Margos Spuren

Paper Towns (2015), USA
Laufzeit: - FSK: 6 - Genre: Fantasy / Abenteuer
Kinostart Deutschland: - Verleih: 20th Century Fox

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Margos Spuren Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Die geheimnisvolle Margo (Cara Delevingne) ist für Quentin (Nat Wolff) das begehrenswerteste Mädchen an seiner Schule. Für eine Nacht wird Quentins Traum wahr und die beiden ziehen um die Häuser. Am nächsten Tag ist Margo verschwunden – aber nicht ohne versteckte Hinweise zu hinterlassen. Die Suche nach ihr entwickelt sich für Quentin und seine Freunde zu einem aufregenden und spannenden Abenteuer, das sie quer durch die USA führt. Bei dem Versuch, Margo und ihr Universum zu verstehen, wachsen alle Beteiligten schnell über sich hinaus, und genau darin scheint die Lösung zu liegen…

Cara Delevingne, Nat Wolff und Halston Sage | mehr Cast & Crew


Margos Spuren - Trailer


Margos Spuren - Trailer


DVD und Blu-ray | Margos Spuren

Blu-ray
Margos Spuren Margos Spuren
Blu-ray Start:
03.12.2015
FSK: 6 - Laufzeit: 108 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Margos Spuren Margos Spuren
DVD Start:
03.12.2015
FSK: 6 - Laufzeit: 105 min.

Filmkritik Margos Spuren

Filmwertung: | 7/10


2014 verfilmte Josh Boone den Jugendbuchroman „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ des US-Autors John Green als einfühlsames Drama. Nach dem Erfolg des ersten Films, setzt Regisseur Jake Schreier („Robot & Frank“) den Erfolg mit Greens Coming-of-Age-Geschichte „Margos Spuren“ fort. Die Mischung aus Teenagerromanze, Detektivgeschichte und Roadmovie spricht nicht nur das jugendliche Zielpublikum, sondern auch das ältere Kinopublikum an. Zu verdanken ist das dem zweiundzwanzigjährigen Supermodel Cara Delevingne, die erstmals für das Kostümdrama „Anna Karenina“ an der Seite von Keira Knightley vor der Kamera stand. Delevingne schafft es, die mysteriöse Romanfigur Margo auf der Kinoleinwand zum Leben zu erwecken und mit einer offensiven sowie verletzlichen Seite zu präsentieren. Und dabei wird die Geschichte gar nicht aus ihrer Perspektive erzählt, sondern aus der des Nachbarjungen Quentin, gespielt von Nat Wolff.

Das jugendliche Lebensgefühl, das Green in seinem Roman beschreibt und einfühlsam für den Leser aufbereitet, weiß Jake Schreier ebenso präzise auf der Leinwand umzusetzen. Die Kamera ist nahe an ihren Figuren, die sich von der Kindheit verabschieden. Ohne viele Worte wird das Innenleben der jugendlichen Helden mit all ihren Ängsten und Sorgen an die Oberfläche gebracht. Humor und Komik gehen Hand in Hand mit traurigen Momenten des Selbstzweifels. Die Suche nach dem eigenen Sinn des Lebens wird ebenso elementar in Szene gesetzt, wie die Frage nach dem, was sich nach Beendigung der Schulzeit ereignen wird. Dabei wird immer wieder deutlich, dass die eigene Realität nicht zwangsläufig der, der anderen entsprechen muss. Und so verliert sich der Zuschauer gemeinsam mit dem naiven Quentin in einer Schwärmerei für Margo, die dessen Gefühle zu erwidern scheint. Der Regisseur spielt geschickt mit den Erwartungen der Zuschauer, die er immer wieder in eine andere Richtung lenkt, ohne sie zu enttäuschen. Sowie auch in der ersten Romanverfilmung ist in „ Margos Spuren“ die Freundschaft ein wichtiges Kernthema. Es geht um die ungewöhnliche Freundschaft zwischen einem schüchternden Jungen und seiner extrovertierten Nachbarin, die durch ein Abenteuer verbunden sind.

Bekannterweise kommen und gehen Freunde, aber nur wenige bleiben ein ganzes Leben lang. Dies muss auch Quentin immer wieder lernen, wenn er seine Freunde aus Kindertagen enttäuscht und verletzt und dennoch erkennt, dass sie ihm weiterhin den Rücken stärken. Das Schicksal führt das Leben der Highschool- Absolventen immer wieder zusammen und doch müssen sie selbst eine Entscheidung darüber treffen, wie sie ihren weiteren Weg beschreitet: getrennt oder als Einheit. Weil Quentin und Margo als Kinder die Leiche eines Selbstmörders fanden, besteht zwischen ihnen eine tiefe Verbindung. Während der Teenagerzeit droht diese zu zerbrechen und in einer unerwarteten Nacht wird die Verbindung neu geknüpft, was in einem regelrechten Gefühlschaos endet. Denn plötzlich fühlt sich Quentin wieder auf einer längst vergessenen Ebene mit Margo verbunden. Als sie weniger später verschwindet, erkennt er das Rätsel, das sie ihm hinterlassen hat und begibt sich ungeahnt aller Konsequenzen auf das Abenteuer seines Lebens. Auf der Reise werden die Teenager mit Erinnerungen an die Vergangenheit konfrontiert, wodurch sie ihre Gegenwart in einem neuen Licht betrachten können. Auf der Suche nach Margo verlieren banale Situationen und Erlebnisse ihre Bedeutung. Gleichzeitig wächst vor allem die introvertierte Hauptfigur über sich hinaus und entwickelt sich zu einer wahren Persönlichkeit, die mit ihrem Verhalten nicht mehr in die vorgefertigten Kategorien der Menschen in seinem Umfeld passt.

Nat Wolff, der bereits in „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ den krebskranken Isaac spielte, überzeugt auch als Quentin mit seiner zerbrechlichen und gleichzeitig willenstarker Persönlichkeit. Austin Abrams (HBO-Serie “Silicon Valley”), Halston Sage (“The Bling Ring”) und Newcomer Justice Smith können als Quentins Freunde der Geschichte Leichtigkeit und Witz verleihen. Die Geschichte von „Margos Spuren“ ist wenig originell, doch aufgrund der guten Besetzung funktioniert sie ohne Schnörkel und atemberaubender Momente und weiß den Roman, trotz kleiner Änderungen, bestens gerecht zu werden.


Fazit:
Mit „Margos Spuren“ entführt Jake Schreier das Kinopublikum auf eine Reise voller Mysterien über eine unberechenbare Freundschaft, die zwei junge Menschen über eine weite Entfernung miteinander vereint.
by

Bilder © 20th Century Fox