Krampus

Krampus (2015), USA
Laufzeit: - FSK: 16 - Genre: Horror / Fantasy
Kinostart Deutschland: - Verleih: Universal Pictures Intl.

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erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Weihnachten mit der Familie – für Max (Emjay Anthony) ist das kein Spaß, denn von Harmonie und Freude ist bei seiner Familie wenig zu spüren. Als er seinen Glauben an das himmlische Fest verliert und sich abwendet, ahnt er nicht, dass dies den Zorn des Krampus weckt.
Die Hölle bricht los, als die beliebten Figuren und Symbole der Weihnachtszeit als Monster zum Leben erweckt werden. Und so wird Weihnachten für Max und seine Familie tatsächlich zum Horror. Statt um Geschenke und Gezänk geht es für sie plötzlich ums pure Überleben – und das kann ihnen nur gelingen, wenn sie gegen Krampus zusammenhalten.
Der Dämon Krampus und seine nichtsnutzigen Untergebenen wurden mit den vereinten Kräften von Weta Workshop und Weta Digital erschaffen, die beide für ihre Arbeit an den „Herr der Ringe“- und „Der Hobbit“-Trilogien, an „King Kong“ sowie anderen Filmen bekannt sind.


Adam Scott, Toni Collette und David Koechner | mehr Cast & Crew


Krampus - Trailer


Krampus - Trailer


DVD und Blu-ray | Krampus

Blu-ray
Krampus Krampus
Blu-ray Start:
28.04.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 97 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Krampus Krampus
DVD Start:
28.04.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 94 min.

Filmkritik Krampus

Filmwertung: | 6/10


Wie jedes Jahr starten im Winter viele Weihnachtsfilme. Doch besonders fröhlich ist Krampus, den Universal Pictures am 03.12.2015 in die Kinos bringt, nicht. Denn hierbei handelt es sich um keinen netten Film für die ganze Familie, sondern letztlich um einen schaurigen Fantasy-Horrorfilm, der als lustige Familienkomödie beginnt, sich jedoch zu einem düsteren Überlebenskampf an Heiligabend entwickelt.

Für Max wird Weihnachten jedes Jahr ein kleines Stück schlimmer. Von seinen Cousinen wird er wegen seinem Glauben an den Weihnachtsmann gehänselt. Darüber hinaus gibt es viele Streitigkeiten innerhalb der Familie. Ein harmonisches Weihnachtsfest sieht anders aus. Max, so sensibel und verzweifelt ihn die unschönen Weihnachtsfeiern der letzten Jahre machten, verliert den Glauben an Weihnachten und zerreißt dabei seinen Brief an den Weihnachtsmann, wo er seine Wünsche formulierte. Doch dies hat schwerwiegende Folgen. Das Ungeheuer namens Krampus macht sich mit seinen Helfern auf den Weg zur Familie, bringt einen heftigen Schneesturm mit sich, der einen Stromausfall zur Folge hat und möchte sich für die Unartigkeit, nicht an den Weihnachtsmann zu glauben, an der Familie rächen.

Der Film kommt mit einer gehörigen Portion 80er – Jahre Charme daher. Es sind viele praktische Spezialeffekte eingesetzt worden – beispielweise sind viele Helfer des Krampus‘ Puppen und keine computeraniminierten Figuren. Etwas was man heutzutage selten zu sehen bekommt, hier aber gut umgesetzt wurde. Denn technisch und optisch ist der Film einwandfrei inszeniert. Die Effekte sind gelungen, die Figur des Krampus macht einen wirklich bösen Eindruck und besonders die Szenen nachts im Schneesturm sind mit der Kamera toll eingefangen worden. Schauspielerisch gibt es wenig zu bemängeln, andererseits war dies für Schauspieler wie Toni Collette (Little Miss Sunshine, The Sixth Sense) keine große Herausforderung. David Koechner, der den meisten Kinobesucher als Reporter an der Seite von Will Ferrell in den Anchorman – Filmen bekannt ist, bringt hier mit zynischen Kommentaren den Zuschauer zum Lachen. Dabei spielt er die stereotypische Figur des republikanischen Waffennarrs Howard sehr überzeugend. Insgesamt sind die ersten 20 bis 30 Minuten äußerst humorvoll geworden. Conchata Ferrell, die mit ihrer Rolle als Haushälterin Berta in der erfolgreichen Sitcom Two and a Half Men berühmt wurde, macht ihre Sache als unbeliebte und schlecht gelaunte Tante Dorothy sehr gut. Nach einer halben Stunde wechselt der Film praktisch zum Fantasy-Horrorgenre. Zu lachen gibt es immer weniger, was schade ist, denn zu Beginn hat er als Komödie mit Koechner und Ferrell äußerst stark funktioniert. Zwar ist er als Fantasy-Horrorfilm später ebenfalls gelungen, doch ihm fehlt grundsätzlich die Balance. Regisseur Michael Dougherty schafft es nicht Elemente aus dem Comedy-Genre ins weitere Geschehen einzubauen. So nimmt die Gag-Dichte rapide ab. Mit zunehmender Lauflänge wirkt der Film auch inhaltlich überladener. Es werden immer mehr Fantasy-Figuren eingebaut, mehr Effekte, mehr Kämpfe. Doch mehr ist nicht immer besser, so entartet das Ganze bei manchen Szenen in leicht trashige Dimensionen. Von den humorvollen Dialogen bleibt am Ende nicht mehr viel übrig.

Man ist sich auch nicht ganz sicher, welche Zielgruppe dieser Film letzten Endes ansprechen soll. Für die kleinen Kinder oder auch für Zuschauer im jüngeren Teenageralter ist er nicht gedacht. Krampus ist mit einer Jugendfreigabe von 16 Jahren für Kinder zu düster, für Erwachsene aber wiederum nicht ausreichend gruselig. Der Streifen bleibt zwar durchgehend unterhaltsam und ist sehr kurzweilig, doch etwas weniger Horror und mehr Komödie, gepaart mit den ohnehin gelungenen Fantasy-Elementen in der zweiten Hälfte, hätten dem Film gut getan.


Fazit:
Krampus bietet kurzweilige und teils sehr lustige Unterhaltung und zeichnet sich durch viele gelungene praktische Effekte aus. Mit fortschreitender Dauer verliert der Film die Balance zwischen Horror und Komödie. Eine lustige Komödie in der ersten halben Stunde. Ein visuell gut umgesetzter Fantasy-Horrorfilm im zweiten und letzten Drittel. Beides gleichzeitig ist er aber leider zu keinem Zeitpunkt wirklich.
by

Bilder © Universal Pictures Intl.