Iron Man 2

Iron Man 2 (2010), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Action
Kinostart Deutschland: - Verleih: Concorde Filmverleih GmbH

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Iron Man 2 Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Nun, da die ganze Welt weiß, dass Milliardär und Erfinder Tony Stark der gepanzerte Superheld Iron Man ist, wird er von Regierung, Presse und der Öffentlichkeit dazu gedrängt, seine Technologie militärischen Zwecken zur Verfügung zu stellen. Stark befürchtet jedoch, sie könnte in die falschen Hände geraten und weigert sich, die Geheimnisse seiner Iron Man-Rüstung zu enthüllen. Mit Pepper Potts (Gwyneth Paltrow) und James „Rhodey“ Rhodes (Don Cheadle) an seiner Seite formt Stark neue Bündnisse und tritt fremden, mächtigen Kräften entgegen, die den Frieden und die Stabilität der Welt gefährden.

Robert Downey Jr., Scarlett Johansson und Samuel L. Jackson | mehr Cast & Crew


Iron Man 2 - Trailer




DVD und Blu-ray | Iron Man 2

Blu-ray
Iron Man 2 Iron Man 2
Blu-ray Start:
07.10.2010
FSK: 12 - Laufzeit: 125 min.
Iron Man 2 (4K Ultra HD) Iron Man 2 (4K Ultra HD)
Blu-ray Start:
06.04.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 125 min.
DVD
Iron Man 2 Iron Man 2
DVD Start:
07.10.2010
FSK: 12 - Laufzeit: 120 min.

zur DVD Kritik
Iron Man 2 - Steelbook Iron Man 2 - Steelbook
DVD Start:
07.10.2010
FSK: 12 - Laufzeit: 120 min.

