Im Himmel trägt man hohe Schuhe

Miss You Already (2015), Großbritannien
Laufzeit: - FSK: 6 - Genre: Komödie / Drama
Kinostart Deutschland: - Verleih: Neue Visionen

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Im Himmel trägt man hohe Schuhe Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Zwischen Jess (Drew Barrymore) und Milly (Toni Collette) passt kein Blatt Papier, so nahe stehen sich die beiden Freundinnen seit Kindesbeinen. Es gibt kaum ein Foto, auf dem sie nicht zusammen zu sehen sind. Die beiden haben Klamotten, Männer und Geheimnisse geteilt und halten zusammen wie Pech und Schwefel. Milly spaziert auf ihren spektakulären High Heels erfolgreich durchs Leben und hat eigentlich alles erreicht, wovon man träumt: eine steile Karriere, einen wunderbaren Mann und großartige Kinder. Jess ist eher der bodenständigere Typ. Ihr sehnlichster Wunsch ist ein gemeinsames Baby mit ihrem Freund, doch das will irgendwie nicht klappen. Als Milly erfährt, dass sie an Brustkrebs erkrankt ist, braucht sie vor allem eines: Jess. Überwältigt von den Zumutungen, die die Therapie mit sich bringt, stehen die Freundinnen vor einer gewaltigen Herausforderung. Während die Krankheit immer mehr davon verzehrt, was Milly zu einer stolzen Frau gemacht hatte, kann nur Jess' gnadenlos schwarzer Humor die Verzweiflung im Zaum halten. Doch auch wenn die beiden sich über Millys Haarausfall beim Perückenshopping und über die Brechschalen als Hut-Accessoire königlich amüsieren können, zerbricht Millys Glaube, dass alles wieder gut werden kann. Und auch Jess hat ein eigenes Leben, das zunehmend unter der beständigen Freundinnenpflege leidet. Ihre Freundschaft gerät an ihre Grenzen ausgerechnet als Milly sie am dringendsten braucht – um zu überleben.

Drew Barrymore, Toni Collette und Dominic Cooper | mehr Cast & Crew


Im Himmel trägt man hohe Schuhe - Trailer




DVD und Blu-ray | Im Himmel trägt man hohe Schuhe

Blu-ray
Im Himmel trägt man hohe Schuhe Im Himmel trägt man hohe Schuhe
Blu-ray Start:
11.08.2016
FSK: 6 - Laufzeit: 112 min.
DVD
Im Himmel trägt man hohe Schuhe Im Himmel trägt man hohe Schuhe
DVD Start:
11.08.2016
FSK: 6 - Laufzeit: 108 min.

zur DVD Kritik

Filmkritik Im Himmel trägt man hohe Schuhe

Filmwertung: | 6/10


Alan Rickman, David Bowie, Guido Westerwelle und nun auch Fußball-Legende Johan Cruyff – sie alle litten an Krebs und haben diesen leider nicht besiegen können. Das Jahr 2016 startete tragisch, was die Krebskrankheiten angeht. Zudem gibt es 2016 mit dem spanischen Film Freunde fürs Leben, den im April startenden Freeheld und mit der jetzigen Tragikomödie Im Himmel trägt man hohe Schuhe bereits drei Filme, in denen der/die Hauptdarsteller/-in an Krebs leidet. Im Himmel trägt man hohe Schuhe SzenenbildSelten war eine Krankheit so präsent im Kino wie es jetzt der Fall ist. Doch Im Himmel trägt man hohe Schuhe erzählt nicht nur die Geschichte einer Krebspatientin, sondern auch die Geschichte von zwei besten Freundinnen, deren Freundschaft auf eine harte Probe gestellt wird.

Milly und Jess kennen sich schon seit ihrer Kindheit. Während Milly, gespielt von Toni Collette, ihren langjährigen Freund Kit heiratet, Kinder bekommt und erfolgreich in ihrem Job ist, geht es bei Jess, verkörpert von Drew Barrymore, nicht steil bergauf. Zwar lebt sie glücklich mit ihrem Freund Jago in einem Hausboot, doch der Wunsch schwanger zu werden, wurde bisher noch nicht erfüllt. Als es für Milly nicht besser laufen kann, erhält sie die Hiobsbotschaft Brustkrebs. Aus medizinischer Sicht ist eine Chemo-Therapie unvermeidbar. Die beiden Freundinnen haben darüber hinaus jedoch ein weiteres Mittel, wie sie gegen den Krebs ankämpfen: Humor. So gestaltet sich auch der Film weitestgehend nicht zu einem kühlen und an die Nieren gehenden Drama, sondern zu einer lebensfrohen und liebevollen Tragikomödie, die den Zuschauer oft zum Lachen bringt. Jess ist ein äußerst fröhlicher Charakter, der sehr schnell viele Sympathien beim Zuschauer gewinnen wird. Hinzu kommt die natürliche und niedliche Ausstrahlung von Drew Barrymore, die nahezu perfekt zu der Figur Jess passt. Die Performances sind insgesamt sehr solide und die Chemie zwischen den Darstellern stimmt. Der Film hat jedoch andere Schwächen, die später benannt werden.

Doch zunächst noch ein paar positive Aspekte. Neben den sehr menschlichen Charakteren, überzeugt der Film mit vielen witzigen Dialogen. Die witzigen Momente sind auch stets angebracht und zerstören keine ernsthaften Szenen. Der Humor ist erfrischend und unterhält den Zuschauer durchgehend. Woran der Film teilweise scheitert, sind die tragischen Momente. Diese sind wie viele Szenen seltsam inszeniert. Hier wird mit einer leichten Wackelkamera gearbeitet, die einfach nicht funktionieren will. Im Himmel trägt man hohe Schuhe SzenenbildDazu kommen merkwürdige Schnitte und es wird krampfhaft versucht in Momenten, die an sich schon ohnehin traurig sind, weiter auf die Tränendrüse zu drücken, wobei dies völlig unnötig ist. Dabei ist der Film an vielen Stellen äußerst tragisch und könnte den Zuschauern in den traurigen Momenten teilweise sehr nahe gehen. Doch dies passierte aufgrund diverser inszenatorischer Schwächen einfach nicht. Der Film ist verglichen mit anderen „Krebsfilmen“ zwar noch insgesamt sehr solide und nett anzuschauen, doch weit hinter Filmen wie dem starken Das Schicksal ist ein mieser Verräter oder dem großartigen 50/50. Die dramatischen Momente wurden nämlich leider nicht besonders stark inszeniert. Blickt man auf den Namen der Regisseurin, stellt man fest, dass es sich hier um die Regisseurin des 1. Twilight-Films handelt. Das mag vielleicht etwas voreingenommen klingen, doch womöglich liegt es daran, dass der Film atmosphärisch bei den tristen Szenen nicht überzeugt.


Fazit:
Sympathische Charaktere, eine tolle Drew Barrymore, witzige und freche Dialoge machen Im Himmel trägt man hohe Schuhe zu einem soliden und unterhaltsamen Streifen. Dass es nicht mehr wurde, liegt an der eher mittelmäßigen Inszenierung von dramatischen Szenen, die vielleicht, vor allem weil es um Brustkrebs geht, das weibliche Publikum definitiv nicht kalt lassen werden, aber objektiv gesehen unnötig rührselig und technisch nicht fein visualisiert sind.
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Bilder © Neue Visionen