Paris kann warten

Bonjour Anne (2016), USA
Laufzeit: - FSK: 0 - Genre: Komödie / Romanze
Kinostart Deutschland: - Verleih: Tobis Film

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Paris kann warten Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Eigentlich wollten sich der vielbeschäftigte Hollywood-Produzent Michael Lockwood (Alec Baldwin) und seine Frau Anne (Diane Lane) ein paar gemeinsame freie Tage im Süden Frankreichs gönnen. Doch dann muss Michael dringend geschäftlich von Cannes nach Budapest reisen. Anne kann ihn nicht begleiten und findet sich unverhofft im Cabrio von Michaels französischem Geschäftspartner Jacques (Arnaud Viard) wieder. Der bietet nur allzu gern seine Chauffeurdienste an, schließlich sind es nur ein paar Stunden Fahrt nach Paris, wo sich Anne und Michael in ein paar Tagen wiedertreffen wollen. Doch Jacques, ein typischer Franzose und Bonvivant, hat es alles andere als eilig und lässt keine Gelegenheit aus, der attraktiven Amerikanerin die Vorzüge Südfrankreichs nahe zu bringen – und hemmungslos mit ihr zu flirten. Anne bleibt zunächst auf Distanz, fühlt sich von den Avancen ihres lebenslustigen Begleiters aber durchaus geschmeichelt. Bald schon muss sie sich auch eingestehen, dass sie es genießt, wenn Jacques sie an die denkbar schönsten Orte der Welt führt und versucht, sie mittels feinster kulinarischer Köstlichkeiten zu verführen. Aus dem kurzen Trip werden schließlich zwei ganze Tage, in denen sich die beiden immer näher kommen...

Diane Lane, Alec Baldwin und Arnaud Viard | mehr Cast & Crew


Paris kann warten - Trailer




DVD und Blu-ray | Paris kann warten

Blu-ray
Paris kann warten Paris kann warten
Blu-ray Start:
10.11.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 93 min.
DVD
Paris kann warten Paris kann warten
DVD Start:
10.11.2017
FSK: 0 - Laufzeit: 89 min.

Filmkritik Paris kann warten

Filmwertung: | 5/10


Die Coppolas sind wahrlich kein unbekannter Name der Filmindustrie - mit nunmehr 80 Jahren versucht sich nun auch Eleanor, die Frau von Francis Ford Coppola, mit "Paris kann warten" als Regisseurin. Ihr Filmdebüt begleitet die Gattin eines erfolgreichen Hollywood-Produzenten, Anne Lockwood (immer noch zauberhaft: Diane Lane) auf einem inspirierenden Trip quer durch Frankreich. Paris kann warten SzenenbildNach dem Filmfestival in Cannes muss ihr Mann spontan zu einem wichtigen Termin nach Budapest reisen, Anne selbst möchte schon mit dem Zug nach Paris fahren. Doch schließlich bietet ihr Michaels französischer Geschäftspartner Jacques Clément (Arnaud Viard) an, Anne mit dem Auto in die Hauptstadt mitzunehmen. Anne willigt in der Erwartung, ohne Umwege direkt nach Paris zu fahren, ein. "Denk immer daran - der Mann ist Franzose!", meint Michael noch in einer gewissen Vorahnung zu seiner Frau, bevor sie aufbricht. Und ganz wie erwartet oder befürchtet dehnt sich der geplante Tagestrip zu einer mehrtätigen Entdeckungstour durch Frankreich aus, bei der Jacques keine Gelegenheit auslässt, Anne alle Facetten seines Landes zu zeigen.

Spannung kommt dabei selten auf, vielmehr gibt "Paris kann warten" sich als federleichte Wohlfühlromanze mit stimmungsvollen Bildern, die fast wie ein Urlaubsvideo über Frankreich wirken.

Auch mit der Zeichnung ihrer Charaktere hält Coppola sich zurück. Diane Lane bleibt die offenherzige, natürliche Dame, Alec Baldwin gibt sich trotz seines Geldes als bescheiden und bodenständig. Arnaud Viard bleibt fest in der klischeehaften Rolle des lebensfrohen französischen Verführers stecken. Paris kann warten SzenenbildBei seinen Versuchen, Anne um den Finger zu wickeln, ist wenig Leidenschaft zu spüren. Eine Affäre, das soll nicht das zentrale Thema des Films sein. Die Situation, die Anne und Jacques zu zufälligen Reisepartnern gemacht hat, dient vielmehr als Hintergrund, um Frankreich selbst zu inszenieren. Charmante Ortschaften, bezaubernde Landschaften, kulinarische Erlebnisse und beeindruckende Architektur - nach der Sichtung des Film bekommt man in erster Linie Lust, direkt nach Frankreich zu reisen. So lebt "Paris kann warten" vor allem von seinen farbenfrohen Bildern und den vielen stimmungsvollen Momenten, die Anne und Jacques als Reisende erleben.


Fazit:
Eine vielschichtige Handlung und große Filmkunst braucht man von diesem Filmdebüt nicht zu erwarten. Vielmehr macht Eleanor Coppola, inspiriert durch ihre eigenen Erlebnisse, hier eine cineastische Liebeserklärung an Frankreich. Schön für einen entspannten Filmabend, mehr jedoch nicht.
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Bilder © Tobis Film