Paw Patrol: Der Kinofilm

PAW Patrol: The Movie (2021), Kanada / USA
Laufzeit: - FSK: 0 - Genre: Animation / Kinder
Kinostart Deutschland: - Verleih: Paramount Pictures Germany

Paw Patrol: Der Kinofilm Filmplakat -> zur Filmkritik

Inhalt

Auf die Pfoten. Fertig. Los. Die beliebte PAW-Patrol-Gang ist zurück in Action! Als ihr größter Rivale, Bürgermeister Besserwisser, das Amt des Bürgermeisters in der nahe gelegenen Abenteuerstadt übernimmt und anfängt, ordentlich Chaos zu stiften, schalten der junge Ryder und seine vierpfotigen Fellfreunde einen Gang höher. Denn: Kein Einsatz ist zu groß, keine Pfote zu klein!
Während sich einer der jungen Super-Hunde in der Abenteuerstadt seiner Vergangenheit stellen muss, findet das Team Hilfe bei einer neuen Verbündeten, dem smarten Dackelmädchen Liberty. Gemeinsam – und bestens ausgestattet mit aufregenden neuen Gadgets und einer mega Ausrüstung – scheut das PAW-Patrol-Team keine Herausforderung, um die Bürger der Abenteuerstadt zu retten.




Filmkritik Paw Patrol: Der Kinofilm

Filmwertung: | 7/10


Seit ihrem amerikanischen TV-Debüt im Jahre 2013 erfreut das Team der "Paw Patrol" viele kleine Fans weltweit. Auch die deutschen Kinder kommen bei ihnen auf ihren Kosten und so war es abzusehen, dass auch der erste richtige Kinofilm gut laufen würde. Dass er aber einen so enormen Ansturm erreichen würde, war nicht unbedingt erwartbar. Vor allem nicht in Zeiten von Corona. Der Erfolg des Films dürfte aber derzeit wohl alle anderen neuen Filme in den Schatten stellen und eine Fortsetzung ist nur noch eine Frage von Zeit.

Bei diesem ganzen Trubel wollte auch ich gerne mal sehen, was der Film können würde. Ich habe zwar bisher keine einzige Folge der Serie gesehen und auch den themenbezogenen Bereich der Truppe im Moviepark Germany eher verhalten wahrgenommen. Für Fans könnte es zwar kein schöneres Geschenk geben und man sieht, dass sich das Moviepark Team wirklich Mühe gegeben hat. Sie haben da nicht nur irgendwas hingesetzt und gut, sondern da steckt wirklich Detailliebe drin. Dennoch hat es mich nie groß interessiert und ich bin unbeeindruckt dran vorbeigelaufen. Nun ist der Kinofilm aber gesehen und ich bin tatsächlich zum Fan geworden. So einen süßen Film habe ich schon lange nicht mehr gesehen und alleine wegen seiner Niedlichkeit konnte ich ihm einfach nicht böse sein. Ist er darum problemlos und perfekt? Leider nein. Aber auch hier können die Fans sicherlich besser verzeihen als ich das konnte. Es ist ein Film für Kleinkinder und für diese zählt etwas ganz anderes, aber im Gesamten betrachtet gab es 2-3 Dinge, die eben nicht perfekt waren.

Die größte Stärke lag bei "Paw Patrol" an dem enorm hohen Anteil an süßen Momenten und seiner großen Niedlichkeit. Wenn man dafür offen ist und Welpen etwas abgewinnen kann, kommt man tatsächlich nicht mehr aus dem Lächeln heraus. Er hat viele bereits etablierte Figuren, die die Fans kennen und sehen wollen, die hier gut weitergesponnen werden. Aber auch ein Neuzugang, der wunderbar von Lea von Acken gesprochen wurde und das Team gut unterstützen kann. Der größte Wunsch dieses Welpen ist es nämlich von der beliebten Gruppe aufgenommen zu werden und ein Teil von ihr zu werden und man gönnt es dir die gesamte Zeit. Ob sie es am Ende schaffen wird, müsst ihr euch natürlich im Film ansehen. Aber hier wurde auch drauf geachtet, dass noch die kleinste Figur niedlich war. Am Anfang sieht man eine kleine Schildkröte, die für die Handlung absolut keine Wirkung hatte und doch war auch sie einfach nur süß. Der Look der Figuren wurde ebenfalls für diese Kinoproduktion nochmal deutlich angehoben und sieht viel besser aus als in der Serie. Man bleibt sich dem Bekannten aus der Serie aber in vielen Punkten treu und bietet Fans was sie wollen, in dem Rahmen wie sie es sehen wollen. Ohne große Überraschungen, ohne große Veränderungen. Es ist wie es sein sollte.

Leider hat man aber auch bei der Geschichte im Rahmen der Serie gedacht und greift so auf eine stumpfe Kurzgeschichte zurück. So etwas funktioniert für eine Folge im Fernsehen, für einen Kinofilm dürfte es gerne mehr sein. So entwickeln sich die Figuren nur im Rahmen einer Kurzgeschichte und der Antagonist bleibt auch genau auf dem Level: Für einen Kinofilm viel zu austauschbar, zu drüber und charakterschwach. Er hat sich zur Bürgermeisterwahl als einziger Kandidat aufgestellt und möchte seiner Stadt so manche neue Idee bringen. Von einer eher "langweiligen" Stadt zu einer mit Achterbahnen und ständigem Sommerwetter. Die Paw Patrol steht ihm dafür im Weg, möchte ihm den Titel nehmen und der Stadt zeigen, was sich hinter ihm neu "gewählten" Bürgermeister verbirgt. Diesem sind sie allerdings ein Dorn im Auge und er würde sie gerne verschwinden lassen. Das ist die gesamte Handlung dieses Films und die Absicht des Schurken. Mehr hatte der Film nicht zu bieten. So wird außer dem Look nichts größer oder spektakulärer gemacht.

Fazit:
Wer also über einen mäßigen Schurken und eine austauschbare Geschichte hinweg sehen kann, wird ein tolles Erlebnis haben. Natürlich ist es ein Kinderfilm und für diese ist der Film mehr als perfekt und eine große Freude. Manch ein Erwachsener dürfte sich aber auch an dem - mit Abstand - süßesten Film der letzten Jahre erfreuen. Wirklich fein und empfehlenswert!
by Peter Brauer

Bilder © Paramount Pictures Germany


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