Mission: Impossible - Rogue Nation

Mission: Impossible - Rogue Nation (2015), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Action / Thriller
Kinostart Deutschland: - Verleih: Paramount Pictures Germany

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Mission: Impossible - Rogue Nation Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Ethan Hunts fünfte Mission erweist sich als die vielleicht unmöglichste seiner langen und erfolgreichen Karriere als Geheimagent: Nachdem das Pentagon die IMF aufgelöst hat, ist er ohne jegliche Unterstützung der Regierung dem geheimnisvollen „Syndikat“ auf der Spur, das sich bald als sein bislang mächtigster Gegner erweisen wird. Denn die Gerüchte um eine gefährliche internationale Untergrundorganisation aus hoch qualifizierten Spezialagenten haben sich als bittere Realität erwiesen. Deren oberstes Ziel: die ehemaligen Mitglieder der IMF auszulöschen und durch skrupellose Anschläge eine neue Weltordnung zu schaffen. Um die gefährliche und hocheffiziente Terrororganisation aufzuhalten, muss Hunt sein einzigartiges Team versammeln. Hilfe bietet auch die geheimnisvolle Agentin Ilsa Faust an – doch als wie zuverlässig wird sie sich erweisen?

Tom Cruise, Jeremy Renner und Simon Pegg | mehr Cast & Crew


Mission: Impossible - Rogue Nation - Trailer


Mission: Impossible - Rogue Nation - Trailer


DVD und Blu-ray | Mission: Impossible - Rogue Nation

Blu-ray
Mission: Impossible 5 - Rogue Nation Mission: Impossible 5 - Rogue Nation
Blu-ray Start:
17.12.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 131 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Mission: Impossible 5 - Rogue Nation Mission: Impossible 5 - Rogue Nation
DVD Start:
17.12.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 126 min.

Filmkritik Mission: Impossible - Rogue Nation

Filmwertung: | 6/10


Tom Cruise spielt zum fünften Mal seine Paraderolle Ethan Hunt. Doch kann der neuste Ableger der „Mission Impossible“-Reihe an die Qualität seiner Vorgänger anknüpfen?

Für den fünften Teil der beliebten Agenten-Reihe ist Christopher McQuarrie (Jack Reacher, Drehbuch für „Edge of Tomorrow“) als Regisseur verpflichtet worden, der damit bereits zum wiederholten Mal mit Tom Cruise zusammenarbeitet.
„Mission Impossible: Rogue Nation“ feierte seine Weltpremiere am 23. Juli in Wien, wo im August 2014 die Dreharbeiten für den Thriller begannen. Anschließend wurde in Marrakesch, Agadir, Rabat, London, Monaco und Southampton Water gedreht. Das Budget für den Film soll bei gut 150 Millionen Dollar gelegen haben.

Minsk, Weißrussland: In einem Feld getarnt liegt Benji Dunn (Simon Pegg) und gibt dem eingespielten Team um Luther Stickell (Ving Rhames), William Brandt (Jeremy Renner) und Missionsleiter Ethan Hunt (Tom Cruise) Anweisungen. In einem Flugzeug soll Ethan eine Ladung sicherstellen. Dafür hängt er sich an das abhebende Flugzeug und gerät in Bedrängnis, da Benji die Tür erst sehr spät öffnen kann. Dann seilt sich Ethan überraschend leicht mit der Fracht ab. Bald findet er heraus, dass die Giftwaffen weit über den Möglichkeiten der Verbrecher waren. Wer steckt dahinter? Es ist Lane (Sean Harris), der Hunt betäuben und gefangen nehmen lässt. Die rätselhafte Ilsa Faust (Rebecca Ferguson) hilft Ethan bei der Flucht. Hunt muss untertauchen, da CIA-Direktor Hunley (Alec Baldwin) das IMF auflösen will. Doch auch im Untergrund arbeitet Ethan weiter und stößt immer tiefer in die Machenschaften einer Organisation mit dem Namen „Syndikat“ vor. Können er und sein Team Lane und dessen Schergen überführen?

