Knock Knock

Knock Knock (2015), Chile / USA
Laufzeit: - FSK: 16 - Genre: Horror / Thriller
Kinostart Deutschland: - Verleih: SquareOne Entertainment

Knock Knock Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Architekt Evan (Keanu Reeves), hingebungsvoller Ehemann und Vater, genießt über das Wochenende einige ruhige Stunden zu Hause, während seine Frau Karen (Ignacia Allamand) und die Kinder im Strandurlaub sind. Als er nachts den attraktiven Freundinnen Genesis (Lorenza Izzo) und Bel (Ana De Armas) Zuflucht vor einem Unwetter gewährt, ahnt er nicht, dass er sich auf ein ebenso verführerisches wie tödliches Katz-und-Maus-Spiel eingelassen hat. Denn die beiden Femmes fatales sind an weitaus mehr als nur an einem nächtlichen Liebesabenteuer mit ihm interessiert. Gerade als Evan glaubt, die beiden kaltblütigen Ladies los zu sein, kehren Genesis und Bel zurück, um seinem beschaulichen Leben den endgültigen Todesstoß zu verpassen...

Keanu Reeves, Lorenza Izzo und Ana de Armas | mehr Cast & Crew


DVD und Blu-ray | Knock Knock

Blu-ray
Knock Knock Knock Knock
Blu-ray Start:
29.04.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 100 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Knock Knock Knock Knock
DVD Start:
29.04.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 96 min.

Filmkritik Knock Knock

Filmwertung: | 3/10


Die Grundstory von Knock Knock erinnert sehr an Filmen wie Hard Candy von David Slade oder Funny Games von Altmeister Michael Haneke. Doch qualitativ liegen zwischen Knock Knock und den genannten Filmen Lichtjahre. Denn hier beweist Eli Roth einmal mehr, dass er weder ein talentierter Regisseur ist noch ein kluges Drehbuch schreiben kann. Statt ein immersiver, an die Nieren gehender und subtiler Folterthriller zu werden, entwickelt sich Knock Knock zu einem primitiven, schwachen und besonders im letzten Drittel auf die Nerven gehenden Spielfilm.

Bevor später genauer auf die Gründe hierfür eingegangen wird, gibt es zunächst kurzen Einblick in den Inhalt. Evan Webber – gespielt von Keanu Reeves – ist ein glücklicher Ehemann, Familienvater und von Beruf Architekt. Während an einem Wochenende seine Frau mit den Kindern an den Strand einen kurzen Erholungsurlaub macht, ist Evan aufgrund eines Auftrags und einer verletzten Schulter zuhause geblieben. In der kommenden Nacht klopfen zwei äußerst attraktive junge Mädchen namens Genesis und Bel an seiner Tür. Sie waren beide auf dem Weg zu einer Party, haben sich jedoch verirrt. Aufgrund des starken Regens sind auch die Handys nicht mehr funktionstüchtig, weswegen Sie Evan darum bitten, sein Telefon zu benutzen. Evan zeigt sich hilfsbereit und lässt die beiden Mädchen in sein Haus. Er ruft ein Taxi für die beiden, welches jedoch erst in 45 Minuten ankommt. Statt dann aber ins Taxi einzusteigen, verbleiben die Mädchen in Evans Badezimmer und verführen ihn. Evan scheitert daran sich der Verführung zu widersetzen und verbringt eine heiße Nacht mit Genesis und Bel. Am nächsten Morgen bittet Evan die beiden sein Haus zu verlassen, doch Genesis und Bel sind nicht nur zwei attraktive Mädchen sondern auch gewalttätige Psychopathen. Für Evan beginnt ein nicht enden wollender Alptraum.

Der Film ist wie ein Kammerspiel aufgebaut. Spielorte sind lediglich das Haus und der dazugehörige Garten. Zu Beginn nimmt sich der Film sehr viel Zeit, bevor der eigentliche Thriller-Part beginnt. Die Wartezeit auf das Taxi vergeht fast in Echtzeit. Es gibt viele Dialoge zwischen Evan, Bel und Genesis, die zwar im Kern belanglos sind, jedoch für den Zuschauer angenehm und recht unterhaltend geschrieben sind. Insgesamt sind die Szenen in der Einleitung recht gelungen.

Doch in den restlichen 60 Minuten des Films wird Knock Knock sehr langatmig. Der komplette Folter-Thriller-Part ist sehr einfallslos inszeniert. Er ist sehr repetitiv und äußerst in die Länge gezogen, was bei einer ohnehin recht knappen Lauflänge von 99 Minuten negativ auffällt. Die Geschichte verliert mit äußerst abstrusen und stupiden Szenen extrem an Glaubwürdigkeit. Etwas wie Spannung mag auch leider nicht aufkommen. Im letzten Drittel ist der Zuschauer zunehmend von dem Gekreische und dem Gelächter der beiden Darstellerinnen und von Keanu Reeves genervt und so nimmt man als Zuschauer immer mehr Distanz zum Geschehen.

Schauspielerisch gibt es Licht und Schatten. Keanu Reeves (Matrix) ist hier eindeutig fehlbesetzt. Während er als kühler und brutaler Killer John Wick im gleichnamigen Action-Thriller überzeugen konnte, ist er hier besonders in den emotionaleren Szenen sichtlich überfordert seinem Charakter Authentizität zu verleihen. Der Zuschauer leidet nicht mit ihm mit, was in solch einem Film von Nöten ist. Ana de Armas und Lorenza Izzo spielen die beiden psychopathischen Mädchen jedoch sehr überzeugend. Sowohl sie als auch die allgemein ansprechende optische und technische Qualität sind die einzigen Pluspunkte in Knock Knock. Besonders die Sexszenen sind mit der Kamera kreativ eingefangen.


Fazit:
Schwacher Thriller ohne Spannung, der seine Grundstory äußerst repetitiv und geistlos erzählt und dem Zuschauer nach einer netten Einleitung, stupide und langatmige Unterhaltung anbietet.
by

Bilder © SquareOne Entertainment