Männer die auf Ziegen starren

The Men Who Stare at Goats (2010), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Drama
Kinostart Deutschland: - Verleih: Kinowelt

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Männer die auf Ziegen starren Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Als Reporter Bob Wilton (Ewan McGregor) den Soldaten Lyn Cassady (George Clooney) kennenlernt, stolpert er über die Story seines Lebens. Cassady behauptet, zu einer geheimen Militäreinheit namens "New Earth Army" zu gehören, deren Mitglieder Gedanken lesen, durch Wände laufen und sogar Ziegen durch Angucken töten können. Nun ist der Gründer des Programms, Bill Django (Jeff Bridges), verschwunden und Cassady ist auf einer Mission, ihn zu finden. Fasziniert von den Geschichten seines neuen Freundes schließt Wilton sich an - und gerät in ein haarsträubendes Abenteuer...

Ewan McGregor, George Clooney und Kevin Spacey | mehr Cast & Crew


DVD und Blu-ray | Männer die auf Ziegen starren

Blu-ray
Männer, die auf Ziegen starren Männer, die auf Ziegen starren
Blu-ray Start:
05.08.2010
FSK: 12 - Laufzeit: 94 min.

zur Blu-ray Kritik
Männer, die auf Ziegen starren - Blu Cinemathek Männer, die auf Ziegen starren - Blu Cinemathek
Blu-ray Start:
21.04.2011
FSK: 12 - Laufzeit: 94 min.

zur Blu-ray Kritik
Männer, die auf Ziegen starren - Steelbook Männer, die auf Ziegen starren - Steelbook
Blu-ray Start:
18.04.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 94 min.
DVD
Männer, die auf Ziegen starren Männer, die auf Ziegen starren
DVD Start:
05.08.2010
FSK: 12 - Laufzeit: 89 min.

zur DVD Kritik
Männer, die auf Ziegen starren (Steelbook Collection) Männer, die auf Ziegen starren (Steelbook Collection)
DVD Start:
17.03.2011
FSK: 12 - Laufzeit: 89 min.

zur DVD Kritik

Filmkritik Männer die auf Ziegen starren

Filmwertung: | 6/10


Für jeden Filmfreund kommt irgendwann die Zeit, wo ihn Filme nicht mehr überraschen können, sondern er sich sowohl bei der Handlung als auch der Bildsprache in andere Werke versetzt fühlt, doch glücklicherweise gibt es hin und wieder auch Ausnahmen, die versuchen eigene Wege zu gehen. So ein Fall ist „Männer, die auf Ziegen starren“, wie der abenteuerliche Titel schon vermuten lässt.

Dieser Film erfreut den Zuschauer mit skurrilen Charakteren und einer Handlung, an die man sich zwar erst gewöhnen muss, jedoch aufgrund ihrer Originalität schnell Freude findet. So schafft er es den geneigten Filmfreund nach anfänglichen schwierigen Minuten, bei denen man sich ein wenig orientierungslos vorkommt, schnell in seinen Bann zu ziehen und damit zu unterhalten.

Grund hierfür ist natürlich die abenteuerliche Geschichte, denn diese vereint sowohl das altbewährte Gut gegen Böse-Schema als auch eine Parodie auf das Militär, gemixt mit einem Hauch von X-Men und einem guten Schuss Hippie-Dasein. Klingt auf dem ersten Blick sehr kurios und so als würde es nicht zusammenpassen, doch merkwürdiger Weise trifft der Regisseur Grant Heslov, der sich für Filme wie „Congo“ und „True Lies“ verantwortlich zeichnet, genau den richtigen Mittelweg, sodass alles zwar außergewöhnlich wirkt, aber zu keinem Zeitpunkt zu Trash verkommt.

Leider muss man an dieser Stelle direkt ein mittelgroßes Problem anmerken, denn ist eine der Stärken des Films zwar der Ideenreichtum, der gut verpackt ist, bekommt man zum Ende hin leider das Gefühl, dass sich alle Beteiligten in der eigenen Idee ein wenig verloren haben und dementsprechend auch den roten Faden, der eigentlich zum knallenden Abschluss führen sollte. Das Ende selbst ist jedoch relativ unspektakulär und entlässt den Zuschauer mit einem Gefühl der Unzufriedenheit, da aufgrund des dramaturgischen Aufbaus viel mehr zu erwarten gewesen wäre. Leider raubt sich der Film einen positiven Abschluss, denn die letzten 15 Minuten wirken nicht wie ein Schiff was auf den Hafen hin steuert, sondern viel mehr wie ein Ruderboot, was auf dem Wasser treibt, ohne zu wissen, wo Land ist.

Selbst die durchweg hervorragende Schauspielerriege schafft es nicht dem Boot gegen Ende hin den richtigen Kurs zu vermitteln, obwohl sie bis dahin eine wirklich glaubhafte und bestechende Performance abliefern. Allein das Gespann Clooney („Syriana“)– McGregor („Die Insel“)sorgen für derartig viele Sympathie-Punkte beim Filmfreund, dass der Film ohne weiteres durch deren Leistungen getragen wird. Unterstützung erhalten sie jedoch noch von einem Jeff Bridges, der mit seiner schauspielerischen Darbietung nah an seinen Kult-Film „Big Lebowski“ herankommt, und auch Kevin Spacey („American Beauty“) trägt seinen Teil dazu bei. Alle vier Akteure sind lobend hervorzuheben, da sie ihre Rollen einen großen Facettenreichtum beibringen, sodass man über diese hochkarätige Besetzung wirklich nur froh sein kann.

Allerdings muss man auch erwähnen, dass dieser Film sich als Komödie ausgibt, aber wenige lustige Stellen hat und es im direkten Vergleich mit Filmen wie „Hangover“ sehr schwer hat. Dieses Werk als Komödie zu bezeichnen wäre daher vermessen, jedoch kann man ihm einen gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen, da er kaum langweilt und man dem Treiben auf der Leinwand gerne zuschaut. Das eine oder andere Mal ertappt man sich auch durchaus dabei, dass man Schmunzeln muss, jedoch sollte jedem Kinogänger klar sein, dass keine „Schenkelklopfer“ zu erwarten sind, sondern dass der Film eher von ruhiger, erzählender Natur ist.

Abschließend bleibt natürlich die Frage ob man diesen Film trotz seiner Schwächen weiter empfehlen kann und die Antwort lautet: JA! Der Film macht die ersten 80 Minuten zu viel richtig und die schauspielersiche Leistungen sind derart ansprechend und stellenweise herausragend gut, dass man sich diesen Film nicht entgehen lassen sollte. Wer also etwas mit zumindest einem der Hauptcharaktere anfangen kann oder Lust hat auf einer sich von der Masse abhebenden Militär-Parodie, der sollte das Kinoticket lösen. Jedoch sei an dieser Stelle erneut wiederholt, dass man kein Meisterwerk erwarten kann, da besonders der Kritikpunkt mit dem mittelmäßigen Ende schwer wiegt.

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Bilder © Kinowelt