Old

Old (2021), USA
Laufzeit: - FSK: 16 - Genre: Thriller
Kinostart Deutschland: - Verleih: Universal Pictures Intl.

-> Trailer anschauen

Old Filmplakat -> zur Filmkritik

Inhalt

Als sich ein Elternpaar (Gael García Bernal, Vicky Krieps) mit seinen beiden Kindern an einem paradiesischen Strand erholen will, geraten sie in den Bann eines schockierenden Phänomens: Sie werden rasend schnell alt. Am Ende eines Tages wartet auf sie der Tod. Überleben können sie und die anderen Besucher nur, wenn sie das unheilvolle Rätsel dieses Ortes lösen ...

Gael Garcia Bernal, Vicky Krieps und Rufus Sewell | mehr Cast & Crew


Old - Trailer




Filmkritik Old

Filmwertung: | 3/10


M. Night Shyamalan hat sich in den letzten Jahren mit seiner besonderen Art von Filmen und den dazugehörigen Twists einem Namen machen können. Nun ist er endlich mit einem weiteren Geniestreich zurück und das dürfte nicht nur seine Fans freuen. Es freuen sich nämlich auch daneben viele Kinogänger auf den Film und ihre Erwartungen sind ziemlich hoch. Nun möchte ich verraten ob "Old" diese Erwartungen einhalten kann oder doch eine ziemliche Enttäuschung geworden ist.

Im Film geht es um eine scheinbar glückliche Familie: Mutter, Vater, Tochter und Sohn. Diese vier wollen Urlaub machen und haben sich dafür eine entspannte Zeit am Strand ausgesucht. Das Hotel wirkt ansprechend, das Personal höflich und die Aussicht großartig. Eines Morgens kommt der Hotelchef zu ihnen an den Tisch und erzählt ihnen von einem schönen, abgelegenen und ruhigen Strand. Nicht jedem empfiehlt er diesen Ort, aber dieser Familie möchte er gerne etwas Gutes tun. In den Bus zu steigen dann aber noch zwei weitere Familien ein. Dort angekommen wirkt erstmal alles wie vom Hotelchef versprochen. Schnell ändert sich das aber und der Strand hat mit dieser Gruppe nichts Gutes vor. Werden sie alle diesen "schönen" Ausflug überleben?

Old: Mid-Sized Sedan (Aaron Pierre), Prisca (Vicky Krieps), Guy (Gael García Bernal) und Chrystal (Abbey Lee)
Old: Mid-Sized Sedan (Aaron Pierre), Prisca (Vicky Krieps), Guy (Gael García Bernal) und Chrystal (Abbey Lee) © Universal Pictures
Auch bei diesem Film hat er es geschafft, im Trailer das zu vermitteln was die Fans an seiner Arbeit schätzen: Neugierde zu erzeugen. Was ist los mit diesem Strand? Was wird genau passieren? Lässt er tatsächlich Menschen sterben? Man weiß es nicht und es macht Spaß dies im Laufe des Films heraus zu finden. Der Trailer hat nichts vom Was verraten, allerdings leider zu viel vom Wie. Man fragt sich zwar wie der Film enden wird, alle spektakulären Szenen hat aber schon der Trailer vorab verraten. So ist es eher ein Puzzle als ein Rätsel. Was von dem Bekannten kommt an welcher Stelle und in welcher Reihenfolge werden die bekannten Szenen mir als Kinogänger begegnen? Das hat mich leider ziemlich enttäuscht und das ist auch nicht das, was ich mir von einem packenden Horror Thriller erhoffe.

Ich bin ein echter Angsthase und grusel mich schnell in Filmen. Bei Diesem gab es aber tatsächlich nur eine Szene wo ich etwas gespürt habe. Alles Andere war entweder anhand der Szene zu erahnen, oder bereits aus dem Trailer bekannt und somit nicht wirklich erschreckend. Der gewählte Twist ist ein okay'er Abschluss, dass der Film irgendwann endet, aber auch das hätte man besser und spannender machen können. Mein Gedanke war dabei nicht etwa "Wow, echt? Damit habe ich ja gar nicht gerechnet", sondern "Naja, passt schon irgendwie". Zum Glück hat er vorher durch seine Twists Fans erreichen können, mit diesem Film würde er das nämlich niemals schaffen. Das Ende fühlt sich zwar rund an, aber nicht wie das Mysterium, mit dem man im Vorfeld gerechnet hätte. Auch bei den gewählten Figuren hat man auf ganzer Linie versagt.

Old: Prisca (Vicky Krieps), Maddox (Thomasin McKenzie), Guy (Gael García Bernal) und Trent (Luca Faustino Rodriguez)
Old: Prisca (Vicky Krieps), Maddox (Thomasin McKenzie), Guy (Gael García Bernal) und Trent (Luca Faustino Rodriguez) © Universal Pictures
Es gab keine Figur, zu der man eine Bindung aufbauen konnte und sie waren mir alle viel zu stereotypisch und austauschbar. Die Schauspieler geben zwar ihr Bestes, können aber ihre Figuren dadurch auch nicht wirklich retten. Dennoch hat er es mir gefallen, dass die Figuren nicht wie in anderen Horrorfilmen nur dafür da waren um zu sterben. Man findet zwar keinen Draht zu ihnen, dennoch merkt man, dass sie tiefer geschrieben wurden als in anderen Genrevertretern. Wer sich immer wieder darüber beschwert, dass Filme zu gleich sind und auch im Horrorgenre die Ideen ausbleiben, wird hier zumindest keine neuen Schocker bekommen.

Alles davon war schon einmal da. Aber das Setting und die Idee des Films wirkten auf mich neu. Ich bin ganz kein Horrorexperte und weiß nicht, ob es solche Filme vielleicht doch schon oft gab, aber der Gelegenheitskinogänger wird sich damit auch zufriedengeben. Es ist kein 0815 Film. Ebenso hat mich dieser Film noch ein paar Tage begleitet und ich habe immer wieder über Verschiedenes nachgedacht. Er war vielleicht nicht perfekt, hat mich aber zum Nachdenken gebracht und das gelingt nicht jedem Film.

Fazit:
Old ist ein Film, der seinem Hype nicht gerecht wird. Er verschenkt zu viel Potenzial und dabei hätte man aus dieser Idee eigentlich etwas Großartiges machen können. So geht er bei der Anzahl der neuen Horrorfilme - die in den nächsten Monaten im Kino starten - zu sehr unter und ich habe auch keinen wirklichen Grund, wieso er das nicht tun sollte. Leider sehr enttäuschend. Dadurch dass man aber etwas Neues probiert und die Schauspieler sich Mühe geben, gibt es nicht die unterste Punktzahl.
by Peter Brauer

Bilder © Universal Pictures Intl.


Von Interesse: