Jurassic World: Ein neues Zeitalter

Jurassic World Dominion (2022), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Action / Thriller / Fantasy
Kinostart Deutschland: - Verleih: Universal Pictures Intl.

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Inhalt

In diesem Sommer erreicht die Jurassic-Ära ihr episches Finale. Die Dinosaurier leben seit den Ereignissen auf Isla Nublar frei auf dem Festland. Ein gigantisches Ringen um die Herrschaft zwischen Mensch und Dinosaurier beginnt. Erstmals finden zwei Generationen zusammen: In JURASSIC WORLD: EIN NEUES ZEITALTER treffen Chris Pratt und Bryce Dallas Howard auf Oscar-Preisträgerin Laura Dern, Jeff Goldblum und Sam Neill. Zusammen begeben sie sich auf eine abenteuerliche, rasante und atemberaubende Reise, die rund um den Globus führt.

Chris Pratt, Bryce Dallas Howard und Laura Dern | mehr Cast & Crew


Jurassic World: Ein neues Zeitalter - Trailer




Filmkritik Jurassic World: Ein neues Zeitalter

Filmwertung: | 7/10


Der erste „Jurassic Park“-Film von Regielegende Steven Spielberg ist bald dreißig Jahre her und trotzdem kam das beliebte Dino-Franchise immer noch nicht zur Ruhe. Mit „Jurassic World“ wurde der Park 2015 wiedereröffnet und „Jurassic World: Das gefallene Königreich“ setzte die Geschichte um Owen Grady und Claire Dearing fort. Jedoch fühlte sich „Jurassic World: Das gefallene Königreich“ von „Das Waisenhaus“-Regisseur J. A. Bayona wie zwei unterschiedliche Filme an. Für „Jurassic World: Ein neues Zeitalter“ kehrte daraufhin Colin Trevorrow zurück, der schon den ersten „Jurassic World“ inszenierte. Dies war genau die richtige Entscheidung, denn Trevorrow führt das Franchise zu alter Stärke zurück und bringt zugleich einen neuen frischen Wind mit, welcher dem Abschluss der „Jurassic World“-Reihe richtig gut tut.

Einige Jahre nach dem zweiten Teil haben sich die Dinosaurier auf der ganzen Welt verbreitet. Die neuen Nachbarn der Menschen sorgen aber für einige Probleme, weshalb es zu angespannten Situationen kommt, die das Weiterleben der Menschheit gefährden. Dr. Alan Grant (Sam Neill) und Dr. Ellie Sattler (Laura Dern), welche man beide bereits aus „Jurassic Park“ kennt, sehen einen Zusammenhang zwischen der neuen Ordnung und einem mysteriösen Unternehmen. Parallel beschützen Owen Grady (Chris Pratt) und Claire Dearing (Bryce Dallas Howard) ein kleines Mädchen, das ebenfalls eine wichtige Rolle spielen wird…

Besonders für die „Jurassic Park“-Reihe ist direkt die erste Einstellung von „Jurassic World: Ein neues Zeitalter“. Diese Einstellung gehört nämlich einem Dinosaurier, der in den Tiefen des Meeres einen Fischkutter angreift. Somit steht dieser Anfang im direkten Gegensatz zu „Jurassic Park“, welcher sich sehr viel mehr Zeit nimmt, bis er seinen ersten Dinosaurier zeigt. Man spürt aber durch diesen Anfang sofort, dass „Jurassic World: Ein neues Zeitalter“ kein Film mit sondern über Dinosaurier ist. Die Dinosaurier leben nämlich wirklich in dieser Welt, was natürlich in Chaos münden muss.

