Monuments Men - Ungewöhnliche Helden

The Monuments Men (2013), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Action / Thriller
Kinostart Deutschland: - Verleih: 20th Century Fox

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Monuments Men - Ungewöhnliche Helden Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

THE MONUMENTS MEN beruht auf einer wahren Geschichte über eine der spektakulärsten Schatzsuchen: Eine Sondereinheit der Allierten wird während des Zweiten Weltkriegs von US-Präsident Franklin D. Roosevelt beauftragt, die größten Meisterwerke der Kunst aus den Händen der Nationalsozialisten zu befreien und an ihre rechtmässigen Besitzer zurückzugeben. Es ist eine schier unmögliche Mission: Die Kunstwerke befinden sich hinter den feindlichen Linien, die deutsche Armee hat den strikten Befehl alles zu zerstören, sollte das Dritte Reich untergehen. Wie kann die Gruppe von sieben Museumsdirektoren, Kuratoren und Kunsthistorikern, die sich alle mehr mit Michelangelo als mit einem M-1 Sturmgewehr auskennen, überhaupt auf Erfolg hoffen? In einem Wettlauf mit der Zeit sind die Monuments Men - wie man sie nannte – bereit, ihr Leben zu riskieren, um jahrhundertealte Kultur vor der Zerstörung zu bewahren.

George Clooney, Matt Damon und Cate Blanchett | mehr Cast & Crew


Monuments Men - Ungewöhnliche Helden - Trailer


MONUMENTS MEN - Trailer 2 Deutsch HD | Offizieller neuer deutscher Kinotrailer


DVD und Blu-ray | Monuments Men - Ungewöhnliche Helden

Blu-ray
Monuments Men - Ungewöhnliche Helden Monuments Men - Ungewöhnliche Helden
Blu-ray Start:
22.08.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 118 min.
DVD
Monuments Men - Ungewöhnliche Helden Monuments Men - Ungewöhnliche Helden
DVD Start:
22.08.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 114 min.

zur DVD Kritik

Filmkritik Monuments Men - Ungewöhnliche Helden

Filmwertung: | 4/10


Gewohnt eloquent, handzahm und den weiblichen Puls höher schlagen lassend hat George Clooney bei der gerade zu Ende gegangenen diesjährigen Berlinale seinen neuen Film "The Monuments Men" präsentiert und dabei von Journalisten öfters die Frage gehört, warum er diesen Film eigentlich gemacht habe. Warum man diesen Film sehen sollte, fragten sich beim Kinostart in den USA am ersten Wochenende viele, denn Clooneys Werk wurde mit lediglich 22,7 eingespielten Millionen Dollar von "The Lego Movie" mit seinen 69,1 geradezu deklassiert.

Bei allem Verständnis für die Skepsis gegenüber diesem etwas angestaubtem Thema, ist es doch ein bisschen unfair, denn es waren welthistorisch streng genommen nicht die Lego-Männchen, sondern eine Einheit aus Kunsthistorikern, Denkmalschützern, Künstlern, Archivaren und Museumsdirektoren, die am Ende des Zweiten Weltkrieges im Besitz der Nazis befindliche Kunstschätze ausfindig machen und der Welt wieder zur Verfügung stellen sollten. Diese von den Alliierten entsendete Truppe von Kunstschutzoffizieren, die sogenannten "Monuments Men", besteht in der filmischen Umsetzung stark eingedampft aus sieben Köpfen. Der Anführer dieser Gruppe Frank Stokes (George Clooney) begibt sich zusammen mit seinem Freund James Granger (Matt Damon) sowie fünf weiteren Kunstexperten auf diese Mission. Da sie jedoch von Kunst ungleich mehr Ahnung haben als vom Krieg, müssen sie sich an der Front erst zurechtfinden. Doch um jahrhundertealte Kunst vor der Vernichtung durch die Nationalsozialisten zu bewahren, sind sie bereit, ihr Leben zu riskieren.

George Clooney fungiert in "Monuments Men - Ungewöhnliche Helden" als Regisseur, Drehbuchautor, Produzent und Hauptdarsteller und hat mit Matt Damon, Bill Murray, John Goodman, Jean Dujardin, Bob Balaban, Hugh Bonneville und Cate Blanchett ein hochkarätiges Ensemble zusammengestellt, wovon böse Zungen behaupten, dass es das einzig Monumentale an dem Film sei. Die Präsentation des auf dem gleichnamigen Sachbuch von Robert M. Edsel basierenden Films auf der 64. Berlinale im Wettbewerb außer Konkurrenz kann als Referenz an die Region gesehen werden, in der Clooney ihn produziert hat. Bevor er im März 2013 mit den Dreharbeiten in Berlin und Brandenburg begann, wurden massenhaft Statisten gesucht, für letztlich über 10200 verzeichnete Komparsenauftritte, die man in der Fülle im fertigen Film aber nicht wahrnimmt. Dementsprechend groß war der Andrang bei den Casting-Terminen im Studio Babelsberg und womöglich nicht ganz so groß die Begeisterung, als die Drehanfragen kamen, um sich an bitterkalten Wintertagen ganztägig in 2.Weltkriegs-Optik stand-bye zu halten. Die Euphorie aller verband sich jedoch mit einer Erwartungshaltung, dass Clooney hier ein Werk erschafft, das Filmgeschichte schreiben würde. Schon bei Betrachtung des ersten Trailers dürften daran massive Zweifel aufgekommen sein.

Begeisterungsstürme löste "The Monuments Men" bei der Berlinale nicht aus, Kritiker befanden den Film bisweilen für brav und langweilig und es herrschte eine gewisse Ratlosigkeit darüber, was George Clooney samt seinem Schreib- und Produktionspartner Grant Heslov erreichen wollte und was dabei schief gegangen ist. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass das gefilmte Material für Verzweiflung im Schneideraum sorgte, strebt das Endprodukt schließlich an, eine amüsante Kriegskomödie sein zu wollen. Von einer so leichtfüßigen Umsetzung des Stoffes um diese verdiente Kunst-Taskforce war noch während der Produktion nichts zu vernehmen. Die wirklich monumentale Riege an Stars muss mangels dramaturgischer Substanz ihrer Rollen weit unter ihren Möglichkeiten zurückbleiben. Allen voran Cate Blanchett als französische Museumsmitarbeiterin in der Résistance, die selten so unterfordert war. Zum komödiantischen Gelingen hätte Bill Murray entscheidend beitragen können, doch jede Szene mit ihm verpufft, weil sein lakonischer Humor nicht recht zu diesem Thema passen möchte. Stattdessen versucht man den Humor etwa aus einer Szene zu generieren, als Matt Damon fatalerweise auf einer Landmine steht und alle ihn selten dämlich fragen, warum er das tut. Mag sein, dass der Zweite Weltkrieg vor dem Ende stand, aber so gechillt wie sich diese sieben Monuments Men durch die Kulissen bewegen, dürfte es 1945 kaum gewesen sein. Zugute halten muss man Clooney, dass der Film beim Schwenken der US-Flagge noch Maß hält, ansonsten aber hätte er dieses 70 Millionen-Budget lieber in wahre Kunst investiert.

Clooneys Kunstrettung ist so brav und langweilig, dass sie selbst gleich ins Museumsarchiv gehört. Der Film verschenkt Thema und schauspielerisches Potential und gibt stattdessen leicht verdaulichen Geschichtsunterricht auf Grundschulniveau.

by

Bilder © 20th Century Fox