Mr. Poppers Pinguine

Mr. Popper's Penguins (2011), USA
Laufzeit: - FSK: 0 - Genre: Komödie
Kinostart Deutschland: - Verleih: 20th Century Fox

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Mr. Poppers Pinguine Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Arbeit ist alles für Tom Popper (Jim Carrey). Dafür hat der von Ehrgeiz getriebene New Yorker Geschäftsmann viel geopfert, lebt getrennt von seiner Frau Amanda (Carla Gugino) und den beiden gemeinsamen Kindern. Die wichtigen Dinge im Leben erkennt Mr. Popper nicht – bis er eine ungewöhnliche Erbschaft macht. Sein Vater, ein Abenteurer, der Frau und Kind früh verließ, hinterlässt ihm einen Pinguin, aus dem schon bald sechs werden.
Schnell stellen die neugierigen Vögel sein Leben völlig auf den Kopf, sorgen für ordentlich Chaos und verwandeln Mr. Poppers luxuriöses Apartment in eine verschneite Winterlandschaft. Gemeinsam mit seinen beiden Kindern, die die Pinguine schnell in ihr Herz schließen, durchlebt er viele spaßige Abenteuer beim Versuch die Tiere erst loszuwerden und dann wieder zurückzuerobern. Dabei lernt Mr. Popper eine tierische Lektion über den Wert von Freundschaft und Familie...


Jim Carrey, Carla Gugino und Madeline Carroll | mehr Cast & Crew


Mr. Poppers Pinguine - Trailer


Mr. Poppers Pinguine - Trailer (Full-HD) - Deutsch
Mr. Popper's Penguins Trailer HD englisch


DVD und Blu-ray | Mr. Poppers Pinguine

Blu-ray
Mr. Poppers Pinguine Mr. Poppers Pinguine
Blu-ray Start:
09.12.2011
FSK: 0 - Laufzeit: 94 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Mr. Poppers Pinguine Mr. Poppers Pinguine
DVD Start:
09.12.2011
FSK: 0 - Laufzeit: 90 min.

Filmkritik Mr. Poppers Pinguine

Filmwertung: | 8/10


Der New Yorker Immobilienmarker Tom Popper hat sein Leben unter Kontrolle. Er lebt getrennt von seiner Frau, mit der er sich zum Wohle der zwei gemeinsamen Kinder, arrangiert. Seine gesamte Zeit opfert er dem Beruf, wodurch er die wesentlichen Dinge des Lebens aus den Augen verliert. Erst eine sonderbare Erbschaft rüttelt ihn wach. Sein Vater, der sein gesamtes Leben auf dem Meer verbrachte und nur per Funkgerät die Beziehung zu seinem Sohn aufrecht erhalten konnte, hat ihn einen Pinguin vererbt. Als kurz darauf fünf weitere Pinguine bei Popper ankommen, gerät sein Leben aus den Fugen. Doch durch die eigenwilligen Tiere bekommt er wieder einen Blick für die wichtigen Dinge. Und schon bald sind die Pinguine ein wichtiger Bestandteil seines Lebens…

Je älter Tom wurde, desto seltener wurde der Kontakt zu seinem Vater. Als dieser seinen letzten Willen durch einen Notar verlesen lässt, ist die Trauer von Tom dennoch groß. Allerdings scheint es sich bei dem vererbten Pinguin um einen schlechter Scherz zu handeln. Popper sieht seine Kinder an jedem zweiten Wochenende und merkt dabei nur zu oft, dass die Bindung zu ihnen fehlt. Da er jedoch auf die Partnerschaft mit seinem Arbeitgeber hofft und im Falle dessen mehr Arbeit auf ihn zukommt, sieht er die familiäre Probleme ohne Besorgnis. Mit dem Einzug des ersten Pinguins kommt sein Leben jedoch in Schwung. Seine Arbeitszeit wird nicht zuletzt durch den Ärger, den das Tier verursacht, erheblich gestört. Schnell versucht er das Tier wieder loszuwerden. Doch alle kontaktierten Stellen scheinen nicht geeignet, um sich dem arktischen Bewohner anzunehmen. Als dann plötzlich fünf weitere Pinguine eintreffen, ändert sich alles. Da vor allem die Kinder Billy und Janie von den Pinguinen begeistert sind und Poppers durch sie wieder eine Beziehung mit ihnen aufbauen kann, werden sie zum wichtigen Bestandteil seines Lebens. Die Wohnung wird zur Winterlandschaft umgebaut und die Treffen mit der Familie zum täglichen Highlight.

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman des Ehepaars Atwater, der 1938 geschrieben wurde. Der Kinderbuchklassiker erzählt die Geschichte eines Malers, der 12 Pinguine erbt. Für die Leinwand adaptierten die Drehbuchautoren Sean Anders, John Morris und Jared Stern die Handlung ins moderne Manhattan, wo bereits sechs ausgewachsene Pinguine ausreichen, um einem Geschäftmann an den Rand des Wahnsinns zu treiben.
Produzent John Davis („Dr. Dolittle“, „Garfield“) las die Geschichte als Kind und war von der Geschichte eines Mannes, der einen falschen Lebensstil verfolgt, fasziniert. Nur zu gerne übernahm er das Kinoprojekt.

