Money Monster

Money Monster (2016), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Thriller / Drama
Kinostart Deutschland: - Verleih: Sony Pictures

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Money Monster Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

GEORGE CLOONEY spielt den TV-Moderator Lee Gates, der es durch seine erfolgreiche Finanzshow im Fernsehen zu einiger Berühmtheit gebracht hat. Er genießt den Ruf, das Geld-Genie der Wall Street zu sein. Doch nachdem er seinen Zuschauern eine High-Tech-Aktie empfohlen hat, deren Kurs anschließend auf mysteriöse Weise abstürzt, nimmt ein wütender Investor (JACK O’CONNELL) Gates, seine Crew und seine Star-Produzentin Patty Fenn (JULIA ROBERTS) Live on Air als Geisel. Der Film zeigt in Realzeit, wie Gates und Fenn verzweifelt versuchen, am Leben zu bleiben und gleichzeitig die Wahrheit hinter einem Netz aus Lügen rund um das „große Geld“ aufzudecken.

George Clooney, Julia Roberts und Jack O'Connell | mehr Cast & Crew


Money Monster - Trailer




DVD und Blu-ray | Money Monster

Blu-ray
Money Monster Money Monster
Blu-ray Start:
06.10.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 99 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Money Monster Money Monster
DVD Start:
06.10.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 95 min.

Filmkritik Money Monster

Filmwertung: | 7/10


Ein unachtsamer Moment und eine nicht ganz durchdachte Äußerung können schneller zum Verhängnis werden, als man denkt. Gerade im Bereich der öffentlichen Medien sollte man daher nicht jedes gesprochene Wort und jeden gutgemeinten Ratschlag für bare Münze nehmen. Und schon gar nicht darf man sich auf die Äußerung eines Moderators verlassen, wenn es sich um Spekulationen an der Börse handelt. Money Monster SzenenbildWie schnell man dadurch sein Vermögen verlieren kann und wie verheerend die Folgen sein können, zeigt Jodie Fosters Thriller „Money Monster“.

Solide inszeniert die Schauspielerin mit ihrem Film eine Unterhaltung auf hohem Niveau, wobei die Szenerie zunächst beschränkt wird. Der Zuschauer wird Zeuge einer Fernsehshow, in der George Clooney („The Ides of March“) als Showmaster und Börsenhai Lee Gates agiert. Mit lockeren Sprüchen moderiert er das Treiben an der Wall Street, dass vor allem die Großverdiener Hollywoods interessieren dürfte. Dass er mit seinen Ratschlägen, die nicht hundertprozentig ausgereift sind, die unerfahrenen Aktionäre auf die falsche Fährte lenkt, ahnt er zunächst nicht. Mit mächtig Trubel und amüsanten Aktionen preist er die Aktie des Jahrhunderts an. Als genau diese Aktie wenig später ins Minus stürzt, kommentiert dies Gates nur mit einem flotten Spruch. Erst, als der Kleinanleger Kyle Budwell (Jack O’Connell) bewaffnet in die Show stolpert und Gates auf seinen Fehler aufmerksam macht, wendet sich das Blatt. Plötzlich ist der zynische Moderator kleinlaut. Hilflos muss er sich eine Sprengstoffweste anlegen und um sein Leben bangen. Gates wird kurzerhand als Geisel genommen, um den zuständigen Chef der Aktienfirma vor die Kamera zu zerren, damit er öffentlich zu dem Kurssturz Farbe bekennt. Diese ganze verfahrene Situation wird von Showproduzentin Patty Fenn (Julia Roberts) live ausgestrahlt, wodurch auch die Mitbürger auf das Desaster aufmerksam gemacht werden.

Foster führt ihre Figuren als aalglatte Finanzhaie ein. Erst im Laufe der Geschichte wird deutlich, dass sie selbst nicht den Durchblick haben, den sie in der Show behaupten wollen. Die Handlung nimmt recht schnell an Fahrt auf und fügt Fakten und Daten zusammen. Wie einzelne Puzzlestückchen fügt sich die Handlung zusammen und lässt ein weitaus größeren Komplott erkennen, als ursprünglich erwartet. Stets mit der Kamera im Nacken sind nicht zur Gates und sein Kameramann mitten im Geschehen, sondern auch der Zuschauer befindet sich in unmittelbarer Nähe. Geschickt spielt Drehbuchautor Jamie Linden mit den Figuren, deren Handlungen zwar eine leicht durchgeknallte Note besitzen, im Großen und Ganzen aber nachvollziehbar erscheinen. Aber nicht nur das Vorhaben des allmählich durchdrehenden Kleinganoven wird thematisiert. Auch die Rolle und die Macht der Medien wird in den Fokus gedrängt. Die Zuschauer sind stets über die Lage der ungewöhnlichen Geiselnahme informiert, die sich schlussendlich in einem Fußmarsch quer durch die Stadt gipfelt. Money Monster SzenenbildTrotz der Dramatik, die sich in Realzeit zuspitzt, schlägt Foster keinen durchweg ernsten Ton an, sondern lässt auch Raum für einige humorvolle Momente. Immer wieder gelingt es Clooney die Situationen mit einem Spruch aufzuwerten, während die Spannung gehalten wird. Nicht nur die schauspielerischen Leistungen der Darsteller stimmen, sondern auch der Look. Die TV-Show ist fast unbemerkbar im Film verankert, was dem Ganzen eine interessante Note verleiht.

Das Finale gipfelt sich in einem erwarteten Ende, wobei der eigentliche Verlierer letztendlich zum Gewinner wird. Fosters Film verschmilzt zu einem realistischen Beitrag über Manipulation, Betrug und Korruption an der Wall Street.


Fazit:
„Money Monster“ ist ein spannender und interessanter Thriller über die dunklen Machenschaften an der Börse, die nicht nur die Finanzhaie ein immer größer werdendes Vermögen ermöglichen, sondern auch das Leben von Kleinaktionären binnen kürzester Zeit für immer erschüttern kann.
by

Bilder © Sony Pictures