Jurassic World

Jurassic World (2015), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Science-Fiction / Action / 3D
Kinostart Deutschland: - Verleih: Universal Pictures Intl.

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Jurassic World Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Im lang erwarteten vierten Teil der bahnbrechenden Jurassic-Park-Reihe machen sich neben Actionstar Chris Pratt („Guardians of the Galaxy“) u.a. Bryce Dallas Howard, Jake Johnson und Nick Robinson auf Entdeckungstour in JURASSIC WORLD (3D).

Chris Pratt, Bryce Dallas Howard und Vincent D'Onofrio | mehr Cast & Crew


Jurassic World - Trailer


Jurassic World - Trailer


DVD und Blu-ray | Jurassic World

Blu-ray
Jurassic World Jurassic World
Blu-ray Start:
22.10.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 124 min.

zur Blu-ray Kritik
Jurassic World (3D Blu-ray) Jurassic World (3D Blu-ray)
Blu-ray Start:
22.10.2015
FSK: 1 - Laufzeit: 124 min.
Jurassic World (Steelbook Limited Edition) Jurassic World (Steelbook Limited Edition)
Blu-ray Start:
22.10.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 124 min.
DVD
Jurassic World Jurassic World
DVD Start:
22.10.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 119 min.

Filmkritik Jurassic World

Filmwertung: | 8/10


Die Dinos sind zurück! Nach 14 Jahren ist endlich der vierte Teil der „Jurassic“-Filmreihe erschienen. Ob er sich lohnt oder nicht, sagt euch diese Kritik.

Der Film von Regisseur Colin Trevorrow (Journey of Love) ist der langerwartete vierte Teil der „Jurassic Park“-Reihe. Der letzte Teil kam 2001 in die Kinos. Unstimmigkeiten bei der Produktion sorgten dafür, dass der Nachfolger vierzehn Jahre auf sich warten ließ. Das genaue Budget wurde nicht bekannt gegeben, soll aber zwischen 150 und 180 Millionen Dollar liegen. Damit ist „Jurassic World“ einer der großen Blockbuster des Sommers.
Die Dreharbeiten starteten am 10. April 2014 im Honolulu Zoo in Hawaii. Außerdem wurde im Oahu, Hawaii Convention Center, in Kauai, Six Flags in New Orleans, Louisiana, Louis Armstrong International Airport in New Orleans, Audubon Zoo in New Orleans, Slidell, Louisiana und in den Big Easy Studios im NASA komplex gedreht. Die Dreharbeiten endeten erst am 5. August 2014. Anschließend ging es an den Feinschliff. Daher feierte „Jurassic World“ seine Weltpremiere erst am 29. Mai 2015 in Paris im Grand Rex Cinema.

Karen Mitchell (Judy Greer) und ihr Mann Scott (Andy Buckley) schicken ihre Söhne Zach (Nick Robinson) und Gray (Ty Simpkins) zu ihrer Schwester Claire Dearing (Bryce Dallas Howard) in den Urlaub. Claire ist für die Sicherheit und Organisation auf der Insel Nublar in Costa Rica verantwortlich. Dort liegt der weltweit größte Themenpark: Jurassic World. Die gesamte Insel ist für Menschen zugänglich und zur Attraktion gemacht worden. Die Sicherheitsstandards sind auf dem neusten Stand der Technik. Das ist auch notwendig. Denn in Jurassic World leben dank Genetiker Dr. Henry Wu (BD Wong) aus dem Reagenzglas gezüchtete und genetisch veränderte Dinosaurier. Ein großes Erlebnis für die täglich mehr als 20.000 Besucher des Parks. Doch der milliardenschwere Inhaber Simon Masrani (Irrfan Khan) will immer neue Publikumsmagneten, damit die Massen auch weiterhin in den Park strömen. Denn die laufenden Kosten sind gewaltig. Vor allem mehr Zähne soll der neue, 26 Millionen Dollar teure Dinosaurier haben. Der ehemalige Navy Owen Grady (Chris Pratt), der sonst Raptoren abrichtet, inspiziert das neue imposante Gehege. Dabei fallen ihm einige Fehler auf. Diese haben katastrophale Folgen.

