Phantastische Tierwesen: Dumbledores Geheimnisse

Fantastic Beasts: The Secrets of Dumbledore (2022), Großbritannien / USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Fantasy / Abenteuer
Kinostart Deutschland: - Verleih: Warner Bros.

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Inhalt

Professor Albus Dumbledore (Jude Law) weiß, dass der mächtige dunkle Zauberer Gellert Grindelwald (Mads Mikkelsen) die Kontrolle über die magische Welt an sich reißen will. Da er ihn allein nicht aufhalten kann, schickt er den Magiezoologen Newt Scamander (Eddie Redmayne) und eine unerschrockene Truppe aus Zauberern, Hexen und einem mutigen Muggel-Bäcker auf eine gefährliche Mission, bei der sie auf alte und neue fantastische Tierwesen treffen – und mit Grindelwalds wachsender Anhängerschaft aneinandergeraten. Doch wie lange kann sich Dumbledore im Hintergrund halten, wenn so viel auf dem Spiel steht?

Jude Law, Mads Mikkelsen und Eddie Redmayne | mehr Cast & Crew


Phantastische Tierwesen: Dumbledores Geheimnisse - Trailer




Filmkritik Phantastische Tierwesen: Dumbledores Geheimnisse

Filmwertung: | 6/10


Nach einem gewissen Flop im Jahre 2018 hat man mit der Fortsetzung überraschend lange gewartet und es war auch wirklich nicht klar, ob sie überhaupt noch kommen würde. Nach 3,5 Jahren ist sie nun aber tatsächlich da und auch wenn man aus einigen Schwächen lernt, ist die Besorgnis nachvollziehbar. Nachdem man als Konsument nämlich beim zweiten Teil deutlich zu spüren bekommen hat, dass man sich zu sehr verzettelt und viele sinnlose Ideen einbauen wollte, ist es schön zu sehen, dass man bei diesem Werk nun erdiger bleibt. Es sind zwar nicht weniger Dinge, die man unterbringen will, jedoch schafft man es diese besser zu handhaben und damit umzugehen.

Es fühlt sich nun tatsächlich so an, als würde man versuchen zwingend die ganzen Dinge aufzuräumen, über die man im letzten Werk nicht drüber nachgedacht hat. Damals wollten sie krampfhaft ein Franchise aufmachen, jetzt wissen sie, dass Teil 2 das nicht gekonnt hat und machen alle großen Pläne wieder zu. So werden die sinnlosen Entscheidungen des Vorgängers gefühlt gestrichen oder zu einem guten Ende gebracht. Man spinnt die Figuren ideal weiter, die etablierten Darsteller geben sich wirklich Mühe und auch ein ganz bestimmter Neuzugang hat sich mit diesem Auftritt in der Welt beworben. Doch auch wenn alle gut sind, sticht ein ganz bestimmter Name besonders heraus. Es ist Jude Law als Dumbledore. Bei ihm kann man sich sehr gut vorstellen, dass er eines Tages tatsächlich zu dem Schulleiter wird, den man in den "Harry Potter" Büchern und Filmen so schätzen gelernt hat. Er war 2017 eine so großartige Besetzung und man glaubt ihm auch die Gefühle zu seinem Freund. Es ist schön, dass sie das tatsächlich drin gelassen haben. Im Jahre 2022 sollte Homosexualität kein Thema, sondern ganz normal sein, doch bei so großen Werken rudert Hollywood ja gerne mal zurück. Aber auch sein Freund, der neu besetzte, Mads Mikkelsen ist ein wirklich starker Darsteller. Er ist wirklich fies und man weiß nie genau wann er als Nächstes ausrastet und wie weit er dann gehen wird. Es ist zwar schade, dass man nach Johnny Depp nicht wieder auf Colin Farrell zurück gesprungen ist, denn auch der Irländer hat im ersten Teil einen wirklich tollen Job gemacht, doch tatsächlich glaubt man Mikkelsen die liebevolle und gefühlvolle Art noch mehr und da kommt es darauf an, was man sehen möchte. Wenn es eine coole, lässige und unberechenbare Art sein darf, dann ist Farrell die bessere Wahl. Doch wenn es wirklich Liebe sein soll und ein Mann, der nicht nur böse ist, dann macht es Mikkelsen genialer. So ist es zwar schade, für diesen Teil kann man es aber nachvollziehen. Die Tierwesen werden darüber hinaus nochmal etwas präsenter eingesetzt, übertreffen sich tatsächlich mit Niedlichkeit und bei ihnen fällt das Gleiche auf. Die Alten und Bekannten werden gut weitergesponnen und man freut sich sie zu sehen, aber es gibt mit dem Qilin auch eine süße neue Art.

Leider kommt der Film aber nicht ohne klare Schwächen aus. Der ganze Fanservice (Besonders Hogwarts) hat man alles schon im Trailer gesehen und man holt nicht das heraus, was es hätte sein können. Einst sollten Trailer Lust auf Filme machen, heute zeigen sie meist schon den ganzen Film und da ist dieses Werk bestimmt nicht das einzige Beispiel wo es so ist, aber hier fällt es mal wieder deutlich auf, dass man die Fans damit ins Kino lockt und ihnen dann nichts gibt. Ebenfalls fühlt er sich am Anfang etwas holprig an, da er unbedingt alle Figuren einfangen wollte, die aber an ganz verschiedenen Punkten standen und eben das besagte Chaos bereinigen musste, was ihm auch nicht ganz leicht fällt. So muss man sich erstmal in dieses Werk hineinfinden und sich darauf einstellen, dass hier wieder eine andere Handschrift gibt, als in Teil 2 und auch nochmal in Teil 1. Man kann diese Reihe schwer in einem Rutsch durchschauen, da sie sich jedes Mal verändert hat und da fällt klar auf, dass es die Reihe nur gibt, um Geld zu erwirtschaften, es vorher aber nicht klar war, wo man eigentlich hin will. Ein solches Verhalten kennt man auch aus anderen bekannten Reihen und das kann auch die ikonischen alten Filme versauen, ob man sich damit aber nun die "Harry Potter" Filme versauen möchte, muss jeder für sich selbst entscheiden. Jedoch könnte man aber bei diesem Ende auch tatsächlich aufhören. Ursprünglich waren zwar fünf Filme angekündigt, die aber aktuell mit einem Fragezeichen versehen wurden und sicherlich nicht mehr kommen werden. Um diese Entscheidung ist man aber nach dem Ende nicht enttäuscht, sondern freut sich eher darum, denn noch besser kann man die Reihe nicht abschließen.

Fazit:
Phantastische Tierwesen: Dumbledores Geheimnisse ist ein Film für die Kinogänger, die die alte Reihe gemocht haben, man wird viel wiedererkennen und das nicht nur an Orten, sondern auch immer wieder beim Soundtrack. Es gibt einen tollen Cast und man findet einen guten Abschluss. Jedoch ist der Film nicht ganz rund, nutzt sein Potenzial nicht ganz aus und man spürt wieder, dass es keine klare Idee gab und das Trailer oft zu viel zeigen.
by Peter Brauer

Bilder © Warner Bros.


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