Lakeview Terrace

Lakeview Terrace (2008), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Thriller
Kinostart Deutschland: - Verleih: Sony Pictures

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Lakeview Terrace Filmplakat

Inhalt

Lakeview Terrace ist die perfekte Wohngegend für Yuppie Chris (Patrick Wilson) und seiner schwarzen Frau Lisa (Kerry Washington). Ihr neuer Nachbar ist der verwitwete afroamerikanische Polizist Abel Turner (Samuel L. Jackson). Was anfangs wie der nette Nachbar aussieht, entpuppt sich bald als psychotischer Kontrollfreak, der mit allen Mitteln versucht das Paar aus ihrem neuen Haus zu vergraulen. Das Unterfangen nimmt eine tragische Wendung als Turners Pläne aus dem Ruder laufen.

Samuel L. Jackson, Patrick Wilson und Kerry Washington | mehr Cast & Crew


Filmkritik Lakeview Terrace

Wer so einen Nachbarn hat, braucht keine Feinde mehr. Turner ist ein Rassist und Kontrollfreak. Alles muß nach seiner Pfeife tanzen und jeder soll in seinem ihm zugehörigen Bereich bleiben. So mag er die Ehe der neuen Nachbarn, mit Chris als Weißem und Lisa als Afro-Amerikanerin, überhaupt nicht gutheißen. Jedoch schafft es der Regisseur hervorragend den Rassismus in Zügeln zu halten.
Der Film lebt von seinen Darstellern, allen voran Jackson, der den arschigen Nachbarn perfekt herüberbringt und man sich selber überlegt, was man tun würde, wenn dir so ein Kerl soetwas antun würde. Das Wort Rücksicht gibt es bei ihm nicht. Harmlos angefangen bei Scheinwerfern die direkt auf das Nachbarhaus gerichtet sind, bis hin zu dem Willen das Paar zu entzweien. Dabei macht er sich seinen Beruf als Cop gut zunutze. "Seien sie froh das ein Cop direkt neben ihnen wohnt". Patrick Wilson und Kerry Washington bringen das Opferpaar grandios rüber. Wilson ist Jackson in seiner Rolle als Berkeley-Absolvent und Bürohengst total unterlegen und muß darum kämpfen vor seiner Frau nicht als Memme dazustehen.
Der Film greift das Thema Rassismus auf, was es ja offiziell in Amerika nicht mehr gibt, aber dennoch bei Vielen tief verwurzelt ist. Daran wird auch der Film leider nichts ändern, soll aber kein Vorwurf sein, sondern nur mal eine Tatsache.
Was anfängt wie ein Nachbarstreit, entwickelt sich im Laufe des Films soweit, das man als Zuschauer einen ebenso großen Hass auf Turner entwickelt, wie es die Protagonisten tun. Wer hätte ihn gegen Ende des Films nicht auch mal liebendgerne richtig einen in die Fresse hauen wollen? Was als Drama beginnt, wird gegen Ende eher zu einem Thriller, bei dem man nie vorrausahnen kann was als Nächstes passiert. Je bedrohlicher die Feuer im Umland werden, desto gefährlicher wird auch Turner, bis es schließlich richtig Kracht.
Grandios gespieltes Drama, das durch seine Atmosphäre besticht, aber aufgrund des überspitzen Endes dann doch nicht den Mut zu einem Meisterwerk hat.
by Stephan

Bilder © Sony Pictures