Filmkritik Iron Man 2

Filmwertung: | 5/10


Bei mir sollte eines von vornherein klar sein, ich bewerte und urteile über Filme, je nach dem Genre. Ich vergleiche nicht „Million Dollar Baby“ mit „Battle Royal“ oder „Brokeback Mountain“ mit „High Tension“. Das funktioniert bei mir nicht so. Wenn ich Vergleiche anstelle, dann jeweils im selben Genre, ein Drama mit einem anderen Drama oder eine Komödie mit einer anderen u.s.w.!
Nun zu Iron Man 2
Ich kam aus dem Kino und fühlte mich unterhalten, ABER: nachdem ich den Film einen Tag sacken ließ, war doch vieles was in Iron Man 1 so gut funktioniert hatte, in Iron Man 2 unausgewogen, unrund.
Iron Man 2 war amüsant, hatte Action, Humor, gute Effekte und scheinbar alles was im ersten Teil gut war, doch am Ende fehlte genau das, das gute Gefühl vom ersten Teil.
Niemand hatte wirklich erwartet das Iron Man 1 eine gute Comicverfilmung werden würde, dafür hatten wir davor zu viele schlechte Comic-Filme gesehen. Wie „X-Men 3“ oder „Ghost Rider“ etc., und der Trailer vom ersten Iron Man haute auch Niemanden völlig um. Jedoch, wenn man Comicverfilmungen mag, hofft man immer wieder auf kleine Schätze wie „Batman Begins“, „Spiderman 2“ oder „The Crow“ u.s.w. und siehe da, zur Überraschung aller, der erste Iron Man war perfekte Kinounterhaltung.
Allen voran Robert Downey Jr. machte den Film mit seinem, immer noch kindlichen Charme, einen Tick anders. Er spielte den Tony Stark exzentrisch, arrogant, sarkastisch, wie eine Mischung aus Mozart und einem Hollywood-Star, halt einen Mann der weiß, dass er ein Genie auf seinem Gebiet ist.
Iron Man lebte von soliden Effekten, einer guten Anfangsstory und Robert Downeys Leichtigkeit, gepaart mit dem ewigen Schlagabtausch, den er sich mit Gwyneth Paltrow in ihrer Rolle, als Tony Starks Assistentin, Pepper Potts, lieferte. Die Chemie der Beiden stimmte und war sogar für Männer eine nachvollziehbarere „Liebesgeschichte“, als z.B. sich ewig anschmachtende Teenies, wie in Twilight. Männer mögen es eben etwas realistischer, auch wenn man so etwas über eine Comicverfilmung sagen muss. Jedoch finde ich es glaubwürdiger, dass 2 sich mögen aber ewig nicht zusammenkommen, weil der Mann nicht erwachsen werden will und dadurch eine sexuelle Spannung entseht. Als „End Teenies“ die nicht aus dem Knick kommen obwohl sie vor sexueller Energie fast platzen und 3 bis 4 Teile brauchen um überhaupt mal Sex zu haben. Was jenseits jeglicher Glaubwürdigkeit ist, bedenkt man das heutzutage Teenies schon mit 13 -14 Sex haben und in Twilight will man uns verklickern, dass dieser 100-jährige „coole“ Möchtegern-Vampir noch zur Schule geht und unbedingt diese EINE 17-jährige flachlegen will, aber dafür erst einmal gepflegte 3 – 4 Filmteile braucht. So etwas Unrealistisches schreiben und drehen dann halt Frauen! ;)
Frauen lieben es halt noch unrealistischer auf Kosten der sogenannten weltfremden Romantik als Männer, und so etwas schreibe ich in einer Comicfilm-Kritik. Nun zum Wesentlichen, mit Jeff Bridges hatte man im ersten Teil einen „Bösewicht“ gewählt, der fast bedrohlicher nicht sein kann, Typ netter Onkel von nebenan, nebenbei zweite Führungskraft einer Waffenherstellungsfirma und in Wirklichkeit, Weltenbeherrscher in spe.
Eine Art Lex Luthor mit weniger Schnick Schnack, der schneller zur Sache kommt und weniger redet. Das Ergebnis war großartig, alles stimmte! Es war wirklich gute Popcorn-Kino-Unterhaltung, ohne zuviel Anspruch zu haben, dafür gibt es dann doch eher „The Dark Knight“.
Genau mit dieser Erwartung ging ich in Iron Man 2 und wurde am Ende enttäuscht!
Fangen wir direkt mit dem Anfang an, dieser war zu wischie waschie. Dieses hin und her von Tony Stark, der sich vor irgendeinem Senat, in Bezug auf seine „Iron Man Waffe“, verantworten soll, im fliegenden Wechsel mit einer fast schon lächerlichen und gezwungenen Ivan Danko (Whiplash) „Vorgeschichte“.
Ich liebe Mickey Rourke, schon seit 2 Jahrzehnten! Wäre nicht all das in dem Leben dieses talentierten Schauspielers schief gegangen, was letztendlich schief ging, dann würde man seinen Namen im selben Atemzug mit: Marlon Brando, Robert de Niro, Al Pacino und Daniel Day Lewis nennen. Sprich die besten 5 Schauspieler, die es je gab/gibt. Er ist dieser Legende nicht würdig, besonders nach seinem genialen Comeback mit „The Wrestler“, so einen 0815 Bösewicht zu spielen, und wenn schon, dann bitte mit einer ordentlich ausgedachten Vorgeschichte. Exposition nennt man das ja gerne in Amiland aber diese hat, was Mickey Rourkes Charakter des Ivan Danko/Whiplash angeht, nur minimal stattgefunden und auch eher klischeehaft. Somit ein großer Schwachpunkt, den Bösewicht so schlecht vorzustellen! Jedenfalls bin ich schon froh, als dieser „tragische“ Moment, der Ivan Danko zur neuen Nemesis von Tony Stark macht, nicht „Wolverine“ ähnliche Züge annahm und ein gestandener Mann mit ausgebreiteten Armen „Neiiiiiin“ schrie, und die Kamera von unten nach oben fährt, das ist echt überholt und lächerlich. Die Chemie zwischen Tony Stark und Pepper Potts wirkte diesmal künstlich, weniger homogen wie im ersten Iron Man und die weiteren Ergänzungsdarsteller wie: Don Cheadle als Terrance Howard-Ersatz, Sam Rockwell und Scarlett Johansson, hatten jeweils ihre Momente in Iron Man 2. Jedoch wirkte keine ihrer Rollen durchdacht oder gar ausgefeilt genug um zu überzeugen.
Sam Jacksons Rolle als Nick Fury setzte allem noch die Krönung auf, so langsam frage ich mich, ob der Mann jemals schauspielern konnte? Seit gut einem! Jahrzehnt scheint Samuel Jackson dieselbe Rolle zu spielen und da spielt es keine Rolle, ob als Filmtitel „Shaft“ oder die neueren „Star Wars Episoden“ drüber steht.
Die Effekte im Film waren wieder gut aber in dem Film gab es nie wirklich Spannung, wie in „The Dark Knight“ wo man nicht wusste wer am Ende überlebt. In Iron Man 2 wusste man unbewusst, es stirbt keiner, alles wird gut und genau diesen Unterton hatte der Film die ganze Zeit. Es gab keine dramatischen Höhepunkte und die Daseins-Berechtigung der „Bösen“ war wie in einer schlecht ausgearbeiteten Fernsehserie. Sie wollen was und haben auch einen fadenscheinigen Grund dafür aber am Ende kommen sie eh nicht an ihr Ziel.
Ich weiß nicht ob „The Dark Knight“ wirklich soviel für die Comicwelt bewegt hat aber nach diesem Film verlangt es doch schon etwas mehr nach Tiefe und Anspruch, sogar für ein Comic-Universum oder gerade deswegen?!
Die Beweggründe „War Machine“, in diesem Film vorzustellen und sogar in den „Endkampf“ einzubauen, entbehrt jeglicher Logik. In einem Iron Man Film will ich Iron Man sehen und nicht seinen besten Freund im geklauten Anzug! Außerdem weiß ich nicht welche „Genies“ auf die Idee kommen, Superhelden neuerdings immer tanzen zu lassen, wäre cool?! Die Deppen sollten endlich mal anfangen Film/Fan-Foren durchzulesen. Für diesen „Tanz-Unsinn“ in „Spiderman 3“ gab es schon, von den Film Fans auf dem ganzen Globus, mächtig Kritik!
Zusätzlich gab es schon mit „Wolverine“ letztes Jahr eine doch sehr durchschnittlich und klischeebeladene Comicverfilmung, die nicht umsonst von Film-Fans weltweit zerrissen wurde. Es ist an der Zeit den Charakteren mehr Tiefe zu verleihen, egal ob gut oder böse, nicht alles im Leben eines Helden ist ein Witz!
Ich ging voller Erwartungen in diesen Film und wurde enttäuscht. Nicht auf den ersten Blick aber auf den Zweiten, Dritten, Vierten u.s.w.! Wer nicht viel erwartet, dürfte nicht allzu enttäuscht sein, die Oberfläche vom ersten Iron Man ist da aber eher wie die schlechtere Kopie. Außer Scarletts kurzer Kampfszene, ihren körperlichen Attributen und den AC/DC-Songs hat mich in dem Film nichts nachhaltig positiv beeindruckt.

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Bilder © Concorde Filmverleih GmbH