Rec

Rec (2007), Spanien
Laufzeit: - FSK: 18 - Genre: Horror
Kinostart Deutschland: - Verleih: 3L

Rec Filmplakat erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Die TV-Reporterin Angela und ihr Kameramann drehen eine Reportage über die Feuerwehr. Dazu begleiten sie eine Feuerwehr-Crew bei ihren Einsätzen. Alles scheint ruhig, bis der Notruf einer alten Dame eingeht. Angekommen am Einsatzort, erwartet sie das schiere Grauen. Es scheint, als würde ein Virus die Bewohner zu blutgierigen Monstern mutieren.

Manuela Velasco, Ferran Terraza und Jorge Yamam | mehr Cast & Crew


DVD und Blu-ray | Rec

Blu-ray
Rec Rec
Blu-ray Start:
29.10.2009
FSK: 18 - Laufzeit: 76 min.
REC 3D plus 2D Version REC 3D plus 2D Version
Blu-ray Start:
24.11.2011
FSK: 18 - Laufzeit: 78 min.

zur Blu-ray Kritik

Filmkritik Rec

Herzrasen bis hin zum Herzstillstand, dazu führt dieser Horroschocker aus Spanien. Dafür sorgt allerdings nicht die attraktive Reporterin.
Alptraum Nachtreportage. Was anfängt wie eine langweilige Doku über das Leben der Feuerwehrmänner bei Nacht, von einem Rundgang durchs Feuerwehrhaus, bis hin zum zeitvertreibenden Basketballspiel, endet in einem Horroschocker, wie man ihn lange nicht mehr gesehen hat. Schon kurz nach Ankunft am Einsatzort beginnt das Sterben. Nachdem einer der Polizisten von der durchgedrehten Zombiefrau attackiert wurde, stellen die Hausbewohner und Einsatzkräfte, samt Reporterteam, fest, das sie in der Falle sitzen. Das Haus wurde unter Quarantäne gestellt. Warum, das erfahren die Opfer erst später. Während nun versucht wird, einen Ausweg zu finden, müssen sie feststellen das es diesen nicht mehr gibt. Panik ist vorgeschrieben.
Der Film läßt den Zuschauer oder hier wohl besser, Mittendrin statt nur davor und Popkorn essend, denn das fällt einem doch schwer, keine Zeit um richtig Luft zu holen. "Rec" beschränkt sich auf das Wesentliche und das ist auch gut, denn länger hätte man die Spannung auch nicht ausgehalten, da sind knapp 80 Minuten ausreichend.
Die Kameraführung läßt Liebhaber von "Blair Witch" oder auch "Cloverfield" aufhorchen, denn auch hier erlebt man die Geschichte aus Sicht des Kameramanns. Sozusagen ist "Rec" ähnlich wie "Cloverfield", außer das es nicht um Aliens geht und auch die Location ist auf ein Mietshaus beschränkt. Gerade das macht den Film beklemmend und spannend zugleich. Kaum kehrt ein bißchen Ruhe ein, gibt es immer wieder einen Grund für die Verantworlichen in der Gruppe, den sicheren Eingangsbereich zu verlassen und in dunkle Wohnungen zu gehen, wo natürlich die Zombies, wenn man sie so nennen darf, warten. Nach den ersten Toten und erster Panik, kommt dann Hoffnung auf, in Form des Arztes des Gesundheitsamtes, der als Einziger aus der "Außenwelt" in das Gebäude darf. Wie auch andere darf er auch Opfer des Viruses werden, so das am Ende nur noch das Kamerateam übrig bleibt. Hier sei noch zu erwähnen, das egal in welchem Film dieser Art auch immer, die Kameraleute die letzten Ärsche sind. Sie stehen im Weg rum und helfen auch nirgends. Fraglich ob man als "Normaler" nicht lieber um sein Leben kämpft, als alles aufzunehmen. Scheiß auf die Nachwelt.
Die Reporter haben es mit Mühe und Not geschafft sich in die verschlossene Dachgeschosswohnung zu retten, wobei kurz vorher dann auch noch der Strom abgestellt wurde, gut, das die Kamera noch ein Spotlicht hat und, um das eh schon gebeutelte Herz noch schneller schlagen zu lassen, auch eine Nachtsichtfunktion. Was die Beiden auf dem Dachboden finden und ob letztendlich doch der Hund für die entsetzlichen Vorfälle verantwortlich ist, lasse ich hier mal offen. Es sei nur soviel gesagt: Das Ende hat es in sich und wer bis zu diesem Punkt meint, es gäbe keinen Film der ihn aus der Ruhe bringen könne, wird hier bestimmt eines Besseren belehrt.
Und zum Schluß, wie immer eine kurze Zusammenfassung. Schauspielerisch gibt es wenig zu überzeugen, somit ist es relativ egal, wer dort mitspielt. Was wichtig ist wurde auch gut herausgearbeitet und der Film hat ein perfektes Timing. Ein paar kleinere blutige Szenen gibt es auch, diese wurden auch realistisch gehalten, so dass man schon fast gewillt ist wegzuschauen. Die Spanunng übertrifft etliche Filme des Genres um Längen, wer danach noch Angst, vor kleinen Mädchen, die aus Fernsehern gekrochen kommen, hat, sollte doch zu Disney Filmen wechseln. Kameraführung ist nichts Neues, paßt aber sehr gut, denn dadurch fühlt man sich irgendwie, als gehöre man dazu und erlebe die Geschehnisse aus Sicht der Opfer. Der Zuschauer ist in keinem Moment erhaben. Die wenigen Minuten in denen mal nichts Erschreckendes passiert, sind auch dringend nötig, um sich wieder zu sammeln. Ein gelungenes Meisterwerk, für den Schockerfan ein Muß.
Wer davon dennoch nicht genug bekommen konnte, darf sich auf die amerikanische Version freuen. "Quarantäne" kommt am 04.12.2008 in die deutschen Kinos.
by Stephan

Bilder © 3L