt aber nicht irgendwie negativ auf. Musik gibt es hier aber sehr gute von der Band “Laing”, die 2013 mit dem Song “Ich bin Morgens immer müde” bekannt geworden sind. Doch anders als dieses Lied, das einem sehr schnell auf den Keks gegangen ist, konnte diese Musik hier wirklich überzeugen.

Die erste Begegnung zwischen David (Max Mauff) und Mona (Juliane Köhler)
Die erste Begegnung zwischen David (Max Mauff) und Mona (Juliane Köhler) © Concorde Filmverleih GmbH / Marc Reimann
Wenn man mich also fragt was ich an dem Film gut finde ist es wirklich schwierig darauf eine Antwort zu geben, da eigentlich nichts wirklich gut war. Jedoch könnte ich sagen, dass er an sehr sehr wenigen Szenen wo er mehr Tiefgang hatte für einen kurzen Moment überzeugen konnte und er mir auch 1-2x ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert hat. Ansonsten war es aber ganz klar kein guter Film.

Das schlimmste ist zweifellos der nicht vorhandene Witz und die fehlende emotionale Bindung an die Figuren. Der Film versucht die ganze Zeit möglichst witzig zu sein und schmeißt mit so vielen Witzen um sich wo, in dem Kino in dem ich war, keiner so wirklich lachen musste. Die Figuren sind einem die komplette Zeit egal und sehr unsympatisch. Wie gesagt, selbst Schauspieler die ich gerne mag. Das liegt aber vermutlich auch daran, dass der Film nicht konstant ist. Wenn einer Figur etwas passiert, wirkt es so als sei es in der nächsten Szene schon direkt ganz anders. Der Film kommt dabei nicht wirklich zu Ruhe und wird so enorm anstrengend. Er schafft es schlecht anzufangen und dann immer mehr nachzulassen. Dazu kommt es aber auch, dass er sich einfach unfassbar zäh und langweilig anfühlt und ich persönlich schon nach den ersten paar Minuten meine Interesse am Film verloren und bis zum Ende nur noch auf meine Uhr geschaut habe und darauf gewartet habe, dass der Film endlich vorbei ist.


Fazit:
Es ist ein Film den ich keinem, aber wirklich keinem empfehlen möchte. Er kann in keinster Weise überzeugen und ist einfach nicht nötig. Er ist langweilig, anstrengend und unlustig und ich kann mir einfach nicht den Grund vorstellen warum dieser Film gemacht wurde. Der Zuschauer kann daraus in keinster Weise ein Nutzen drauß ziehen und wird ihn sehr schnell wieder vergessen, ich für meinen Teil hatte ihn schon 5 Minuten nach dem Kinobesuch verdrängt.
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Bilder © Concorde Filmverleih GmbH