Project: Almanac

Project: Almanac (2014), USA
Laufzeit: - FSK: 6 - Genre: Science-Fiction / Thriller
Kinostart Deutschland: - Verleih: Paramount Pictures Germany

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Project: Almanac Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Für die Highschool-Freunde David und Quinn scheint ein großer Traum in Erfüllung zu gehen: Sie schaffen es, den Prototypen einer Zeitmaschine von Davids Vater in Gang zu bringen und gestalten sich mit ein paar Zeitreisen nun die Welt, wie sie ihnen gefällt. Die ehemaligen Außenseiter und ihre Clique sind auf einmal die Stars jeder Party und genießen ihr neues Teenie-Leben in vollen Zügen, bevor es aufs College gehen soll: Festivals, bestandene Schultests und sogar ein Lottogewinn machen ihr Leben zu einem echten Abenteuer! Doch als David aus Liebe zur süßen Jessie, in die er schon lange heimlich verliebt ist, einen Alleingang unternimmt, gerät das zerbrechliche Gefüge aus Vergangenheit und Zukunft gehörig ins Wanken. Der anfängliche große Traum von Freiheit und zweiten Chancen verwandelt sich in eine spannende und verrückte Reise der Clique durch die Zeit mit unabsehbaren Folgen, und das vielleicht für die gesamte Menschheit...

Jonny Weston, Sofia Black-D'Elia und Sam Lerner | mehr Cast & Crew


Project: Almanac - Trailer


Project: Almanac - Trailer


DVD und Blu-ray | Project: Almanac

Blu-ray
Project: Almanac Project: Almanac
Blu-ray Start:
25.06.2015
FSK: 6 - Laufzeit: 106 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Project: Almanac Project: Almanac
DVD Start:
25.06.2015
FSK: 6 - Laufzeit: 102 min.

Filmkritik Project: Almanac

Filmwertung: | 6/10


Zeitreisen sind immer wieder eine beliebte Thematik, um die Realität mit Elementen der Science Fiction zu erweitern. Die meist durch eine unerwartete Entdeckung in Gang gesetzte Zeitreise dient anfangs der Unterhaltung. Erst im Laufe der ersten Versuche entsteht bei den Reisenden der Wunsch, die Zeitreisen sinnvoll zu nutzen, um falsche Entscheidungen auszubügeln, die Vergangenheit dadurch zu verändern und eventuell die Zukunft nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. Dass jedoch dadurch das Raum-Zeit-Gefüge durcheinander gerät und weitaus größere Probleme nach sich zieht, gehört mittlerweile zum festen Bestandteil der Thematik.

Regisseur Dean Israelite versucht mit seinem Zeitreise-Film „Project: Almanac“ gegen die Probleme des Genres anzukämpfen. Er schickt eine Gruppe von Teenagern auf die Reise quer durch die Zeit. Unter Nutzung des Found Footage-Stils versucht er seiner Geschichte eine authentische Prise zu verleihen, was an den Vorläufer „Chronicle“ erinnern mag. Doch Israelites scheitert an den Logiklöchern und den teils unerklärlichem Handeln seiner Figuren und dem vorhersehbaren Drehbuch. Im Fokus steht Teenager David (Johnny Weston), der auf einen Studienplatz an seiner Wunschuniversität hofft. Als das Stipendium geringer ausfällt als erwartet, durchforstet er den Dachboden auf der Suche nach Dingen, die er verkaufen kann. Und dabei entdeckt David völlig überraschend eine Erfindung seines verstorbenen Vaters, die er sich zu nutze macht. Was sich anfänglich recht interessant darstellt, verliert leider recht schnell an Intensität. Die Geschichte bleibt an der Oberfläche haften, ohne wirklich Spannung aufzubauen. Als David gemeinsam mit seiner Schwester Christina (Virgina Gardner) und den Freunden Quinn (Sam Lerner) und Adam (Allen Evangelista) erstmals in die Vergangenheit reist, um ein missglücktes Prüfungsergebnis zu korrigieren, verändert sich bereits der Lauf der Zeit. Schnellstens versuchen die Teenager ihren Fehler auszubügeln und richten dadurch noch größeren Schaden an. Bereits ab den ersten Minuten verrennt sich der Film in banalen Erzählsträngen, die nur sehr langsam in Gang kommen. Immer wieder werden die gleichen Geschehnisse gezeigt, die minimale Veränderungen erkennen lassen. Der wissenschaftliche Aspekt von Zeitreisen wird in den Hintergrund gedrängt, um den pubertierenden Problemen der Teenager Platz zu schaffen, was in einem emotionalen Wechselbad der Gefühle endet. Dadurch verliert sich der Found Footage-Stil, der Bilder der verwackelten Handkamera mit optischen Artefakten vereint, vollends und verfehlt seinen Zweck. Die Darsteller versuchen gegen das größtenteils banale Drehbuch von Andres Stark und Jason Pagan („Paranormal Activity 5“) anzuspielen. Leider scheitert der Versuch an den blassen Figuren, die sich mit den typischen Problemen ihrer Altersgruppe herumschlagen. Lediglich Jonny Weston, der demnächst in „Die Bestimmung – Insurgent“ zu sehen sein wird, gelingen einige charismatische Momente, an denen sich der Zuschauer klammern kann. Auch der Humor kratzt lediglich an der Oberfläche, da die Dialoge größtenteils auf ein junges Zielpublikum zugeschnitten sind.


Fazit:
„Project: Almanac“ greift die bekannte Thematik der Zeitreise auf, die in eine typische Coming-of-Age-Geschichte eingeflochten wird. Die Geschichte verläuft gradlinig ohne erkennbare Höhen und Tiefen. Logiklöcher werfen Fragen auf, die der Film nicht beantwortet, sondern unbeachtet im Sande verlaufen lässt.
by

Bilder © Paramount Pictures Germany