On the Road - Unterwegs

On the Road (2012), Frankreich / Großbritannien / USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Drama
Kinostart Deutschland: - Verleih: Concorde Filmverleih GmbH

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On the Road - Unterwegs Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Kurz nach dem Tod seines Vaters lernt der junge Schriftsteller Sal Paradise (Sam Riley) den gleichaltrigen, charismatischen und lebenshungrigen Dean Moriarty (Garrett Hedlund) kennen. Kurzerhand reißt Dean Sal aus der Arbeit an seinem Roman und seiner lethargischen Trauer und nimmt ihn mit auf einen langen Trip Richtung Westen. Stets die nächste Etappe vor Augen begeben sich die beiden in den Taumel des bloßen Seins, leben vom immer letzten Dollar, berauschen sich an der unendlichen Weite der Landschaft, den Drogen, dem Sex, dem Jazz und ihren wilden Gedanken. Auf ihrer Reise stoßen sie auf neue Wegbegleiter und kehren ein bei alten Bekannten: Darunter Deans große Lieben Marylou (Kristen Stewart) und Camille (Kirsten Dunst), der unverwechselbare Old Bull Lee (Viggo Mortensen) und seine Frau Jane (Amy Adams) sowie der gebildete und nachdenkliche Carlo Marx (Tom Sturridge). Atemlos erzählt dieses Roadmovie von der Suche nach dem Glück, nach Freiheit, nach der großen Liebe und dem ultimativen Rausch des Lebens.

Sam Riley, Garrett Hedlund und Kristen Stewart | mehr Cast & Crew


On the Road - Unterwegs - Trailer




DVD und Blu-ray | On the Road - Unterwegs

Blu-ray
On the Road - Unterwegs On the Road - Unterwegs
Blu-ray Start:
14.02.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 138 min.
DVD
On the Road - Unterwegs On the Road - Unterwegs
DVD Start:
14.02.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 132 min.

Filmkritik On the Road - Unterwegs

Filmwertung: | 7/10


Jack Kerouac war ein US-amerikanischer Schriftsteller mit franko-kanadischen Wurzeln und einer der wichtigsten Vertreter der Beat Generation, einer literarischen Richtung nach dem Zweiten Weltkrieg in den 50er Jahren. Er ist der Autor des Kultromans "On the Road", den er 1957 veröffentlichte und der zum Manifest einer ganzen Generation wurde.

Der junge Schriftsteller Sal Paradise (Sam Riley) und der lebenshungrige Dean Moriarty (Garrett Hedlund) sind das Abbild der Beat-Generation, die ihre Freiheit in den 50ern auslebt. Nach dem Tod seines Vaters lernt Sal den gleichaltrigen Dean kennen, der ihn kurzerhand aus seiner Trauer und auch aus der Arbeit an seinem Roman reißt und ihn mitnimmt auf einen langen Trip Richtung Westen. Der Trip entwickelt sich zu einer rauschhaften Achterbahnfahrt im Taumel des bloßen Seins und Lebens vom immer letzten Dollar.

Sal und Dean treffen auf neue Wegbegleiter, kehren bei alten Bekannten ein und genießen die unendliche Weite der Landschaft, wobei Drogen, Sex und der Jazz ihre wilden Gedanken am Lodern halten. So treffen sie beispielsweise auf Deans große Lieben Marylou (Kirsten Stewart) und Camille (Kirsten Dunst), auf den schrägen Old Bull Lee (Viggo Mortensen) und dessen Frau Jane (Amy Adams) und den grüblerischen Intellektuellen Carlo Marx (Tom Sturridge).

Regisseur Walter Salles ("Die Reise des jungen Che") inszenierte das von Francis Ford Coppola produzierte Roadmovie "On the Road - Unterwegs" über die Suche nach dem Glück, der Freiheit, der großen Liebe und dem ultimativen Rausch des Lebens. Die ungleichen Reisegefährten Dean und Sal sind als Alter-Egos von Neal Cassady und Jack Kerouac selbst ebenso den Charakteren der Beat-Legenden nachempfunden, wie auch die Nebenfiguren. Als Beispiele seien nur der von Viggo Mortensen gespielte Hippie-Guru und Drogenpapst William S. Burroughs und der von Tom Sturridge verkörperte Allen Ginsberg, Autor von "Howl", genannt. Die gegensätzlichen Frauenfiguren, die im Film stärker wirken, als in der Buchvorlage, zeigen zum einen die von Kirsten Dunst gespielte stille familiäre Heldin Camille und zum anderen die mit sexuellen Tabus brechende Marylou, dargestellt von Kristen Stewart, der dieses Filmprojekt sehr am Herzen lag und die dem Vernehmen nach auch auf die für sie übliche Gage verzichtete.

"On the Road - Unterwegs" ist im Wesentlichen keine Geschichte über die Beat-Generation, sondern viel mehr über junge Männer, die im konservativen Amerika der 50er Jahre ihren Platz suchen, mit ihrem Umfeld kollidieren und schließlich die Kultur von innen heraus verändern. Neal Cassadys Sohn John sagte, dass "On the Road" der Moment vor dem Knall, die kochende unter der Oberfläche brodelnde Lava ist. Dem Zuschauer wird klar, dass der Film die prägenden Jahre einer brillanten Generation zeigt. Da die Adaption einem ähnlichen Rhythmus folgt wie das Buch, könnte man den Film zugleich als Art Making-of seiner selbst betrachten. Da es sehr um Reflexion und Selbstwahrnehmung der Figuren geht und der Film einen unbändigen Stilwillen hat, muss der Zuschauer etwas Geduld für die Entwicklung der Story aufbringen. Der Grund dafür, dass der Film bei seiner Uraufführung beim diesjährigen Filmfestival in Cannes nur mäßige Kritiken bekam, dürfte jedoch weniger darin liegen, als in dem nervigen Personenkult der Medien um eine seiner Nebendarstellerinnen. Und gerade die steuert in ihrer Rolle als Marylou zwischen Dean und Sal, allesamt unbekleidet, im fahrenden Hudson sitzend und beiden mit ihrer jeweiligen Hand eine kleine Freude bereitend, eine wohl filmhistorische Szene bei.

Das stilsichere Roadmovie "On the Road - Unterwegs" transportiert das Gefühl der hier gezeigten Generation mit all ihren Sehnsüchten und Schrägheiten gut und lässt den Zuschauer die Kollision dieser Beat Generation mit dem konservativen Amerika nachempfinden. Über die künstlerischen Längen des Streifens hilft das Repertoire an grandiosen, schrägen, individualistisch dieser Zeit trotzenden Neben-Charakteren hinweg. Eben diese Verrückten... die brennen, brennen, brennen...

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Bilder © Concorde Filmverleih GmbH