Lightyear

Lightyear (2022), USA
Laufzeit: - FSK: 6 - Genre: Animation / Komödie
Kinostart Deutschland: - Verleih: Walt Disney

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Inhalt

Der junge Space Ranger Buzz Lightyear will hoch hinaus! Mit seinem Spaceshuttle startet er, um die unendlichen Weiten des Weltraums zu erkunden. Leider klappt das aber nicht ganz so, wie er sich das vorgestellt hat und er strandet mit seiner Crew auf einem fremden Planeten. Um von dort wieder wegzukommen, setzt er so einige Raumschiff-Hebel in Bewegung. Doch leider gibt es immer neue Überraschungen, die seine Mission gefährden. Und als wäre das nicht genug, ist er auch noch mit einem etwas chaotischen Haufen Anfänger unterwegs, die die Sache zusätzlich erschweren - findet jedenfalls Buzz. Aber wenigstens auf Sox ist immer Verlass! In Gestalt einer Katze weicht ihm sein etwas abgebrühter, cleverer Begleitroboter nicht von der Seite und hat für jede Lebenslage tolle Tipps parat. Wird also schon schief gehen, oder?



Lightyear - Trailer




Filmkritik Lightyear

Filmwertung: | 8/10


Im Jahre 1996 erschien der erste Film der PIXAR Studios, ein Werk, das noch bis heute Kultstatus besitzt und mit dem viele Menschen aufgewachsen sind. Damals stand die Cowboypuppe Woody im Mittelpunkt, ein Held, der alles hatte und sich im Mittelpunkt des Kinderzimmers gesonnt hat. Als jedoch der Raumfahrer Buzz Lightyear und damit eine noch bessere Actionfigur erschien, war es mit der Sonne vorbei. Woody fing sofort an ihn zu hassen, doch alle anderen Spielzeuge, ihr Besitzer Andy und seine Freunde liebten Buzz und konnten nicht genug von ihm bekommen. Die Menschen kannten ihn aus dem Kino und wollten seine Abenteuer unbedingt nacherzählen. Bis heute haben wir aber in der Realität diesen Film nicht zu Gesicht bekommen. Nun ist aber der Tag gekommen, wo auch wir in diese Freude kommen. Im Kern geht es hier um eine Gruppe Spaceranger, die auf einem fremden Planeten stranden und diesen gerne so schnell wie möglich verlassen würden, leider funktioniert das nicht wie geplant und ihre Zeit auf fremden Boden wird sehr viel länger. Ihnen bleibt nur die Möglichkeit mit Lichtgeschwindigkeit zu reisen, jedoch ist dies mit ihren Mitteln unmöglich und erfordert viele Tests. Dabei bemerken sie schnell, desto mehr sie forschen, umso näher kommt ein Schurke der Buzz schon in der Hauptreihe das Fürchten gelehrt hat.

Szene aus Lightyear
Szene aus Lightyear © Disney/Pixar
Die erste Stärke ist die Tatsache, dass man es sich wieder zutraut und eine PIXAR Produktion auf die Kinoleinwand bringt. Dieser Film ist dort am besten aufgehoben, hat große Bilder und ist ein buntes, actionreiches und unterhaltsames Abenteuer. Es gibt ordentlich Fanservice und die Fans der Hauptreihe werden vieles erkennen, was sie die letzten Jahre lieben gelernt haben. Das liegt besonders an der zweiten Stärke und der Tatsache, dass das Studio den Spaceranger einfach nur perfekt umgesetzt hat. Jede noch so kleine Bewegung, jeder Gedanke und jede Charaktereigenschaft in den vier Teilen hat man auf diese neue Figur übernommen und wird man wiedererkennen. Schnell ist klar, wer das Vorbild des Spielzeuges gewesen ist und wieso er sich die ganze Zeit verhalten hat, wie er es getan hat. Er denkt, er ist der Beste und braucht keine Hilfe. Er kann alles alleine und jeder Mitschreiter ist nur Ballast. Er hat seine Mission und möchte diese umsetzen, ganz egal wen er dafür opfern muss und trotzdem hat man hier eine neue Figur geschaffen und es fällt wirklich nicht schwer diese auch, als Solche zu betrachten. Das liegt besonders daran, dass man aus einem bestimmten Twist sofort mit Buzz mitfühlen kann und er sehr viel emotionaler wird als das Original. So könnte mancher auch nach wenigen Minuten eine Träne verdrücken und das ist das Tolle. Jeder Film des Studios hat einen Twist und wird an einer Stelle emotionaler, aber es ist schön, dass man sich das - trotz der Wichtigkeit - für das fertige Produkt aufbewahrt und nicht im Vorfeld verraten hat. Damit Buzz die Teamarbeit lernen kann, bekommt er hier auch ein Team zusammengestellt und die Hälfte davon war wirklich zu einseitig, uninteressant und tatsächlich störend. Man hätte auf sie gut verzichten können. Doch die andere Hälfte besteht aus einer Frau mit einer guten Hintergrundgeschichte und einer unfassbar sympathischen Katze.

Szene aus Lightyear
Szene aus Lightyear © Disney/Pixar
Diese ist so amüsant und toll, dass es sicherlich nicht lange dauern wird, bis man auch sie als Spielzeug kaufen kann. Sie ist nämlich tolles Merch. Es kommt aber neben der Hauptfigur auch ein sehr bekannter und beliebter Schurke zurück. Es ist Zurg, den man schon überall sehen kann und tatsächlich ist der Roboter das große Böse. Er sieht ebenfalls anders aus als seine Spielzeugversion und doch kann man auch ihn hier wieder erkennen. Er ist schön fies und wird Fans glücklich stellen. Jedenfalls bis zu seiner Hintergrundgeschichte und das ist der größte Fehler, den man hätte machen können und da ist klar, dass es dem Produktionsteam zwar wichtig war, die Titelfigur bis ins kleinste Detail exakt umzusetzen, doch sie sich nochmal "Toy Story 2" hätten anschauen sollen. Da gab es eine Anspielung an einen sehr beliebten Science-Fiction-Film und das war damals zwar nur ein Spaß, trotzdem hätte man diesen nicht machen dürfen, wäre "Lightyear" tatsächlich früher herausgekommen. Den Meisten wird das Problem aber sicherlich nicht auffallen, aber als großer Fan kann es einen wütend machen.

Fazit:
Abgesehen einiger weniger Schwächen ist Lightyear wirklich ein perfekter Film. Zugegebenermaßen hat niemand danach gefragt und doch kann man nun wirklich froh sein, dass es diese Geschichte gibt. Buzz bekommt sehr viel mehr Tiefgang als seine Spielzeugversion. Es gibt viele Wendungen, ein buntes Abenteuer, die Trailer haben nicht alles verraten und eine Sache steht fest: Man hat danach wirklich Lust sich die Actionfigur zu kaufen! Perfekte Werbung!
by Peter Brauer

Bilder © Walt Disney


Cast und Crew

Stimme:
Tom Wlaschiha, Aminata Belli

Regisseur:
Angus MacLane

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