Die Geschichte ist sehr gut umgesetzt. Wer die Kultreihe bisher mochte, wird von der Bildgewaltigkeit des neusten Ablegers begeistert sein. Nie wurde ein Teil der Reihe so herausragend inszeniert, nie war die Ausstattung besser, die Spezialeffekte in 3D beeindruckender und die Kameraführung so dynamisch wie in „Jurassic World“. Hinzu kommt die exzellente Musikuntermalung. Das „Jurassic Park“ Theme von John Williams wurde beibehalten und smart eingesetzt. Der Score wurde von „Oscar“- Preisträger Michael Giacchino (Oben, Planet der Affen: Revolution, Mission: Impossible – Phantom Protokoll) mit Klasse und Qualität ergänzt und erweitert.
Allerdings hat auch der vierte Teil kleinere Schwächen. Denn so kultig die ersten drei Teile aufgrund der guten Ideen und Einfälle auch waren, hatten sie doch auch unverkennbare Schwächen. Damit sind vor allem das dümmliche Verhalten der Menschen und das übertrieben blutgierige Verhalten der Dinosaurier gemeint. Dieses hat sich diesmal reduziert, auch wenn es erneut einige Szenen gibt, in denen die Dummheit von Mensch und Tier am Rande der filmeigenen Logik und Glaubwürdigkeit wandelt. Doch das ist noch im akzeptablen Bereich. Dass das Drehbuch unzählige Male überarbeitet wurde, fällt hingegen nicht auf. Im Gegenteil. Mit dieser Hintergrundinformation ausgestattet, erscheint der Film überraschend stringent. Über die gesamte Laufzeit von 120 Minuten wird die Spannung hochgehalten, gibt es viele visuell herausragende Sequenzen und viele kluge Ideen und Einfälle, die die heutige Welt und die Sensationsgier leicht überspitzen, das aber im realistischen und vorstellbaren Rahmen halten. Besonders, dass Menschen immer wieder die gleichen Fehler aus Machtgier und Geldgeilheit machen, erscheint außerordentlich realitätsnah. Was passieren kann, wenn Menschen Gott spielen wollen, konnten Filmfreunde bereits in den ersten drei Teilen sehen und werden auch diesmal nicht enttäuscht.
Die Fans der Vorgänger dürfen sich zudem auf viele Anspielungen freuen. Auch Anhänger von Steven Spielberg im Allgemeinen bekommen kleine Leckerlis geboten. In einer Szene wird beispielsweise ein weißer Hai verfüttert – Filmfans wissen das einzuordnen. Erfreulich ist auch die ausdrucksstarke und professionelle deutsche Synchronisation, die viel zur rundum gelungenen Atmosphäre des Filmes beiträgt.

Auch die Schauspieler machen ihre Sache sehr gut und können überzeugen. Das gilt vor allem für Chris Pratt (Guardians of the Galaxy, Moneyball, Zero Dark Thirty), der mit seiner charismatischen Ausstrahlung die Zuschauer mitreißt und seine Vielseitigkeit unter Beweis stellt. Bryce Dallas Howard(The Help, 50/50 - Freunde fürs (Über)leben, Spider-Man 3) spielt ihre mittelmäßig angelegte Rolle gut und verleiht ihrem Charakter ein wenig Tiefe. In größeren Nebenrollen fügen sich Publikumsliebling Omar Sy (Ziemlich beste Freunde, Heute bin ich Samba, X-Men: Zukunft ist Vergangenheit), Vincent D’Onofrio (Full Metal Jacket, Der Richter - Recht oder Ehre, JFK - Tatort Dallas) in einer durchtriebenen, machtgierigen Rolle, Ty Simpkins (Iron Man 3, 72 Stunden - The Next Three Days, Little Children) als begeistertes Dino-Genie, Irrfan Khan (Life of Pi, Lunchbox, The Amazing Spider-Man) als schwerreicher Parkbesitzer, Judy Greer (The Descendants, #Zeitgeist, Two And A Half Men) als besorgte Mutter und BD Wong (Sieben Jahre in Tibet, Focus, Stay) als Dr. Henry Wu gut in den Film ein. Wong ist auch der einzige Rückkehrer. Die bekannten Größen der ersten drei Filme - Sam Neill, Laura Dern und Jeff Goldblum – sind nämlich allesamt nicht dabei, was einigen Fans sauer aufstoßen dürfte.


Fazit:
Sehr guter, visuell beeindruckender, spannender Film auf dem neusten Stand der Technik, mit vielen klugen Parallelen zur aktuellen Gesellschaft und einem gut ausgesuchten Cast. Dass hierbei die Stars der ersten drei Teile fehlen, dürfte vielen missfallen, auch das dümmliche Verhalten der Menschen kostet ein wenig Atmosphäre. Doch unter dem Strich wird der Zuschauer hier bestens unterhalten und verfolgt den Film gebannt.
by

Bilder © Universal Pictures Intl.