Man lernt nie aus

The Intern (2015), USA
Laufzeit: - FSK: 0 - Genre: Komödie
Kinostart Deutschland: - Verleih: Warner Bros.

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Man lernt nie aus Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

In „Man lernt nie aus“ übernimmt De Niro die Rolle des 70-jährigen Witwers Ben Whittaker, der sich den Ruhestand angenehmer vorgestellt hat. Um wieder etwas Sinnvolles zu tun, wird er Senior-Praktikant bei einer Mode-Website, die von Gründerin Jules Ostin (Hathaway) geleitet wird.

Auch der Rest der Besetzung bietet einen Querschnitt der Generationen: Rene Russo („Thor – The Dark Kingdom“), Anders Holm („Workaholics“), Andrew Rannells („Girls“), Adam DeVine („Pitch Perfect“), Celia Weston („Rezept zum Verlieben“), Nat Wolff („Das Schicksal ist ein mieser Verräter“), Linda Lavin („Wanderlust – Der Trip ihres Lebens“), Zack Pearlman („The Inbetweeners“), Newcomer Jason Orley und Christina Scherer („Living With Uncle Charlie“).


Robert De Niro, Anne Hathaway und Rene Russo | mehr Cast & Crew


Man lernt nie aus - Trailer


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DVD und Blu-ray | Man lernt nie aus

Blu-ray
Man lernt nie aus Man lernt nie aus
Blu-ray Start:
28.01.2016
FSK: 0 - Laufzeit: 121 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Man lernt nie aus Man lernt nie aus
DVD Start:
28.01.2016
FSK: 0 - Laufzeit: 117 min.

Filmkritik Man lernt nie aus

Filmwertung: | 7/10


Jung und alt gesellt sich gerne, wenn die Nähe aus freiwilligen Stücken gesucht wird. Werden jedoch verschiedene Generationen zwanghaft miteinander vereint, kann dies anfangs zu Auseinandersetzungen führen, die aufgrund verschiedener Meinungen entstehen. Doch im Laufe der Zeit zeigt sich meist, dass die Generationen voneinander lernen und von den Erfahrungen des jeweils anderen profitieren können.

Dass sich die Zusammenarbeit verschiedener Generationen durchaus auch im beruflichen Alltag lohnen kann, zeigt die liebenswerte Komödie „Man lernt nie aus“ von Regisseurin und Drehbuchautorin Nancy Meyers. Ganz im Stil ihrer Filme „Wenn Liebe so einfach wäre“ und „Was das Herz begehrt“ wirft Meyers erneut einen Blick auf das ungewöhnliche Zusammenleben von Mann und Frau. Das Leben älterer Bürger innerhalb der Gesellschaft und die Überforderung junger Businessfrauen sind ebenso Thema, wie die Eigenarten einer Beziehung. Mit Robert De Niro („Silver Linings“) und Anne Hathaway („Plötzlich Prinzessin“) hat die Filmemacherin ein Paar gefunden, das in humorvollen und nachdenklichen Momenten harmoniert und zu unterhalten weiß. Während De Niro in der Rolle des verwitweten Rentners Ben Whittaker das Berufsleben bereits hinter sich hat, steht Hathaway als Jules Ostin, Gründerin eine Mode-Website, mit beiden Beinen fest im Leben. Täglich reibt sich die junge Mutter zwischen ihrer Firma und ihrer Familie auf und stellt ihre eigenen Bedürfnisse hinten ran. Erst als sie von der Untreue ihres Mannes erfährt, schafft sie es ihren ungesunden Lebenswandel abzumildern und sich wieder auf die wichtigen Dinge des Lebens zu besinnen.

Meyers spielt bewusst mit den Klischees, die sie gekonnt verdreht. Sie stellt eine erfolgreiche junge Frau in den Fokus, die ihren Beruf als oberste Priorität sieht. Während ihr Ehemann den Haushalt führt und sich um die gemeinsame Tochter kümmert, kann Jules ungehindert ihre Karriere vorantreiben. Wie zu erwarten, kommt das Familienleben viel zu kurz und eine Trennung scheint sich anzukündigen. Anne Hathaway nimmt die Rolle an, die man normalerweise ihren männlichen Kollegen vorbehalten ist. Doch ähnlich wie in „Der Teufel trägt Prada“ funktioniert das Konzept bestens. Die Leitung der Mode-Branche wird in die Hände der starken Frauen gelegt, die ihren Mann stehen. Natürlich bekommt die überforderte Geschäftsfrau, deren Emanzipation allmählich zu Bröckeln droht, Hilfe von der männlichen Front zugeteilt. Anfangs wenig begeistert über den Praktikanten im hohen Alter, entwickelt sich schnell eine enge Vertrauensbasis zwischen Jules und Ben. Der Rentner fungiert als Vaterfigur und sorgt sich um seine überarbeitete Chefin, der er ganz selbstverständlich unter die Arme greift. Sowohl in beruflichen, als auch in privaten Fragen wird er zusehends zu ihrem Berater. Im Laufe des Films wachsen die unfreiwilligen Kollegen ganz natürlich zusammen. Meyers gelingt es, ihre Figuren in einer Art Symbiose zu vereinen, die mehr als liebenswert bebildert wird. Die Geschichte verläuft in erahnbaren Bahnen, liefert jedoch ausreichend Potenzial zur freien Entfaltung. Das Drama wird nur leicht am Rande angedeutet und schneller wieder abgewendet, als gedacht und auch die Anspielungen auf das Alter werden in sehr humanen Bahnen zelebriert. Das versöhnliche Ende stimmt den Zuschauer munter und entlässt ihn mit einem guten Gefühl ins eigene Alltagsleben.


Fazit:
Nancy Meyers Drama-Komödie „Man lernt nie aus“ verwöhnt den Kinobesucher mit einem Stück heiler Welt. Anne Hathaway und Robert De Niro harmonieren als ungewöhnliches Leinwandpaar mit Charme und Witz.
by

Bilder © Warner Bros.