Mr. Morgan's Last Love

Mr. Morgan's Last Love (2013), Deutschland / Belgien
Laufzeit: - FSK: 0 - Genre: Komödie / Drama
Kinostart Deutschland: - Verleih: Senator Filmverleih

-> Trailer anschauen

Mr. Morgan's Last Love Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Beginnend mit dem Tag, an dem Pauline (Clémence Poésy) ihm im Bus ihre Hilfe anbietet, stolpert der sture, vom Leben erschöpfte Matthew Morgan (Michael Caine) zurück ins Glück. Die entwaffnende Lebensfreude und der unerschütterliche Optimismus der jungen Frau erobern sein altes Herz und der stille Professor wird unverhofft zu einem Schüler des Lebens. Auf ihren alltäglichen Abenteuern mit Spaziergängen durch Paris, Mittagessen im Park und Reisen aufs Land entdeckt das ungewöhnliche Paar zahlreiche Schätze: Freundschaft, Gemeinschaft, Romantik – und die Bedeutung von Familie. Pauline sucht bei Matthew die familiäre Geborgenheit, die sie so früh verlieren musste, während sich Matthew dank Pauline zum ersten Mal seit langem wieder seinem Sohn Miles (Justin Kirk) annähert. Was als Versuch von Miles und seiner Schwester Karen (Gillian Anderson) beginnt, Matthew nach Hause in die Vereinigten Staaten zu holen, führt zu Entwicklungen in Miles’ eigenem Leben, mit denen er nie gerechnet hätte. Gerade rechtzeitig lernen Vater und Sohn, sich wieder gegenseitig zu respektieren, die Vergangenheit ruhen zu lassen und der Zukunft entgegen zu sehen – und finden beide, jeder auf seine eigene Weise, wieder Liebe und Hoffnung.

Michael Caine, Clémence Poésy und Jane Alexander | mehr Cast & Crew


Mr. Morgan's Last Love - Trailer


Mr. Morgan's Last Love - offizieller deutscher Trailer I


DVD und Blu-ray | Mr. Morgan's Last Love

Blu-ray
Mr. Morgan's Last Love Mr. Morgan's Last Love
Blu-ray Start:
31.01.2014
FSK: 6 - Laufzeit: 116 min.
DVD
Mr. Morgan's Last Love Mr. Morgan's Last Love
DVD Start:
31.01.2014
FSK: 6 - Laufzeit: 111 min.

Filmkritik Mr. Morgan's Last Love

Filmwertung: | 6/10


Den Film „Die letzte Liebe des Mr. Morgan“ (Originaltitel: „Mr. Morgan’s Last Love“, Deutschland / Frankreich, 2013) von der Regisseurin Sandra Nettelbeck könnte man von dem Realitätsgrad ausgehend irgendwo zwischen „Liebe“ (2012) von Haneke und „Song for Marion“ (2012) von Paul Andrew Williams einordnen. Auch inhaltlich reiht er sich in diese Reihe gut ein, indem er von Verlust eines geliebten Menschen und von dem Umgang mit so einem Schicksalsschlag erzählt.

Der amerikanische, ehemalige Professor Matthew Morgan (Michael Caine) lebt seit einigen Jahren mit seiner Frau Joan (Jane Alexander) in Paris, ohne sich jemals wirklich mit der französischen Sprache vertraut gemacht zu haben. Nach ihrem Tod streift der alte Mann einsam durch die Stadt. Seine beiden erwachsenen Kinder Miles (Justin Kirk) und Joan (Gillian Anderson) leben in Amerika und haben weder Zeit noch Interesse für ihren Vater. Erst nach einem Selbstmordversuch Matthews erkennen sie die wahren Ausmaße seiner Einsamkeit. Sie schaffen es aber nicht, dem alten Mann seine Lebensfreude wiederzugeben, sondern die junge Französin Pauline (Clémence Poésy). Die beiden lernen sich zufällig im Bus kennen und sind von da an füreinander da.

Der Film basiert auf den französischen Roman “Die letzte Liebe des Monsieur Armand” („La douceur assassine“) von Françoise Dorner. Nachdem der Produzent die Rechte am Buch erworben hatte, wurde die Idee an die deutsche Drehbuchschreiberin und Regisseurin Sandra Nettelbeck („Helen“ (2009)) herangetragen. Doch um sich des Themas richtig annehmen zu können, musste der im Roman französische Witwer, im Film ein Amerikaner werden, der zwar schon lange Zeit in Frankreich lebt, aber die Sprache nicht spricht. So konnte sich Nettelbeck besser in die Geschichte und die Protagonisten hinein versetzen. Die Story selbst entfaltet sich ruhig und gemächlich. Die Wunden der beiden Protagonisten werden nach und nach aufgedeckt und der Film gewährt diesem Prozess viel Raum. Dabei entstand ein sensibles Charakterportrait, das sich fernab von Klischees bewegt. Doch leider entsteht auch im Verlauf des Films eine immer größere werdende Schwere, da die Probleme einfach nicht lösbar scheinen. Das Unbefangene und nur Portraitierende weicht nach und nach der reinen Problembewältigung. So entsteht ein unangenehmes Gefühl von Länge. Der Film ist sehr realistisch inszeniert. Nicht nur die Geschichte, sondern auch die Settings und die Aufnahmen von Paris geben ein authentisches Bild wieder. Paris zeigt sich hier nicht so, wie es üblicherweise in Komödien und Liebesfilmen dargestellt wird. Auch die herbstlichen Aufnahmen sind real und schön und bieten einen wundervollen Rahmen für die Geschichte. Es war den Filmmachern wichtig, dass es ein Schauspielerfilm bleibt und sich die Stadt nicht in den Vordergrund drängt. Die Fokussierung auf die Schauspieler ist gelungen. Die beiden Hauptdarsteller wurden perfekt für ihre Rollen ausgewählt. Michael Caine bringt für die Figur des Matthew alles mit und verfügt über genug Charisma, dass es die Anziehung der jungen Pauline erklären kann. Clémence Poésy als zierliche und doch sehr willensstarke Pauline ist in allen Facetten überzeugend und schafft es, neben Matthew auch die Zuschauer zu bezaubern.

Fazit: „Die letzte Liebe des Mr. Morgan“ ist ein sensibles und ohne Klischees auskommendes Portrait eines einsamen Witwers. Der ruhige Film findet die richtigen Bilder, um die Stimmung der Protagonisten einzufangen. Trotz einiger Storyschwächen kann der Film im Gesamtbild und mit seinen herausragenden Darstellern überzeugen.

by

Bilder © Senator Filmverleih