Mandela: Der lange Weg zur Freiheit

Mandela: Long Walk to Freedom (2013), Großbritannien / Südafrika
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Biographie / Drama
Kinostart Deutschland: - Verleih: Senator Filmverleih

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Mandela: Der lange Weg zur Freiheit Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Kaum ein anderer Mensch hat die Weltpolitik unserer Zeit so beeinflusst wie Nelson Mandela. Nun wird seine außergewöhnliche Lebensgeschichte mit dem Film MANDELA: Long Walk to Freedom (OT) zum ersten Mal auf die große Leinwand gebracht und spannt einen dramatischen Bogen von seiner Kindheit, der ersten großen Liebe und seinem beginnenden Kampf gegen die Apartheid bis zu seiner Amtseinführung als erster Präsident des demokratischen Südafrikas.
Bildgewaltig wird die zutiefst persönliche Geschichte eines Mannes porträtiert, der sich konsequent allen Widerständen entgegen stellt, um für ein besseres Leben in seinem Heimatland zu kämpfen. Noch während seiner 27-jährigen Haftstrafe auf der berüchtigten Gefängnisinsel Rykers Island stieg Nelson Mandela zum charismatischen Führer der Anti-Apartheid-Bewegung auf und zum weltweiten Symbol für friedlichen Widerstand. MANDELA: Long Walk to Freedom (OT) beschreibt die Entstehung einer modernen Ikone, die die Aufhebung der Rassentrennung und damit eine langersehnte politische Wende in Südafrika herbeiführte und ist gleichzeitig eine Liebeserklärung an einen Menschen, der durch seinen unermüdlichen Kampf für Freiheit, Gleichheit und Unabhängigkeit die ganze Welt verändert hat.


Idris Elba, Naomie Harris und Mark Elderkin | mehr Cast & Crew


Mandela: Der lange Weg zur Freiheit - Trailer


MANDELA - DER LANGE WEG ZUR FREIHEIT | offizieller deutscher Trailer


DVD und Blu-ray | Mandela: Der lange Weg zur Freiheit

Blu-ray
Mandela: Der lange Weg zur Freiheit Mandela: Der lange Weg zur Freiheit
Blu-ray Start:
05.09.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 147 min.
DVD
Mandela: Der lange Weg zur Freiheit Mandela: Der lange Weg zur Freiheit
DVD Start:
05.09.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 142 min.

Filmkritik Mandela: Der lange Weg zur Freiheit

Filmwertung: | 7/10


Nelson Mandela hat die Weltpolitik des 20. Jahrhunderts wie kein anderer Staatsmann beeinflusst, da er sich lebenslang für die Anti-Apartheidsbewegung einsetzte. In dem fünfzig Lebensjahren umfassenden Biopic „Mandela – Der Lange Weg zur Freiheit“ von Regisseur Justin Chadwick („Die Schwester der Königin“), werden die wichtigsten Stationen im Lebens dieses einzigartigen Menschen nachgezeichnet.
Das Biopic nimmt Bezug auf Nelson Mandelas (Idris Elba) Kindheit in Südafrikas, wo er unter dem Namen Madiba zum Anführer seines Clans erzogen wurde. Nach dem Verlassen seines Dorfes dominieren Erlebnisse wie der Mord eines Freundes durch die Hand von weißen Polizisten, die seine Haltung gegenüber der Politik prägen. Sein Kampf gegen die Unterdrückung der schwarzen Bevölkerungsmehrheit während seiner Mitgliedschaft beim ANC (African National Congress) und die daraus resultierende 27-jährige Haftstrafe nehmen den Hauptteil der Handlung ein. Außerhalb der Gefängnismauern führt seine zweite Frau Winnie (Naomie Harris) den Kampf gegen die Apartheit fort und offenbart den Zuschauern den Einblick in die diskriminierende Rassentrennung. Mandelas Ernennung zum schwarzen Präsidenten seines Landes 1993 erweist sich am Ende als Erfüllung der langen Reise zur Veränderung des politischen Systems.

Produzent Anant Singh, der selbst als indischer Einwohner von der Apartheidsregierung als „nicht-weißer“ Bürger eingestuft wurde, liegt die Biografie am Herzen. Im Jahr 1990 traf er Mandela persönlich kurz nach dessen Freilassung. 1995 vertraute ihm Mandela seine Biografie „Long Walk to Freedom“ zur Verfilmung an, die er während seiner Gefangenschaft auf Robben Island schrieb. Auf dieser Biografie basierend, porträtiert Justin Chadwick den persönlichen Lebensweg des Staatsmannes und blickt tief ins Leben des bewunderten Südafrikaners.
Das Drehbuch des zweifach Oscar-nominierten Autors William Nicholson widmet dem politischen Kampf dem Großteil der Handlung. Am Rande beäugt er Auswirkungen auf Mandelas Privatleben, das in schmerzhaften und gleichzeitig authentischen Bildern eingefangen wird. Da auch das Leben von Mandelas zweiten Frau Winnie fokussiert wird, teilt sich der Film zwischenzeitlich in zwei Geschichten, die unzertrennbar miteinander verflochten sind. Das Wechselbad ihrer positiven sowie negativen Erlebnisse ist konsequent in den opulenten Bildern der Biografie spürbar. Die Komplexität des fünfzig Jahre umfassenden Drehbuchs, das jedes noch so kleine Erlebnis Mandelas fast schon dokumentarisch beleuchtet, lässt im Mittelteil Längen aufkommen. Die einzelnen Kapitel wirken mitunter in ihrer Erzählweise abgehackt. Durch die sehr langen Gefängnisszenen verpasst der Film, Mandela als bedeutenden Mann in Szene zu setzen. Der Zuschauer nimmt nur am Rande die Visionen des wichtigen Mannes wahr, ohne sich davon beeindrucken zu lassen. Dabei kann die Performance der Darsteller durchaus überzeugen. Hautdarsteller Idris Elba („Pacific Rim“) charakterisiert souverän und energisch die Titelfigur und schafft es mit Mimik und Gestik all seine Zweifel und Schwächen in Szene zu setzen. Naomie Harris („Skyfall“) kämpft kraftvoll als Frau Winnie.
Trotz der kleinen Schwächen wird der biografische Epos von Justin Chadwick in die Geschichte eingehen und Mandela ehren, der am Tag der Londoner Vorab-Premiere am 5. Dezember 2013 in Johannesburg verstarb.

Fazit:
Ein bildgewaltiges Biopic über Nelson Mandela, die verstorbenen Ikone des Antirassismus, das seinen persönlichen sowie politischen Kampf in allen Einzelheiten aufbereitet.
by Sandy Kolbuch

Bilder © Senator Filmverleih