Jim Carrey spielt in diesem Film einen Geschäftsmann, der sich und seine Arbeit perfekt im Griff hat. Durch die Belastung mit den Tieren beginnt die Fassade jedoch zu bröckeln. Nach und nach nimmt die Person andere Facetten an und der gewohnt chaotische Jim Carrey wird erkennbar. Im Vergleich zu anderen Filmen, wie „Die Maske“, wird das Niveau jedoch beibehalten. Die Komik bleibt im natürlichen Bereich verankert und wird nicht übertrieben. Vergleichbar wäre die Rolle des Tom Poppers mit „Trueman“. Carrey kann ernstere Rollen auch von seiner weniger durchgeknallten Art überzeugen. Während der Mitarbeit am Drehbuch konnte der Schauspieler seine eigenen Vorstellung über die Rolle des Mr. Poppers miteinfließen lassen, was dem Film positiv zu Gute kommt.

Sohn Billy (Maxwell Perry Cotton) hält die Pinguine für ein Geburtstagsgeschenk. Er schließt sie schnell in sein Herz und sein Vater wird wieder zu seinem großen Helden. Als die Tiere in den Zoo kommen, gefährdet dies die Beziehung zu seinem Vater. Und Popper muss sich entscheiden: Job oder Familie, inklusive Pinguine. Tochter Janie hingegen ist mit dem eigenen Leben und der ersten Liebe beschäftigt keinesfalls mehr an Treffen mit dem Vater interessiert. Doch durch die Tiere lernt auch sie, wieder eine Beziehung zu ihm zu entwickeln und sich ihm anzuvertrauen. Madeline Carroll verkörpert sie sehr authentisch, da ihr die Probleme sehr bekannt vorkommen sollten. Sie spielte bereits im Alter von fünf Jahren das erste Mal in dem Kinofilm „Der Kindergarten Daddy“ mit.
Und auch seine Exfrau Amanda sieht ihn wieder plötzlich mit anderen Augen und beginnt ihre Gefühle für ihn neu zu entdecken. Carla Gugino („Watchman – Die Wächter“) spielt ihre Figur mit viel Herz. Als liebevolle Mutter ist sie stets um das Wohl der Familie besorgt. Mit einem neuen Mann an ihrer Seite genießt sie das Leben. Zu Tom hat sie eine freundschaftliche Beziehung. Doch durch seine Verhaltensänderung, wird er wieder zu dem Mann, den sie einst liebte.

Die eigenwillige Mars. Van Grundy, die exzellent von Angela Lansbury („Mord ist ihr Hobby“) verkörpert wird, hat eine wichtige Position innerhalb der Handlung. Sie kann sich noch genau daran erinnern, wie Tom als Kind mit seinem Vater immer das Restaurant besuchte. Sie kennt einen Teil seiner Vergangenheit. Da sie sich weigert die Immobilie zu verkaufen und das Restaurant dadurch weiterhin betrieben werden kann, ist sie auch positiv an der Zukunft der Familie Popper beteiligt.
Ebenfalls erwähnenswert ist die Schauspielerin Ophelia Lovibond, die Poppers Assistentin Pippi spielt. Mit einer sprachlichen Vorliebe für alle P-Worte, nimmt sie jeden Auftrag an und erledigt ihn stets mit ganz besonderer Hingabe. Da sie des Öfteren die Gags auf ihre Seite zieht, stiehlt sich Jim Carrey zwischenzeitlich die Show.

Und nicht zuletzt stehen natürlich die sechs Esel-Pinguine Raudi, Schnappo, Käpt´n, Stinki, Patschi und Sweeti im Zentrum der Handlung. Weltweit wurde nach den perfekten Tieren gesucht. Als die Tiere, die in unter anderen in der Sub-Antarktik vorkommen, in den USA eintrafen, wurden sie von Tiertrainern der Firma Birds & Animals Unlimited auf den Film vorbereitet wurden. Zusätzlich wurden die Tiere von dem Spezialisten Scott Drieschman betreut. Die natürlichen Lebensbedingungen wurden bestmöglich mit einem Gehege neben den Steiner Studios in Brooklyn nachempfunden. Auch die bevorzugte Temperatur von 2 bis 4 Grad wurde in den Studios beibehalten.

Die Herausforderung für das Visual Effects Team bestand darin, die animierten Pinguine genauso aussehen zu lassen, wie die Echten. Blondel Aidoo, der bereits für die Special Effects von „Verwünscht“ verantwortlich war, lichtete die lebenden Tiere zunächst mit Unmengen von Fotos ab. Die Stellung der Federn bei den unterschiedlichen Bewegungen wurde genau studiert und anschließend mit dem Computer nachempfunden. Insgesamt waren bis zu 18 Kameras nötig, um die Bewegungsabläufe der Tiere aufzuzeichnen. Im fertigen Film sind die animierten Tiere kaum von den echten zu unterscheiden.

Fazit: Ein fantastischer Familienfilm mit brillanten Schauspielern und sechs eigenwilligen Pinguinen, die auf der ständigen Suche nach Fisch, die ein oder andere Szene völlig unerwartet ausklingen lassen.

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Bilder © 20th Century Fox