Runner Runner

Runner Runner (2013), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Thriller
Kinostart Deutschland: - Verleih: 20th Century Fox

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erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Als junger und fast mittelloser College-Student verdient sich Richie Furst (Justin Timberlake) beim Online-Pokern recht erfolgreich Geld für sein Studium dazu. Bis er eines Tages bei einem Spiel alles verliert. Richie ist sich sicher, dass er betrogen wurde und reist nach Costa Rica, um den Betreiber der Pokerseite zur Rede zu stellen. Als er jedoch auf Ivan Block (Ben Affleck) und dessen Partnerin Rebecca Shafran (Gemma Arterton) trifft, muss Richie feststellen, dass das Charisma und die Macht von Ivan weiter reichen als gedacht. Ein gefährliches Spiel beginnt….

Ben Affleck, Gemma Arterton und Justin Timberlake | mehr Cast & Crew


Runner Runner - Trailer


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DVD und Blu-ray | Runner Runner

Blu-ray
Runner Runner Runner Runner
Blu-ray Start:
03.03.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 91 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Runner Runner Runner Runner
DVD Start:
03.03.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 88 min.

Filmkritik Runner Runner

Filmwertung: | 6/10


Vom Glücksspiel geht immer eine gewisse Faszination aus, die Hand in Hand mit dem Risiko geht. Innerhalb von wenigen Minuten kann man ein Vermögen gewinnen oder auch verlieren. Dem Reiz des Risikos verfallen viele, doch nur wenige durchblicken das Spiel, um damit ihr Leben zu finanzieren.
Regisseur Brad Furman („The Take“) inszeniert in seinem Thriller den Amerikanischen Traum schlechthin. Mit Hilfe der modernen Technologie skizziert er ein Netz des Online-Glücksspiels, das jedem die Möglichkeit bietet, das schnelle Geld zu erlangen. Mit „Runner Runner“ ist es dem Zuschauer möglich, einen Blick hinter diese Maschinerie zu werfen, die jährlich so viele Menschen in den Ruin reißt. Anhand des Studenten Richie Furst (Justin Timberlake) wird der Weg eines einst cleveren jungen Mannes nachgezeichnet, der durch das Glücksspiel die falsche Richtung einschlägt, die seinen Untergang bedeuten könnte.

„Runner Runner“ präsentiert sich mit einer opulenten Optik und kann durch die rasante Kameraarbeit von Mauro Fiore („Avatar“) stets seine Dynamik beibehalten. Die ständig wechselnde Perspektive ruht nie und lenkt den Blick des Zuschauers stets auf das fokussierte Luxusleben. Jedes Problem lässt sich mit einem jeweiligen Geldbeträgen schnell aus dem Weg geschafft werden, was deutlich in Szene gesetzt wird. Die Geschichte des Studenten, der sich an dem Betreiber der Pokerseite rächen will, verliert sich hingegen schon nach wenigen Minuten, nach seiner Ankunft in Costa Rica. Vom Regen in die Traufe, bekommt er vom Ivan Block (Ben Affleck) ein Jobangebot, das er nicht ausschlagen kann. Doch damit begibt sich Richie auf eine gefährliche Gradwendung, in der Korruption, Erpressung und Unterdrückung an der Tagesordnung stehen. Die Unterschiede zwischen Arm und Reich werden immer wieder aufgefächert und machen die Gier nach dem Reichtum für den Zuschauer plausibel. Durch den plötzlichen Reichtum geblendet, bleibt der Wunsch nach Vergeltung erhalten, verliert aber an Intensität. Zumal die Hilfe von Rebecca (Gemma Arterton) notwendig ist. Was anfangs auf Spannung hindeutet, wird schneller außer Acht gelassen und weicht völlig vorhersehbaren Strukturen. Die Vorgeschichte des engagierten Studenten, der erst an der Wall Street und anschließend beim Onlinepoker sein Gesamtvermögen verliert, gerät schnell in Vergessenheit. Trotz des sichtlichen Bemühens von Timberlake („In Time“) bleibt seine Figur an der Oberfläche haften. Mehr aufgesetzt als authentisch schlängelt er sich durch die Handlung. Leider kann die eingeflochtene CIA, die unmotivierte Geschichte der „Ocean's Thirteen“-Drehbuchautoren Brian Koppelman und David Levien nicht spannender machen. Auf überraschende Wendungen oder unerwartete Details wartet man leider vergeben. So erweist sich auch Gemma Arterton („Hänsel & Gretel“) lediglich als Schönheit am Rande, die in der Geschichte nur wenig Präsenz für sich beanspruchen kann. Ben Affleck („Argo“) kann als Bösewicht zwar ein Pokerface zur Schau tragen, das seinen wahren Standpunkt in den ersten Minuten noch recht undurchschaubar erscheinen lässt. Doch auf die gesamte Laufzeit des Films betrachtet, kann auch sein Schauspiel nicht überzeugen.

Fazit: Im fernen Costa Rica glänzt „Runner Runner“ mit opulenten Bildern. Doch die oberflächliche Geschichte und die blass bleibenden Figuren können beim Zuschauer keine Spannung hervorrufen. Der Thriller bleibt dadurch weit hinter seinen Möglichkeiten stehen, wobei die Thematik durchaus Potenzial für actiongeladene Handlungsfäden geboten hätte.

by

Bilder © 20th Century Fox