Love And Other Drugs - Nebenwirkung inklusive

Love And Other Drugs (2010), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Komödie
Kinostart Deutschland: - Verleih: 20th Century Fox

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Love And Other Drugs - Nebenwirkung inklusive Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Maggie (Anne Hathaway) ist ein Freigeist, der sich von nichts und niemanden einengen lässt. Dann jedoch trifft sie Jamie (Jake Gyllenhaal), ihren Seelenverwandten, dem es mit seinem beharrlichen und unnachahmlichen Charme gelingt, sich zum einen bei den Frauen und zum anderen in der skrupellosen Pharmaindustrie zu behaupten. Ihre neue Beziehung trifft beide vollkommen unerwartet und sie kommen zu der Erkenntnis, dass es im Leben nur eine ultimative Droge gibt – die Liebe.

Jake Gyllenhaal, Anne Hathaway und Judy Greer | mehr Cast & Crew


Love And Other Drugs - Nebenwirkung inklusive - Trailer




DVD und Blu-ray | Love And Other Drugs - Nebenwirkung inklusive

Blu-ray
Love and Other Drugs - Nebenwirkungen inklusive Love and Other Drugs - Nebenwirkungen inklusive
Blu-ray Start:
13.05.2011
FSK: 12 - Laufzeit: 112 min.
DVD
Love and Other Drugs - Nebenwirkungen inklusive (inkl. Digital Copy) Love and Other Drugs - Nebenwirkungen inklusive (inkl. Digital Copy)
DVD Start:
13.05.2011
FSK: 12 - Laufzeit: 108 min.

zur DVD Kritik

Filmkritik Love And Other Drugs - Nebenwirkung inklusive

Filmwertung: | 6/10


Love and other drugs – Nebenwirkung inklusive wurde wie ein kompliziertes Heilmittel aus diversen ‚filmmedizinisch’ erprobten Essenzen zusammengesetzt:
Grundlage ist das Sachbuch „Hard Sell: The Evolution of a Viagra Salesman“ von Jamie Reidy, welches für den Film zu gleichen Teilen mit einer kräftigen Dosis „Sweet November“ und „Love Story“ angemischt wurde. Herausgekommen ist ein ‚Medikamentencocktail’ aus romantische Komödie, Drama, Lovestory und Sozialsatire, wie Mit-Produzent Pieter Jan Brugge selbst die Inhaltsstoffe des Films aufzählte. Aber auch gesunde Arzneien können im Überfluss ein paar zu viel des Guten sein.

Die Handlung – Ende der 90er Jahre angesiedelt - ist schnell erzählt: Jamie Randall (Jake Gyllenhaal, „Prince of Persia – der Sand der Zeit“, „Zodiac – Die Spur des Killers“) ist ein junger Sonnyboy, der ein unabhängiges Leben mit zahlreichen amourösen Abenteuern und ohne besonderen Herausforderungen oder gar Verantwortung führt. Durch seinen aufdringlichen, sich durch extremer Beharrlichkeit auszeichnendem Charme wickelt er kaum nachvollziehbar scheinbar jede Frau um den Finger. Gerne würde er sich weiter so treiben lassen, wenn da nicht der Wunsch nach dem großen Geld wäre. Beruflich legt er aber wenig Ehrgeiz an den Tag. Als die Pharmaindustrie erstmals damit beginnt, Medikamente durch aggressive Werbung zu vermarkten und für die Kundenanwerbung einen Stab Außendienstpersonal benötigt, wittert Verkaufstalent Jamie seine Chance. Er springt auf den lukrativen Zug auf und lässt sich zum Pharmavertreter ausbilden. Jamie ist ein echter Verkäufertyp, der nach einigen Anfangsschwierigkeiten über das weibliche Personal den richtigen Draht zu den Kunden entwickelt, sich allerdings hauptsächlich selbst verkauft. Doch dann trifft er Maggie.

Maggie (Anne Hathaway „Valentinstag“, „Get Smart“) als Jamies Seelenverwandte zu bezeichnen, ist eine offensichtliche Fehldiagnose. Denn die junge Frau, die zwar den gleichen lockeren Lebensstil wie Jamie an den Tag legt, handelt aus völlig anderen und tiefgründigeren Motiven.
Maggie läuft Jamie in einer Arztpraxis über den Weg, die sie als Patientin aufsucht. Die 26jährige leidet unter der Parkinson-Krankheit. Noch befindet sie sich im 1. Stadium dieser schweren Krankheit und deren Symptome sind noch nicht sehr auffällig. Wohl der Grund, warum sich Jamie zu Anfang ihres Kennenlernens darüber auch keine sonderlichen Gedanken macht und Maggie hartnäckig umwirbt. Die scheinbar lebenslustige und fröhliche junge Frau versteckt aufgrund ihrer Krankheit tief in ihren Inneren eine schwere Bindungsangst. Unbewusst ist ihr klar, dass sie früher oder später auf die Hilfe und Fürsorge eines anderen angewiesen sein wird und will dies niemanden zumuten.
Trotzdem gibt Maggie ihre anfänglich ablehnende Haltung Jamie gegenüber schnell auf, bewahrt aber eine gewisse Distanz indem sie mit ihm nur eine rein sexuell orientierte Beziehung eingeht. Ein Zustand mit dem beide sehr zufrieden sind bzw. in Maggies Fall, zu sein scheint. Eine Zeitlang versuchen sie verzweifelt, sich nicht ineinander zu verlieben und auf eine tiefere Beziehung einzulassen. Jamie, um nicht erwachsen werden zu müssen und Maggie aus Angst, sich von jemanden abhängig zu machen. Doch ihre Gefühle füreinander lassen sich nicht auf Dauer unterdrücken.
Die Romanze wird umhüllt mit den recht unterhaltsamen Episoden von Jamies beruflicher Entwicklung, der, als die Viagra-Pille auf den Markt kommt, seine Kunden im Sturm erobert.

Die Verantwortlichen von Love and other drugs – Nebenwirkung inklusive, allen voran Regisseur, Produzent und Mitautor Edward Zwick („Unbeugsam – Defiance“), legten mehr wert auf die Übertragung von Jamie Reidy’s Lebensgefühl als Pharmavertreter und ein paar seiner Erlebnisse, als auf eine werkgetreue Adaption. So verknüpften sie Reidy’s Geschichte mit einer Liebesstory um die kranke Maggie. Trotz aller Mühen ist diese künstliche Verbindung leider deutlich zu spüren. Ein Genre-Schwerpunkt, entweder auf witzige Sozialsatire oder auf ernsthaften Liebesdrama, hätte dem Film gut getan und ihm mehr Tiefe verliehen. So ist der Film eine nette Unterhaltung mit angedeuteten Botschaften - nur nicht zu viel Drama (und dafür mehr von der ansehnlichen, halbnackten Anne Hathaway), damit die weiblichen Zuschauer diese romantische Komödie Begleitung ihrer Männer sehen können.

by

Bilder © 20th Century Fox