Klassentreffen 1.0 - Die Reise der Silberrücken

Klassentreffen 1.0 - Die Reise der Silberrücken (2018), Deutschland
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Komödie
Kinostart Deutschland: - Verleih: Warner Bros.

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Inhalt

Mit 18 fühlten sich die Schulfreunde Nils, Thomas und Andreas noch unsterblich. Doch mit der Einladung zum 30-jährigen Klassentreffen bekommen sie schwarz auf weiß, wie schnell die Zeit vergeht. Ein willkommener Anlass, noch einmal richtig auf die Piste zu gehen: Partys, Suff und Frauen! So weit der Plan … Doch im Gepäck sind Alterszipperlein, gebrochene Herzen und die aufmüpfige Tochter von Thomas’ großer Liebe: Die 17-jährige Lili nutzt jede Gelegenheit, der älteren Generation den Spiegel vorzuhalten! Mit viel Helium, diversen Pornstar Martinis und einer Rede auf Ecstasy versenken die Schulfreunde das Klassentreffen im Vollchaos. Und schon auf dem Rückweg wird ihnen klar, was im Leben wirklich wichtig ist: Familie, Freundschaft und Liebe!

Til Schweiger, Milan Peschel und Samuel Finzi | mehr Cast & Crew


Klassentreffen 1.0 - Die Reise der Silberrücken - Trailer




Filmkritik Klassentreffen 1.0 - Die Reise der Silberrücken

Filmwertung: | 2/10


Til Schweigers letzter Film “Hotdog” lief gerade mal vor ca. einem halben Jahr im Kino und nun gibt es mit “Klassentreffen 1.0” für alle Fans bereits Nachschub. In dem Film geht es um drei Männer die mitten in der Midlife Crisis stecken. Der eine ist nicht mehr so sexuell aktiv wie es seine Frau gerne hätte, der zweite hat den Spaß am Leben verloren und ist alleine mit dem Schreiben einer Abschlussrede überfordert und der dritte hat enorm viele Frauen um sich, muss aber bei der Richtigen ihre Tochter, die er und die ihn nicht mag, davon überzeugen ihm doch eine Chance zu geben. Dies sind drei Probleme, die vielleicht so oder so ähnlich im richtigen Leben tatsächlich vorkommen könnten, allerdings nicht so enorm überspitzt wie es hier dargestellt wird. Diese übertriebene Darstellung ist die erste Schwachstelle des Films.

Til Schweiger und Lilli Schweiger in Klassentreffen
Til Schweiger und Lilli Schweiger in Klassentreffen © Warner Bros.
Til versammelt in diesem Film seinen Freund Samuel Finzi (Beide standen bereits für “Kokowääh” zwei Mal zusammen vor der Kamera), den besten Freund von Matthias Schweighöfer (Der in “Hotdog” das letzte Mal mitgespielt hat) Milan Peschel und seine Tochter Lilli Schweiger vor der Kamera. Samuel spielt den Mann der den Spaß am Leben verloren hat und überfordert davon ist eine Rede zu schreiben. Er ist, in meinen Augen, der Einzige der so wirklich funktioniert. Milan verkörpert den sexuell nicht mehr so aktiven Kerl, der sich hier im Film so manches Mal lauthals wegen irgendeiner Sache aufregt. Beim ersten Mal ist das noch vollkommen okay und vielleicht für manche sogar lustig, doch nach dem dritten oder vierten Mal nervt es einfach nur noch. Er kann ebenso zu dem Film nicht wirklich viel beitragen und es hätte ihn nicht unbedingt gebraucht um diese Geschichte zu erzählen. Lilli spielt auch hier die Tochter von Til und ist als Schauspielerin ganz akzeptabel. Man merkt ihr an, dass sie noch viel dazu lernen kann, doch für einen ihrer ersten Filme ist es doch ganz gut. Til selbst, ein Mann der es liebt sich selber groß und cool darzustellen, schlüpft hier in die Rolle des sexy DJs der mit so mancher Frau schläft und sich noch lange nicht als älterwerdener Mann ansieht.
Er ist ein Mann der in jedem seiner Filme den Schönsten, den Tollsten oder auch den mit den meisten Frauen verköpert und das funktioniert vielleicht bei einem Film oder nur ab und zu mal sehr gut, doch nicht wenn er jedes Jahr mindestens 2 Filme herausbringt.

Samuel Finzi in Klassentreffen
Samuel Finzi in Klassentreffen © Warner Bros.
Der Film wird gut wenn er ruhiger wird und weg geht von seinem Humor. Dieser ist nämlich nicht so wirklich gelungen, hat aber doch so 3-4 Stellen, wo ich persönlich lachen musst. Das Kernthema “Midlife Crisis” ist in der heutigen Gesellschaft sehr aktuell und wird hier auch gut umgesetzt. Es gibt so manche Lebensphilosophie und so manchen Denkanstoß für Älterwerdene, die vielleicht selber in einer Midlife Crisis stecken. Außerdem ist er in meinen Augen wirklich besser als “Hotdog”, der so gar nicht funktionierte.

Doch “Klassentreffen 1.0” ist weit entfernt von einem guten Film. Wie ich bereits oben erwähnt habe hat der Film nur 3-4 Stellen wo der Humor wirklich gelungen ist. Bei einer knapp 2 Stündigen Komödie ist das aber ganz eindeutig nicht genug. Er ist zudem sehr vorhersehbar, zu lang geraten und in den meisten Fällen einfach nur peinlich. Die Tatsache, dass Til die letzten Jahre nur noch diese eine Rolle verkörpert und viel zu oft denkt er müsse sich immer wieder aufspielen nervt mich persönlich auch sehr. Er ist nicht unbedingt ein schlechter Schauspieler und hat auch so manch gute Rolle, doch die Zeiten wo man gutgläubig in einen Film von ihm gehen und mindestens einen mittelmäßigen Film sehen konnte sind leider längst vorbei.


Fazit:
Abschließend lässt sich zusammen fassen, auch wenn ich diesen Film persönlich ziemlich auseinandergenommen habe, gibt es bestimmt Fans von Til die auch diesen Film gut finden werden und das vollkommen zurecht. Er hat gute ruhigere Momente und auch einen überzeugenden Samuel Finzi, doch davon abgesehen ist er, aus meiner Sicht, leider kein guter Film und man muss ihn ganz eindeutig nicht gesehen haben und wenn dann reicht es im Heimkino vollkommen aus.
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Bilder © Warner Bros.