Jupiter Ascending

Jupiter Ascending (2014), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Science-Fiction / Action / 3D
Kinostart Deutschland: - Verleih: Warner Bros.

Jupiter Ascending Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Jupiter Jones (Kunis) wurde unter dem Nachthimmel geboren – man sagt ihr eine große Zukunft voraus. Als erwachsene Frau träumt Jupiter von den Sternen, wird aber immer wieder vom nüchternen Alltag eingeholt, denn sie bekommt nichts auf die Reihe und hält sich mit Toilettenputzen über Wasser. Erst als der genetisch manipulierte Ex-Soldat Caine (Tatum) auf der Erde landet, um sie zu finden, bekommt Jupiter eine Ahnung von dem Schicksal, das ihr von Geburt an vorherbestimmt ist: Ihre Gene weisen sie als Anwärterin auf ein außergewöhnliches Erbe aus, das den gesamten Kosmos aus den Angeln heben könnte.

Mila Kunis, Channing Tatum und Douglas Booth | mehr Cast & Crew


DVD und Blu-ray | Jupiter Ascending

Blu-ray
Jupiter Ascending Jupiter Ascending
Blu-ray Start:
25.06.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 127 min.

zur Blu-ray Kritik
Jupiter Ascending (3D Blu-ray) Jupiter Ascending (3D Blu-ray)
Blu-ray Start:
25.06.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 127 min.
DVD
Jupiter Ascending Jupiter Ascending
DVD Start:
25.06.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 122 min.

Filmkritik Jupiter Ascending

Filmwertung: | 6/10


Jeder ist seines Glückes Schmied, so oder so ähnlich könnte die Botschaft des neusten Science Fiction-Films der Wachowski-Geschwister („Matrix“, „Cloud Atlas“) lauten, der einer Opera verdammt nahe kommt. Das Space-Drama ist erwartungsgemäß bildgewaltig inszeniert, doch die Story ist schlicht und einfach geraten und schafft es einfach nicht, das Publikum mitzureißen.



Als die junge Jupiter Jones (Mila Kunis) unter dem Nachthimmel geboren wird, sagt man ihr eine ruhmreiche und bedeutende Zukunft voraus. Doch Jahre später sieht die Realität anders aus. Genau wie ihre Mutter verdient Jupiter als Putzfrau ihren Lebensunterhalt, den sie mit der Familie teilen muss. Für Träume und Illusionen ist in ihrem Leben kein Platz. Und auch Liebe und Romantik sind scheinbar nur Bestandteile von Märchen. Jupiter fristet ihr verhasstes Dasein und gibt sich ihrem Schicksal hin. Unverhofft märchenhaft findet sie ihren Erlöser aus der eingefahrenen Realität. Leider sieht das neue Leben um einiges Schlimmer aus. In fernen Galaxien soll sie ihr außergewöhnliches Erbe antreten, was die einstigen Herrscher Balem (Eddie Redmayne), Kalique (Tuppence Middleton) und Titus Abrasax (Douglas Booth) mit allen Mitteln verhindern wollen. Mit dem Erscheinen von Channing Tatum als genmanipulierter Ex-Soldat Caine, kommt die Handlung in Fahrt. Er nimmt sich der unwissenden Jupiter an und bringt sie in ihre wahre Heimat. Gemeinsam mit der Hauptfigur betritt der Zuschauer eine computeranimierte Welt in den unermesslichen Welten des Alls. Die aneinandergereihten Science Fiction-Elemente sind durchaus nicht neu und erinnern an andere Werke des Genres. Zwangsläufig fühlt man sich an „Star Trek“ und „Dune“ erinnert, sodass einige Szenen für unfreiwillig komische Momente sorgen, weil die Ähnlichkeiten zu den bekannten Filmen sprichwörtlich ins Auge fallen.



Der Oscar-prämierte Kameramann John Toll („Braveheart“) fängt die unglaublichen Welten ein, die mit erstaunlichen Effekten versehen sind. Der Look überzeugt mit greifbaren 3D-Animationen, detailverliebten Kulissen, opulente Kostüme, einem hohen Actionlevel und rasanten Schnitten. Doch die Handlung plätschert leider vor sich hin. Jupiters Wandlung vom einfachen Putzmädchen zur überragenden Kämpferin ist zwar temporeich in Szene gesetzt, verläuft jedoch ohne große Überraschungen in den erwarteten Bahnen. Die sich anbahnende Liebesbeziehung zwischen Jupiter und Caine erscheint aufgesetzt. Die aus verschiedenen Welten stammenden Figuren lassen keinerlei Gemeinsamkeiten erkennen und sind doch füreinander bestimmt, was teils an den Haaren herbei gezogen wirkt. Das jugendliche Publikum wird an der Geschichte der intergalaktischen Prinzessin durchaus Gefallen finden, doch Wachowski-Fans werden enttäuscht sein. Die angedeutete Gesellschaftskritik und die Alltagsprobleme der futuristischen Welt sind kaum die Erwähnung wert, weil die kitschige Liebesromanze im Fokus dominiert. Channing Tatum („Magic Mike“) bleibt bis zum Ende des Films eine blasse Figur ohne Persönlichkeit. Weder sein Charakter noch sein Hintergrund werden beleuchtet und liefern dem Zuschauer dadurch keinerlei Einordnung. Mila Kunis („Die fantastische Welt von Oz”) ist hingegen zwar charismatischer gestaltet, schafft es jedoch ebenfalls nicht, das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Eddie Redmayne („Die Entdeckung der Unendlichkeit“) bleibt ebenso platt, hebt sich aber durch Overacting von seinen Darsteller-Kollegen ab und kann so neben peinlichen Szenen auch einige starke Momente für sich beanspruchen.

Fazit: Bildgewaltiges Space-Märchen, das dem jugendlichen Publikum durchaus gefallen dürfte. Science Fiction-Fans werden sich von dem opulenten Look des Films angesprochen fühlen, während sie von der einfachen und wenig innovativen Geschichte nur wenig begeistern sein werden.

by

Bilder © Warner Bros.