Da die Effekte mal wieder überragend sind, fühlen sich die Dinosaurier extrem echt an. Das Budget von 165 Millionen US-Dollar sieht man „Jurassic World: Ein neues Zeitalter“ an und insbesondere die Close-Ups von den Dinosauriern sind einfach verblüffend. Es ist ein Blockbuster, der für die große Leinwand gemacht wurde und deswegen sollte man ihn auch genau dort sehen. Die neuen Dinosaurier-Arten sind perfekt eingefangen worden und die Stars des Filmes sind wohl der gruselige Giganotosaurus und der Therizinosaurus. Vor allem letzterer sorgt für große Abwechslung, da es bisher kaum einen Dinosaurier im Franchise gab, der diesem vom Aussehen ähnelt. Außerdem steht mit ihm eine Einstellung in Verbindung, die aufgrund ihrer Kreativität dem Zuschauer wirklich die Schuhe auszieht.

Neben den Dinosauriern ist wohl der Charme der Schauspieler das Highlight des Filmes. Es ist ein ganz besonderes Gefühl, wenn man Sam Neill („Die Mächte des Wahnsinns“), Laura Dern („Little Women“) und Jeff Goldblum („Die Fliege“) wiedervereint auf der großen Leinwand sieht. „Jurassic World: Ein neues Zeitalter“ setzt extrem auf Nostalgie, zum Beispiel auch in der Musik, doch hier funktioniert es so gut, dass es sich tatsächlich organisch anfühlt. Das Trio wird nicht einfach nur für eine Einstellung am Ende zurückgeholt, sondern es wurde sich Mühe gegeben, eine sinnvolle Handlung um die alte Truppe zu erschaffen. Gerade Sam Neill gelingt es haargenau den gealterten Dr. Alan Grant zu verkörpern. Und wenn dann lustige Anspielungen auf den ersten „Jurassic Park“-Film gemacht werden, ist man als Fan schlichtweg begeistert.

Aber mit dieser Rückholaktion treten die neuen Figuren eher in den Hintergrund. Am meisten spürt man dies an Chris Pratts („Guardians of the Galaxy“) Owen Grady, der deutlich weniger zu tun bekommt als in den Teilen zuvor. Nur Bryce Dallas Howard („Rocketman“) muss man aus dieser Rechnung herausnehmen, welche den Zuschauer mal wieder verzaubert. Interessant ist zudem die junge Schauspielerin Isabella Sermon. Obwohl sie eine wichtige Figur spielt, bekommt ihre Maisie Lockwood am Anfang zu wenig Platz. Trotzdem kann man die junge Dame weiterhin im Blick behalten. Auch neu sind Mamoudou Athie („Underwater - Es ist erwacht“) und DeWanda Wise („The Harder They Fall“), die beide sehr solide mitlaufen.

Das Drehbuch gehört wohl zu den größten Problemen des Filmes. Über einen großen Zeitraum liegt der Fokus auf zwei Handlungssträngen, die parallel ablaufen. Dabei konzentriert sich der eine Handlungsstrang auf die alte Garde und der andere auf die neuen Figuren. Selbstverständlich ist es offensichtlich, dass beide Handlungen zueinander geführt werden und auch das Wie kann man schon sehr früh vorhersehen. Leider ist dies noch nicht alles, denn die Story ergibt außerdem kaum Sinn. Logikloch folgt auf Logikloch und wer sich an sowas stört, hat wahrscheinlich nicht viel Spaß in diesen 147 Minuten. Des Weiteren bleibt der Antagonist, welcher von Campbell Scott („The Amazing Spider-Man“) gespielt wird, ziemlich uninteressant und oberflächlich. Abgesehen davon hat „Jurassic World: Ein neues Zeitalter“ aber das Herz am rechten Fleck.

Fazit:
„Jurassic World: Ein neues Zeitalter“ ist der beste Teil seiner Trilogie, denn im großen Finale wird sich endlich von der klassischen „Jurassic Park“-Formel entfernt, wodurch sich diese 147 Minuten sehr originell anfühlen. Trotzdem passt die alte Garde um Sam Neill perfekt hinein und man muss nur einige Logiklöcher im Drehbuch verschmerzen. Ansonsten ist „Jurassic World: Ein neues Zeitalter“ ein runder Blockbuster.
by Lukas Weinandy

Bilder © Universal Pictures Intl.


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