Mademoiselle Populaire

Populaire (2012), Frankreich
Laufzeit: - FSK: 0 - Genre: Romanze / Komödie
Kinostart Deutschland: - Verleih: StudioCanal

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Mademoiselle Populaire Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Im Frühjahr 1958 will die hübsche Rose (Déborah François) mehr, als nur im Krämerladen ihres Vaters in der Normandie zu versauern. Sie träumt von der großen weiten Welt – oder zumindest vom Leben in der nächstgrößeren Stadt. Heimlich bewirbt sie sich bei Louis Echard (Romain Duris) für den Beruf, den sich jede Frau in den 50er Jahren wünscht: Sekretärin. Dafür ist sie zwar völlig unbegabt, bekommt die Stelle aber trotzdem, weil sie schneller tippen kann als Louis die Sätze zu Ende formuliert. Louis' sportlicher Ehrgeiz ist geweckt und er meldet Rose beim regionalen Schnellschreibwettbewerb an. Unter seiner strengen Aufsicht muss sie üben, üben, üben .... Und während Rose sich in Louis verliebt, träumt er davon, seinen Schützling zur schnellsten Frau des Landes – ach was – der ganzen Welt zu machen! Oder gilt seine Leidenschaft auch schon längst nicht mehr dem Wettbewerb alleine?

Romain Duris, Déborah François und Bérénice Bejo | mehr Cast & Crew


Mademoiselle Populaire - Trailer




DVD und Blu-ray | Mademoiselle Populaire

Blu-ray
Mademoiselle Populaire Mademoiselle Populaire
Blu-ray Start:
15.08.2013
FSK: 0 - Laufzeit: 111 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Mademoiselle Populaire Mademoiselle Populaire
DVD Start:
15.08.2013
FSK: 0 - Laufzeit: 106 min.

Filmkritik Mademoiselle Populaire

Filmwertung: | 8/10


In den 50er Jahren war der Beruf der Sekretärin der beliebteste Beruf unter jungen Frauen. Dadurch kam der neue Sport des Schreibmaschinen-Schnellschreibens in Mode. Der französische Regisseur Régis Roinsard schuf auf Grundlage dieser speziellen Sportart den romantischen und amüsanten Film „Mademoiselle Populaire“ (Originaltitel: „Populaire“, Frankreich, 2012).

Rose Pamphyle (Déborah Francois) träumt von einem, von ihren Vater unabhängigen Leben, in der nächsten größeren Stadt. Deshalb bewirbt sich bei Louis Echard (Romain Duris) als Sekretärin. Ihre einzige vorzeigbare Stärke für diesen Beruf ist das rasante Tippen mit nur zwei Fingern. Louis erkennt ihr Potential und stellt sie ein. Aber um ihren Job behalten zu können, muss sie mit ihm als Trainer an Schnellschreib-Wettbewerben teilnehmen. Nach dem ersten missglückten Versuch bleibt ihnen ein Jahr um sie für die Meisterschaft fit zu machen. In dieser Zeit entwickelt Rose neben ihrem Können auch amouröse Gefühle für Louis, wogegen er sie nur als Schützling sieht.

Die Idee des Drehbuchs entwickelte der Regisseur Régis Roinsard, nachdem er eine Dokumentation über Schreibmaschinen gesehen hatte. Zusammen mit den Autoren Daniel Presley und Romain Compingt schuf er das komplette Drehbuch. Mit diesem Film gibt er sein Kinodebüt. Die erzählte Geschichte ist erfrischend neu. Auch die innenwohnende Liebesgeschichte fügt sich nicht jedem Klischee und kann mit teils überraschenden Wendungen aufwarten. Zusätzlich zu dem romantischen Teil des Films, wird auch noch die Geschichte der Emanzipation der Frauen in dieser Zeit erzählt. Auch wenn ein Happy End (hier sogar glücklicherweise) unvermeidlich ist, ist die gesamte Story spannend und unterhaltsam. Eine besondere positive Wirkung hinterlässt auch die Ästhetik des Films. Der französische Stil der 50er Jahre wurde perfekt eingefangen, aber zusätzlich noch modernisiert. So wirkt die Komödie frisch, obwohl sie in einer vergangenen Zeit spielt. Die Musik, die ausgewählten Lieder sowie der selbstkomponierte Score von Rob & Emmanuel d’Orlando, sind passend arrangiert und verbreiten zusätzlich noch gute Laune. In dem Komödien-Genre ist besonders wichtig, dass die beiden Hauptfiguren treffend ausgewählt wurden. Bei diesem Film ist die Besetzung perfekt gelungen. Roman Duris (bekannt aus „Der Auftragslover“ (2010) & „So ist Paris“ (2008)) stellt den schwer zu durchschauenden Echard mit dem richtigen Charisma dar. Aber vor allem die Besetzung der Rose mit Déborah Francois (bekannt aus „Das Mädchen, das die Seiten umblättert“ (2006) & „C’est la vie – So sind wir, so ist das Leben“ (2008)) ist äußert treffend gewählt. Sie schafft es allen Gefühlen der Rolle Ausdruck zu verleihen und überzeugt als selbstbewusste Frau genauso wie als verliebtes Mädchen. Auch die Nebenrollen wurden passend besetzt. Dabei glänzt vor allem Bérénice Bejo als Marie, die einst die große Liebe von Louis war.

Fazit: „Mademoiselle Populaire“ ist eine stimmige Wohlfühl-Komödie, welche die Ästhetik der 50er ansprechend idealisiert und umgesetzt hat. Indem die Liebesgeschichte in diesen ungewöhnlichen Rahmen eingebettet wurde, wurde ein außergewöhnlicher, süßer und humorvoller Film geschaffen.

by

Bilder © StudioCanal