Immer Drama um Tamara

Tamara Drewe (2010), Großbritannien
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Komödie
Kinostart Deutschland: - Verleih: Prokino Filmverleih GmbH

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Immer Drama um Tamara Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Ewedown in der englischen Grafschaft Dorset - ländlich, beschaulich und friedlich. Doch als Tamara Drewe (Gemma Arterton) aus London in ihr heimatliches Provinznest zurückkehrt, ist es damit schlagartig vorbei. Aus dem hässlichen Entlein von einst ist Jahre später eine attraktive und erfolgreiche Kolumnistin geworden. Die Bewohner von Ewedown können ihren Augen kaum trauen, schnell verstricken sich alle in ein Katz-und-Maus-Spiel aus Verlangen, Lust und heimtückischen Intrigen...

Gemma Arterton, Roger Allam und Bill Camp | mehr Cast & Crew


DVD und Blu-ray | Immer Drama um Tamara

Blu-ray
Immer Drama um Tamara Immer Drama um Tamara
Blu-ray Start:
20.05.2011
FSK: 12 - Laufzeit: 106 min.
DVD
Immer Drama um Tamara Immer Drama um Tamara
DVD Start:
20.05.2011
FSK: 12 - Laufzeit: 106 min.

Filmkritik Immer Drama um Tamara

Filmwertung: | 8/10


Ewedown ist ein abgeschiedenes Städtchen irgendwo in der englischen Provinz. Also genau der richtige Ort zum Ausspannen oder um seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. So wundert es nicht, dass es dort nicht nur ländliche Idylle mit grünen Wiesen und (noch) friedlichen Kühen gibt, sondern auf der nahen Stonefield-Farm auch ein kreatives Refugium für Autoren. Aber Ewedown ist auf der anderen Seite auch furchtbar öde und ereignislos. Jedenfalls für die dortige Jugend, für die es schon ein besonderes Erlebnis ist, wenn im Dorf mal ein Taxi vorfährt. Und so stellen manche Teenager aus purer Langeweile auch schon mal die Eine oder Andere Dummheit an.

Vor rund sieben Jahren hatte die damals 18-jährige Tamara Drewe (Gemma Arterton, „Prince of Persia: Der Sand der Zeit“, „James Bond 007: Ein Quantum Trost“), ein hässliches Entlein mit einer besonders großen Nase, Ewedown den Rücken gekehrt, um in London Karriere zu machen. Nun ist sie plötzlich zurück: attraktiv, erfolgreich und mit einer entzückenden „neuen“ Nase, die ihr gleich den Spitznamen „Plastic“ einbringt. Schon mit ihrem bloßen Erscheinen, sorgt die nun aufreizende, selbstbewusste und dabei dennoch verletzliche Tamara für erste Unruhe: Beim preisgekrönten und überheblichen Krimi-Schriftsteller Nicholas Hardiment (wundervoll: Roger Allam, „Die Queen“), der die Gäste der Stonefield-Farm mit großspurigen Vorträgen über das Schreiben unterhält („alle Schriftsteller sind Lügner und Diebe“); bei seiner liebenswerten und etwas einfältigen Frau Beth (Tamsin Greig), die für deren leibliches Wohl sorgt, auf der Farm alles am Laufen hält und ihrem Mann eine wertvolle Stütze ist – was Nicholas allerdings nicht davon abhält, sie nach Strich und Faden zu betrügen; und beim ansehnlichen Naturburschen Andy Cobb (Luke Evans), Stonefields Gärtner, Hausmeister, Mädchen für alles - und Tamaras einstige Liebe.
Als Tamara dann auch noch den berühmten Musiker und Teenie-Schwarm Ben Sergeant (herrlich schräg: Dominic Cooper) samt Hund anschleppt, wirbelt sie das vorgeblich ruhige Leben der kleinen Gemeinschaft endgültig durcheinander. Eifersucht macht sich breit - die ausartet, als sich Bens größte Fans, die Teenager Jody und Casey (Jessica Barden und Charlotte Christie) zu folgenschweren Hinterhältigkeiten hinreißen lassen.

Das Drehbuch zu „Immer Drama um Tamara“ wurde von Moira Buffini („Jane Eyre“) nach der bekannten Comic-Serie „Tamara Drewe“ von Posy Simmonds geschrieben, die wiederum von Thomas Hardys stimmungsvollen Roman über das ländliche, Südenglische Leben „Am grünen Rand der Welt“ inspiriert wurde. Der britische Erfolgsregisseur Stephen Frears („Die Queen“) setzte die Comic-Vorlage erfolgreich um und schuf mit „Immer Drama um Tamara“ eine ironische Komödie um die geheime Gefühlswelt der zurückhaltenden, englischen Landbevölkerung, die in Ewedown durch Tamaras Auftauchen ein befreiendes Ventil erhält. Besonders die eigentlich als unsympathisch gemeinten Figuren Nicholas Hardiment und Ben Sergeant zeichnet Frears dabei so anziehend-eigenwillig, dass es einem glatt leid tut, wenn die Komödie gegen Ende mit deren tragischen Momenten aufwartet.

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Bilder © Prokino Filmverleih GmbH