Die Geschichte ist solide umgesetzt. Allerdings ist festzuhalten, dass „Rogue Nation“ nicht an die Klasse der anderen Teile heranreicht. Das liegt vor allem daran, dass die Charaktere keine Tiefe haben. Wie in den Vorgängern ist es auch hier so, dass der fünfte Teil ein eigenständiger Film ist, für den man die anderen Teile nicht zwingend gesehen haben muss. Das mindert diesmal aber stärker als je zuvor das Identifikationspotenzial mit den Figuren. Deshalb reißt der Film nicht vollends mit, da man sich mit den Charakteren nur bedingt identifizieren und ihre Handlungen nur teilweise nachvollziehen kann. Erschwerend kommt hinzu, dass wie immer der Bösewicht ausgetauscht wurde und traditionell auch die Hauptrolle der Frau und der Vorgesetzte von Ethan Hunt. So wird auch Ethans Frau Julia (Michelle Monaghan) mit keinem Wort erwähnt, überhaupt werden die anderen Teile fast schon totgeschwiegen. Auf kluge Anspielungen wartet der Zuschauer vergeblich. So lässt einen „Rogue Nation“ trotz der vorhandenen Qualität doch etwas enttäuscht zurück. Dabei ist die Storyline spannend, packend, bis auf das Ende nicht vorhersehbar und hat einige gute Wendungen zu bieten, die den Zuschauer bei der Stange halten. Außerdem überzeugt die Musikuntermalung, wo das eingängige und beliebte Theme von Lalo Schifrin wieder klug eingesetzt wurde. Des Weiteren sind die Locations schön und vielfältig, die Stunts sehr aufwendig und beeindruckend, auch wenn sie nicht an die herausragende Klasse von „Phantom Protokoll“, dem vierten Teil heranreichen. Das liegt auch daran, dass einige Effekte klar als solche erkennbar sind. Die Kameraführung ist hingegen zwiespältig. Teils dynamisch, teils unnötig unruhig und hektisch. Was den Film aber zum schwächsten Teil der Reihe macht, ist die Besetzung. Tom Cruise (Edge of Tomorrow, Collateral, Last Samurai) spielt seinen Stiefel zwar solide herunter, einige mimische Ausdrucksweisen wirken diesmal aber ebenso merkwürdig, wie bei Jeremy Renner (Hänsel und Gretel: Hexenjäger, Avengers 2: Age of Ultron, American Hustle), der in „Kill the Messenger“ bewies, was in ihm steckt und dass er viel mehr kann, als er hier zeigt.
Nach Emmanuelle Béart, Thandie Newton, Maggie Q, Michelle Monaghan und Paula Patton darf sich diesmal die relativ unbekannte Schauspielerin Rebecca Ferguson (Hercules, The White Queen) versuchen. Und sie liefert keine nachhaltig überzeugende Leistung ab, was den Film einige Wertungspunkte kostet. Selbst Simon Pegg (Star Trek, Star Wars Episode 7, Hectors Reise oder Die Suche nach dem Glück) ist nicht so unterhaltend wie sonst und auch Ving Rhames (Pulp Fiction, Con Air, Death Race 2) hat man schon besser gesehen. Immerhin sorgt Tom Hollander (Fluch der Karibik 2+3, Alles eine Frage der Zeit, Ein gutes Jahr) in seiner kleinen Rolle für einige Lacher und auch Simon McBurney (Magic in the Moonlight, Die Entdeckung der Unendlichkeit, Der letzte König von Schottland) kann überzeugen. Alec Baldwin (Still Alice, Blue Jasmine, Rock of Ages) spielt annehmbar. Wirklich stark ist vor allem Sean Harris (Erlöse uns von dem Bösen, Prometheus - Dunkle Zeichen, Harry Brown) als Bösewicht mit rauchiger Stimme und einem markanten, einprägsamen Gesicht. Der gute Freund von „Harry Potter“- Autorin Joanne K. Rowling sollte mit seiner starken Leistung endgültig in der ersten Riege der Charakterdarsteller angekommen sein.


Fazit:
Solider fünfter Teil der Mission Impossible-Reihe, der allerdings mehr Schwächen aufweist, als jeder andere Ableger der Reihe. Das Drehbuch bietet wenig Tiefgang und Identifikationspotenzial, die Action ist weniger beeindruckend als im vierten Teil und die Besetzung ist nicht perfekt ausgewählt worden. Dafür ist der Film unterhaltsam, kurzweilig und dank seiner Wendungen auch durchgehend spannend.
by

Bilder © Paramount Pictures Germany