Kon-Tiki

Kon-Tiki (2012), Norwegen / Deutschland
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Abenteuer / Biographie
Kinostart Deutschland: - Verleih: DCM

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Kon-Tiki Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

1947: Der junge Norweger Thor Heyerdahl elektrisierte die kriegsmüde Welt mit seiner revolutionären Theorie, dass Polynesien von Südamerika aus bevölkert wurde – und nicht von Asien, wie die etablierte Wissenschaft bis dato behauptete. Um diese Theorie zu beweisen, begab er sich höchstpersönlich auf eine abenteuerliche Expedition und segelte auf einem primitiven Floß aus Balsaholz fast 8000 Kilometer über den Pazifik. Begleitet wurde Heyerdahl von fünf Männern, von denen nur einer Segelerfahrung mitbrachte. Heyerdahl selbst war wasserscheu und konnte nicht schwimmen. Dennoch er setzte sein Leben aufs Spiel – um die Bestätigung seiner Theorie zu erbringen.

Über Funk berichteten Heyerdahl und seine Mannschaft regelmäßig von Bord der Kon-Tiki – die Expedition entwickelte sich schnell zur ersten Reality-Show in der Mediengeschichte. Heyerdahls Buch über die Expedition wurde in 70 Sprachen übersetzt und über 50 Millionen Mal verkauft. Sein Dokumentarfilm „Kon-Tiki“ gewann 1952 den Oscar. Thor Heyerdahl (1914-2002) wurde zum berühmtesten Norweger der Gegenwart.


Pal Sverre Valheim Hagen, Anders Baasmo Christiansen und Gustaf Skarsgård | mehr Cast & Crew


Kon-Tiki - Trailer




DVD und Blu-ray | Kon-Tiki

Blu-ray
Kon-Tiki Kon-Tiki
Blu-ray Start:
19.11.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 113 min.

zur Blu-ray Kritik
Kon-Tiki Kon-Tiki
Blu-ray Start:
13.11.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 114 min.
DVD
Kon-Tiki Kon-Tiki
DVD Start:
19.11.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 109 min.
Kon-Tiki (Unlimited Adventure Edition Special Edition) Kon-Tiki (Unlimited Adventure Edition Special Edition)
DVD Start:
19.11.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 183 min.
Kon-Tiki Kon-Tiki
DVD Start:
13.11.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 109 min.

Filmkritik Kon-Tiki

Filmwertung: | 7/10


Der norwegische Geologe und Abenteurer Thor Heyerdahl (1914-2002) stellte die gängigen Theorien, wonach Polynesien von Asien aus besiedelt wurde infrage. Mit seiner legendären Kon-Tiki-Expedition wollte er beweisen, dass die Besiedlung auch westwärts mit der starken Strömung des Humboldtstroms und dem Passatwind von Südamerika aus erfolgte und die Menschen schon vor 1500 Jahren den Pazifik nicht nur als trennende Barriere, sondern als Verkehrsweg gesehen haben.

Der junge Forscher Thor Heyerdahl überquert 1947 auf einem selbst gebauten Floß aus Balsa-Hölzern die Weiten des pazifischen Ozeans. Er nannte das Floß Kon-Tiki nach dem Schöpfergott in der Mythologie der Inka. Mit ungewissem Ausgang begibt er sich auf diese riskante Forschungsreise, um seine von der Wissenschaft mit Skepsis gesehene Theorie zu belegen, dass Polynesien zuerst und genau mit solch einem Floß von Südamerika aus besiedelt wurde. Zusammen mit einer fünfköpfigen Crew segelt der Nichtschwimmer Heyerdahl über das offene Meer und ist dabei tagtäglich den Naturgewalten ausgesetzt. Der einzige Kontakt zur Außenwelt findet über ein Funkgerät statt, wodurch die Expedition schnell zu einem Medienereignis wird, das die ganze Welt bewegt.

"Kon-Tiki" ist nicht nur der aufwändigste norwegische Spielfilm aller Zeiten, mit ihm stellte das Regisseur-Gespann Joachim Rønning und Espen Sandberg auch den eigens 2008 mit "Max Manus" aufgestellten Besucherrekord in ihrer Heimat ein. Voller Stolz präsentierten die beiden Regisseure ihr neues Werk sogar im Beisein von König Harald von Norwegen und seiner Gattin Königin Sonja in der Neuen Oper von Oslo und ernteten Standing Ovations. Der Ehre aber nicht genug schaffte es "Kon-Tiki" auch noch in die Endauswahl im Oscar-Rennen für den besten fremdsprachigen Film. Als besonderes Kuriosum muss in diesem Zusammenhang erwähnt werden, dass Thor Heyerdahl selbst noch zu Lebzeiten 1952 den allerersten Oscar Norwegens für seinen gleichnamigen Dokumentarfilm "Kon-Tiki" in Empfang nehmen durfte.

Die Verfilmung von Heyerdahls Expedition, also nun in Spielfilmformat, sorgt als biografisches Abenteuer mit seiner Hochglanz Ästhetik für einen Augenschmaus und schildert dem Publikum, das sich vermutlich in der Mehrzahl noch nicht so intensiv mit diesem geschichtlichen Ereignis auseinander gesetzt hat, die Expedition des charismatischen norwegischen Wissenschaftlers eindrucksvoll. Die Anforderung an einen Abenteuerfilm mit beeindruckenden Bildern wird jedoch eindeutig mehr mit Bravour erfüllt, als die Erwartung an ein spannendes Biopic, das eine Expedition schildert, in der eine Crew auf einem Floß wirklich glaubhaft um ihr Überleben kämpft. Da werden dem Zuschauer doch zu lange die vielleicht schönsten norwegischen Männer seit a-ha in der gleißenden Sonne auf dem weiten Ozean mit einem Dauerlächeln auf dem Gesicht geboten. Heyerdahl soll ja eine charmante Persönlichkeit gewesen sein, sodass die Darstellung seinen charismatischen Führungsstil authentisch wirken lässt. Die Angst, die der Zuschauer aber bei solch einem riskanten Unterfangen erahnen muss, ist in der etwas zu glatten Atmosphäre und in den Gesichtern der Globetrotter nur sekundär auszumachen.

Norwegen kann zu recht stolz auf seine erfolgreiche Verfilmung "Kon-Tiki" sein, weil sie der Welt eindrucksvoll die glorreiche wissenschaftliche Expedition ihres Volkshelden Thor Heyerdahl nahe bringt. Die spürbar große Lust des Regie-Duos auf filmische Ästhetik und richtig guten norwegischen Geschichtsunterricht stellt die zweifellos bei dieser Expedition vorhandenen dramatischen Aspekte etwas in den Schatten.
by André Scheede

Bilder © DCM