Red Lights

Red Lights (2012), Spanien / USA
Laufzeit: - FSK: 16 - Genre: Thriller
Kinostart Deutschland: - Verleih: Wild Bunch

Red Lights Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Dr. Margaret Matheson (Sigourney Weaver) und ihr junger Assistent Tom Buckley (Cillian Murphy) untersuchen als Ermittler für paranormale Vorfälle die unterschiedlichsten metaphysischen Phänomene. Als der legendäre blinde Parapsychologe Simon Silver (Robert De Niro) nach 30 Jahren wieder in die Öffentlichkeit zurückkehrt und einen großen Auftritt ankündigt, sieht Tom seine Chance gekommen, diesen Meister seiner Zunft zu entlarven und öffentlich bloßzustellen. Silvers Erscheinen sorgt für großes Aufsehen auch bei orthodoxen Wissenschaftlern, die seine „übernatürlichen Kräfte“ mit Hilfe akkurater Messungen analysieren wollen. Tom entwickelt eine wachsende Obsession für Silver, dessen Anziehungskraft auf die Massen mit jeder neuen Darbietung unerklärlicher Ereignisse steigt. Als Tom Silver immer näher kommt, wächst die Spannung zwischen den beiden Männern. Toms Leben wird mehr und mehr in seinen Grundfesten erschüttert…

Robert De Niro, Sigourney Weaver und Cillian Murphy | mehr Cast & Crew


DVD und Blu-ray | Red Lights

Blu-ray
Red Lights Red Lights
Blu-ray Start:
13.12.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 120 min.
DVD
Red Lights Red Lights
DVD Start:
13.12.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 118 min.

zur DVD Kritik

Filmkritik Red Lights

Filmwertung: | 7/10


Der Wunsch nach dem Unbekannten ruft viele Illusionen hervor, dessen unerklärliche Existenz Faszination und zugleich Furcht hervorruft. Die sich stets entwickelnden Wissenschaften können heutzutage für fast alle Phänomene Erklärungen finden. Auch wenn sich die paranormalen Zustände außerhalb unserer Vorstellung ereignen, können sie anhand spezifischer Untersuchungen aufgeklärt werden. Aber wenn die Wissenschaft plötzlich versagt und Ereignisse nicht mehr ohne befriedigender Erklärung passieren, greift das Mysterium um sich. Das Ende der Realität und zugleich der Beginn des Paranormalen. Regisseur Rodrigo Cortes verfasste nicht nur das Drehbuch für den Mystery-Thriller „Red Lights“, der sich genau mit dieser Thematik auseinandersetzt, sondern führte auch Regie und übernahm gemeinsam mit Adrian Guerra die Produktion.

Dr. Margaret Matheson (Sigourney Weaver – “Alien”) und ihr Assistent Tom Buckley (Cillian Murphy –„Inception“) erforschen die unerklärlichen metaphysischen Phänomene mithilfe modernster Technik und entlarven dabei fast immer den Schwindel. Die vermeidlich übersinnlichen Kräfte lösen sich nach einem kurzen Besuch der Wissenschaftlern in der Regel in Wohlgefallen auf. Doch eine Person konnte sich bisher den genauen Betrachtungen des Duos entziehen. Der Ruf des blinden Parapsychologen Simon Silver (Robert De Niro –„Killer Elite“) eilt seiner Person voraus. Profane Mythen ranken sich um das Medium, dass plötzlich wieder in der Öffentlichkeit erscheint. Aber so geschickt und effektiv seine Figur auch eingeführt wird, der Zuschauer ahnt, dass die Show nicht ist, was sie vorzugeben scheint. Doch wie lassen sich die Ereignisse erklären, in die die Ermittler verwickelt werden? Der Film spielt geschickt mit den Erwartungen der Kinobesucher, die befriedigt und im nächsten Moment zunichte gemacht werden. Immer, wenn man denkt die Handlung zu durchschauen, passiert erneut etwas Unerwartetes, was einen wieder zum Zweifeln bringt. Damit stellt Rodrigo Cortes nach „The Contestant – Der Kandidat“ (2007) und „Buried – Lebendig begraben“ (2010) wieder einmal unter Beweis, der er über inszenatorisches Können verfügt. Genau an der Grenze zwischen Wahrhaftigen, Möglichem und Übersinnlichem angesiedelt, vermag der Film einen faszinierenden Sog auf den Zuschauer auszulösen. Anhand der gut konstruierten Dialoge der souveränen Darsteller werden professionelle Information des Forschungsgebiets vermittelt und gleichzeitig hintergrundlose Hypothesen aufgegriffen und widerlegt. Letzten Endes stellt selbst der Zuschauer alles in Frage, was er auf der Leinwand sieht. Kleinere Ungereimtheiten geraten aufgrund dessen und dank des düsteren Looks und der dichten Erzählatmosphäre schnell in Vergessenheit.
Gedreht wurde „Red Lights“ in zehneinhalb Wochen an realen Schauplätzen in Los Angeles, New York, London und Toronto mit mehr als 60 Schauspielern und 4000 Komparsen. Um die Handlung möglichst realistisch und demnach unglaublich darstellen zu können, studierte Cortes über eineinhalb Jahre lang die unterschiedlichsten und unerklärbarsten Phänomene. Das sich dies durchaus gelohnt hat merkt man spätestens dann, wenn man sich nach dem Kinobesuch noch immer den Kopf über das „offene“ Ende zerbricht.

Fazit: Atmosphärisch gelungener Mysterie-Thriller, dessen Konfrontation zwischen dem angesehen Medium und den modernen Geisterjägern fesselt.

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Bilder © Wild Bunch