Insidious: Chapter 2

Insidious: Chapter 2 (2013), USA
Laufzeit: - FSK: 16 - Genre: Horror / Thriller
Kinostart Deutschland: - Verleih: Sony Pictures

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Insidious: Chapter 2 Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Nach den schrecklichen Ereignissen in ihrem Haus suchen die Lamberts Schutz bei Großmutter Lorraine. Doch die Dämonen folgen der Familie und suchen sie weiter heim. Dieses Mal ergreifen sie Besitz von Vater Josh Lambert (Patrick Wilson) und langsam wird der Familie bewusst, dass sich ein weit größeres Geheimnis hinter der Verbindung zur Welt der rastlosen Geister verbirgt.

Rose Byrne, Patrick Wilson und Danielle Bisutti | mehr Cast & Crew


Insidious: Chapter 2 - Trailer


INSIDIOUS: CHAPTER 2 - HD Trailer A


DVD und Blu-ray | Insidious: Chapter 2

Blu-ray
Insidious: Chapter 2 Insidious: Chapter 2
Blu-ray Start:
20.02.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 106 min.
DVD
Insidious: Chapter 2 Insidious: Chapter 2
DVD Start:
20.02.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 101 min.

zur DVD Kritik

Filmkritik Insidious: Chapter 2

Filmwertung: | 4/10


Nach den guten Einspielergebnissen des Horror-Streifens "Insidious" im Jahr 2011 begannen, den üblichen Mechanismen der Filmindustrie folgend, sehr bald die Diskussionen über ein mögliches Sequel. Nun ist es soweit und mit "Insidious: Chapter 2" kommt dem Titel entsprechend die direkte nahtlose Fortsetzung in die Kinos. Am Eröffnungswochenende spielte der neue Horrorfilm in den US-amerikanischen und kanadischen Kinos bereits rund 41 Millionen Dollar und landete auf dem ersten Platz der Kinocharts, was eine weitere Ausschöpfung des Franchises als logische Folge haben wird.

Das "2. Kapitel" zeigt uns erneut die Familie Lambert, die, nachdem sie es geschafft hat, ihren Sohn Dalton (Ty Simpkins) aus den Klauen von Geistern und Dämonen zu befreien, den Ort des Geschehens verlässt und Zuflucht bei Großmutter Lorraine (Barbara Hershey) sucht. Doch auch wenn sich Renai (Rose Byrne) und Josh Lambert (Patrick Wilson) dort in Sicherheit wähnen, machen die Geister sie schon bald wieder ausfindig. Obwohl der für übernatürliche Erscheinungen besonders empfängliche Dalton die Gefahr frühzeitig erkennt, gelingt es den Dämonen zunehmend Besitz von Josh zu ergreifen. Der Familienvater kann sich der Obsession immer weniger erwehren und als die anderen ihm helfen wollen, wird klar, dass seine Verbindung zur dämonischen Welt tiefer geht, als bisher angenommen. Ein grausiges Geheimnis offenbart sich.

Der australische, in Malaysia geborene Regisseur James Wan hat nach dem ersten Teil von "Insidious" nun auch den zweiten realisiert und war vor Kurzem erst mit "The Conjuring" in unseren Kinos zugegen. Zusammen mit Drehbuchautor Leigh Whannell gelang es ihm für sein Sequel wieder die Originalbesetzung Patrick Wilson, Rose Byrne, Lin Shake, Barbara Hershey und Ty Simpkins zu vereinen. Den ungewöhnlichen Titel "Chapter 2" wählte Wan deshalb, weil der Film genau da ansetzt, wo der erste Teil endete. Das im Januar 2013 an 26 Drehtagen entstandene Sequel will sich mehr als psychologischer Thriller denn als Horrorfilm verstanden wissen. Das Konzept des 2. Teils konzentriert sich weniger auf die Effekte, als auf die Erschließung des Übernatürlichen in der Story. Um die Kulisse eines Hauses zu kreieren, in der sich Spiritualitäten heimisch fühlen, hat Wan die Designerin Jennifer Spence engagiert, die schon bei den Teilen 2 bis 4 von "Paranormal Activity" ganze Arbeit leistete. Besonders aufmerksame Beobachter können in einer Szene im Haus im Hintergrund gar ein Bild mit afrikanischen Motiven hängen sehen, das bereits in "Paranormal Activity 2 & 3" zu sehen war.

Einem Film, der 5 Millionen Dollar Produktionskosten hatte und bereits am Startwochenende 41 einspielte, kann man nur irrsinnige Effizienz bescheinigen und Kritik an der kreativen Gestaltung wird zumindest den Studiobossen völlig schnuppe sein. Da ist es von Vorteil, wenn man mit Teil 1 im Genre ein Franchise etabliert hat, dessen Sequel die Zuschauer mit blindem Vertrauen in die Kinos treibt. Im Anschluss werden jedoch viele bemerkt haben, dass James Wan ein bemerkenswert ungruseliges Werk auf die Leinwand gezaubert hat, dem der Horrorfilm-Charme, der kürzlich noch Wans "The Conjuring" ausmachte, völlig fehlt. Wan war fasziniert von der Idee, in "Chapter 2" seinen ersten Film zu besuchen, was er mit seinen zeitlichen Rückblenden, welche die Handlung des ersten Teils ergänzen sollen, realisiert. An dieser eigentlich ambitionierten Erzählstruktur verhebt sich Wan jedoch, weil der rote Faden der Story darunter leidet. Diese ist oder erscheint deswegen wenig innovativ und außerdem sind die Anleihen an "Shining" zu indezent, als Vater Josh besessen von einem unheimlichen Geist ähnlich am Rad dreht, wie einst Jack Nicholson. Ob damit bewusst eine Parodie zum Schmunzeln angestrebt wurde oder einfach nur peinliche Ideenlosigkeit Einzug hielt, sei dahin gestellt. Die Schwachstellen sind jedoch weder den durchaus stimmungsvollen Locations noch den durchweg soliden Leistungen von Patrick Wilson, Rose Byrne, Barbara Hershey und Ty Simpkins anzukreiden, sondern einzig dem Drehbuch. Wan selbst sagt, dass es für Sequels sehr schwer ist, qualitativ an das Original heranzukommen und betrachtet man den klar strukturierten Plot von "The Conjuring", der das Publikum so positiv überraschte, besteht die Heimtücke seines 2. Kapitels vielleicht darin, dass er zu viel wollte. Wie inzwischen bekannt wurde, wird "Insidious: Chapter 3" ohne Regisseur James Wan realisiert, da dieser gerade verkündete, keine derartigen Streifen mehr drehen zu wollen, um nicht auf das Horror-Genre festgelegt zu werden. Entweder liegt das daran, dass er sich seinen neuesten Spuk mit der nötigen Distanz und einem Maß an Selbstkritik nochmal angesehen hat oder er hat einfach mit der Fertigstellung von "Fast & Furious 7" zu viel um die Ohren.

"Insidious: Chapter 2" ist höchstens ein solider paranormaler Horrorthriller, der selbst bei Fans des Genres Wünsche offen lassen dürfte, an den Kinokassen jedoch alles erreicht hat. Bereits von Horror-Klassikern wie "Halloween" weiß man jedoch, dass das 1. Sequel meist nicht das Beste ist, was für Kapitel 3 hoffen lässt.

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Bilder © Sony Pictures