Ooops! Die Arche ist weg...

Ooops! Noah is Gone... (2015), Deutschland / Belgien / Luxemburg
Laufzeit: - FSK: 0 - Genre: Animation / Kinder
Kinostart Deutschland: - Verleih: Senator Filmverleih

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Ooops! Die Arche ist weg... Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Der junge Nestrier Finny und das Grymp-Mädchen Leah versäumen durch ein dummes Missgeschick den Stapellauf des gigantischen Schiffes und bleiben ganz allein zurück.
Arche weg – Eltern weg – Sintflut da!
Notgedrungen begeben sich die beiden Kids nun als Weggefährten wider Willen auf eine verrückte Reise, immer der Arche hinterher. Nur im Team und mit viel Mut und Geschick können sie dieses lustige und spannende Abenteuer bestehen. Auf der Arche hingegen setzen Nestrier-Papa Dave und Grymp-Mama Kate – krank vor Sorge um ihre Kinder – mit List und Einfallsreichtum alles daran, ein Wendemanöver zu starten, um ihren Nachwuchs zu retten.
Eine turbulente Odyssee beginnt und macht ‚Ooops! Die Arche ist weg...’ zum lustigsten Sintflutabenteuer aller Zeiten.




Ooops! Die Arche ist weg... - Trailer


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DVD und Blu-ray | Ooops! Die Arche ist weg...

Blu-ray
Ooops! Die Arche ist weg... (3D Blu-ray) Ooops! Die Arche ist weg... (3D Blu-ray)
Blu-ray Start:
04.01.2016
FSK: 0 - Laufzeit: 87 min.
DVD
Ooops! Die Arche ist weg... Ooops! Die Arche ist weg...
DVD Start:
04.01.2016
FSK: 0 - Laufzeit: 83 min.

Filmkritik Ooops! Die Arche ist weg...

Filmwertung: | 5/10


Wenn der Nachwuchs sich nicht bändigen lassen will oder sich den Regeln widersetzt, können Eltern nur laut klagen. Der ewige Kampf um Respekt und Vertrauen muss immer wieder von neuem ausgefochten werden. Doch nicht nur den Menschen ergeht es so. Auch im Tierreich haben einige Individuen Probleme mit den Kindern. Zumindest fällt dies ins Auge, wenn man sich den fröhlich-bunten Animationsspaß „Ooops! Die Arche ist weg…“ von Toby Genkel und Sean McCormack ansieht.

Als die Sintflut bevorsteht und die Welt zu überfluten droht, stellt der König des Dschungels eine Arche zur Rettung bereit. Jeweils zwei Exemplare der wichtigen Tierarten wird der Zutritt gewährt. Doch wer ist im Tierreich wichtig und muss gerettet werden und auf wen könnte man verzichten? Eine schwierige Frage, die sich auch im Film nicht klärt. Doch darum soll es auch gar nicht gehen. Die Filmemacher wollen weder die Entscheidung über die Wichtigkeit der verschiedenen Tierarten treffen, noch deren Nutzen klären. Viel mehr dient die Sintflut nur als Einstieg in ein wahrhaft unglaubliches Abenteuer, das etwas an „Ice Age“ erinnert. Denn nur weil Nestrier Dave und sein Sohn Finny sich den Eintritt auf die Arche erschwindeln müssen, machen sie die Bekanntschaft mit zwei Grymp-Damen. Ziemlich modern werden die familiären Strukturen gesponnen. Denn nicht nur Finny, sondern auch Grymp-Mädchen Leah werden jeweils nur von einem Elternteil großgezogen. Dass das Vater-Sohn-Gespann mit diesem Umstand deutlich besser zurecht zu kommen scheint, als das Mutter-Tochter-Duo liegt in den Genen der Tiere verankert. Und diese unterscheiden sich bei Weitem sehr voneinander, was bereits in den Eröffnungsszenen deutlich wird, wenn die Hauptfiguren eingeführt werden. Die Basis für ausreichend Konflikte könnte somit nicht größer sein. Und ganz nebenbei wird auch einmal der Versuch gewagt, die herrschenden Gesetze der Tierwelt zu erläutern. Denn selbst im Hinblick auf die drohende Sintflut können nicht alle Tiere ihren Hunger bändigen und so wird schon einmal kurzerhand das ein oder andere Tier verschluckt. Wirklich gefressen wird in diesem Kinderfilm natürlich niemand! Aber ob das Schlucken und wieder Ausspucken die wirklich bessere Variante ist, bleibt fraglich. Ebenso eigenwillig wirken die eingeschnittenen Videogame-Sequenzen, die nicht ganz zum übrigen Look des Films passen wollen.

Wer das Glück hat, den Film mit Kindern zu besuchen, der stellt schnell fest, dass diese unberechenbar sind. Nicht nur die Tierkinder auf der Leinwand setzen ihren eigenen Kopf durch und missachten die Ansagen der Eltern. Auch die kleinen Kinobesucher reagieren anders als erwartet. Während man sich selbst dabei amüsiert, wie Finny und Leah auf der Flucht vor den schrecklich hungrigen Fledermäusen einen lebensgefährlichen Wildwasserstrom meistern, kann dem einen oder anderem Kind dabei schon einmal Angst und Bange werden. Für die ganz kleinen Zuschauer ist der kunterbunte Animationsspaß daher leider nur bedingt geeignet. Für die etwas hartgesottenen Kinder liefert der Filme freche und vor allem sehr eigenwillige Figuren. Die niedlichen Tiere erleben das Abenteuer ihres Lebens, was in einigen sehr rasanten Szenen deutlich bebildert wird. Doch nicht immer gelingt der Spagat zwischen dem Wunsch, putzige Figuren für die ganz kleinen auf die Leinwand zu zaubern und gleichzeitig ein rasantes Abenteuer mit allen denkbaren Gefahren für die etwas älteren Kinder zu liefern. Und auch die Dialoge der besorgten Elterntiere, gesprochen von Christian Ulmen und Katja Riemann, sind eher für die erwachsenen Begleitungen geschustert.

Der 3D-Effekt versucht die animierte Welt in höhere Sphären zu heben, ist aber nicht wirklich erforderlich. Auch in 2D, was wesentlich augenfreundlicher ist, funktioniert der Film genauso gut.


Fazit:
„Ooops! Die Arche ist weg…“ ist ein amüsanter Animationsfilm für Kinder über 6 Jahren, die Freude an ungewöhnlichen Tieren und rasanten Abenteuern haben.
by

Bilder © Senator Filmverleih


Cast und Crew

Regisseur:
Toby Genkel

Produzent:
Emely Christians

Drehbuch:
Toby Genkel

Musik:
Stephen McKeon