Ice Age 4 - Voll verschoben

Ice Age: Continental Drift (2012), USA
Laufzeit: - FSK: 0 - Genre: Animation / Komödie / 3D
Kinostart Deutschland: - Verleih: 20th Century Fox

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Ice Age 4 - Voll verschoben Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Eines der beliebtesten Trios der Filmgeschichte – Manni, Diego und Sid – macht die Leinen los für ihr größtes Abenteuer, nachdem eine Katastrophe einen ganzen Kontinent in Bewegung setzt. Auf einem Eisberg, der als Schiff herhalten muss, schippern sie getrennt vom Rest der Herde in eine aufregende Reise auf hoher See.

Manni und seine Freunde müssen sich heldenhaft ihrer bisher größten Herausforderung stellen und das Unmögliche möglich machen. Sie treffen dabei auf exotische Meereskreaturen, entdecken eine neue, unbekannte Welt und versuchen, skrupellose Piraten in die Flucht zu schlagen. Währenddessen wird Scrat, der seine geliebte und gleichzeitig verfluchte Nuss wiederfindet, an Plätze katapultiert, die kein prähistorisches Säbelzahn-Eichhörnchen je zuvor gesehen hat.




Ice Age 4 - Voll verschoben - Trailer


ICE AGE 4 - Voll verschoben [3D] - Trailer (Full-HD) - Deutsch / German


Ice Age 4 - Voll verschoben - Teaser-Trailer 2 (Full-HD) - Deutsch / German


Ice Age 4 - Voll verschoben - Teaser-Trailer 1 (Full-HD) - Deutsch / German


DVD und Blu-ray | Ice Age 4 - Voll verschoben

Blu-ray
Ice Age 4 - Voll verschoben Ice Age 4 - Voll verschoben
Blu-ray Start:
26.11.2012
FSK: 0 - Laufzeit: 88 min.
Ice Age 4 - Voll verschoben (3D Blu-ray) Ice Age 4 - Voll verschoben (3D Blu-ray)
Blu-ray Start:
26.11.2012
FSK: 0 - Laufzeit: 88 min.
DVD
Ice Age 4 - Voll verschoben Ice Age 4 - Voll verschoben
DVD Start:
26.11.2012
FSK: 0 - Laufzeit: 84 min.

Filmkritik Ice Age 4 - Voll verschoben

Filmwertung: | 6/10


Vor rund zehn Jahren durfte sich das Säbelzahneichhörnchen Scrat zum ersten Mal auf die scheinbar endlose Jagd nach einer verlockenden Eichel machen, welche dem unbeholfenen Geschöpf leider ständig wieder aus den Händen gleiten soll und letztlich für eine ganze Reihe folgenschwerer Ereignisse verantwortlich ist. In Chris Wedges und Carlos Saldanhas „Ice Age“, dem Auftakt zu einem der aktuell erfolgreichsten Trickfilm-Franchises, wird dem Objekt der Begierde gar die Schuld für die Eiszeit in die Schuhe geschoben. Nach den Fortsetzungen „Ice Age 2: Jetzt taut's“ und „Ice Age 3: Die Dinosaurier sind los“ werden wir nun im vierten Teil der Reihe, welcher im Original passenderweise „Continental Drift“ betitelt ist und hierzulande auf den voll verschrobenen Namen „Voll verschoben“ hört, Zeuge, wie unsere Kontinente tatsächlich entstanden sind: Richtig, auch hier hat der flinke Scrat seine kleinen Krallen im Spiel gehabt.

Natürlich präsentiert sich das vorliegende Abenteuer nach dem spektakulären Katastrophen-Prolog erneut als ein Wiedersehen alter Bekannter. Noch bevor sie von ihrem Schicksal überrumpelt werden, müssen sich Mammut Manni und Faultier Sid mit einigen Familienangelegenheiten herumplagen: Während Sid völlig unerwartet Besuch von seiner sturrköpfigen Oma erhält (oder besser: diese just von der übrigen Verwandschaft bei ihm abgeladen wird), macht es sich Manni zur Aufgabe, ein besonders waches Auge auf seine inzwischen ins Teeniealter gekommene Tochter Peaches zu werfen, die sich unsterblich in einen weiteren Artgenossen verliebt hat. Der letzte große Vater-Tochter-Konflikt wird allerdings jäh unterbrochen, als Manni, Säbelzahntiger Diego, Sid und sein Großmütterchen durch einen gigantischen Erdspalt von den Anderen getrennt und auf einer winzigen Scholle ins offene Meer hinausgetrieben werden. Ihre Odyssee führt sie durch gefährliche Unwetter und schließlich in die Pranken der grimmigen Piraten-Truppe um den sinistren Kapitän Utan. Um ihr eigenes Fell zu retten und ihren Weg zurück zu ihrer Heimat zu finden, müssen sich die Freunde gegen die gemeinen Freibeuter-Schurken zur Wehr setzen...

Der neueste, diesmal von Steve Martino und Mike Thurmeier inszenierte Eintrag ins Eiszeit-Universum erweist sich als insgesamt solider Kinospaß, der durch seine Ausdehnung in die dritte (Kino-)Dimension deutlich an Schauwert gewinnt, allerdings gleichzeitig noch spürbarer auf ein weitgehend sehr junges Publikum abzielt, weshalb die oftmals recht flachen Gags relativ beiläufig an einem Großteil der älteren Zuschauer abprallen. Selbstläufer wie der drollige Scrat mit seiner geliebten Nuss vermögen zwar noch immer ein wohlwollendes Lächeln in die Gesichter zu zaubern, nur leider will der Witz während der etwa 90-minütigen Laufzeit verhältnismäßig selten überspringen. Das mag einerseits daran liegen, dass sich die altbekannten Charaktere und ihre markanten Attitüden über die Länge von drei Filmen bereits abgenutzt haben und Eintrag Nummer vier schlicht kaum nennenswerte Neuerungen aufweisen kann, und andererseits der Tatsache geschuldet sein, dass die eigentliche Geschichte um die drei Freunde plus Anhang auf hoher See zwar fantasievoll gestaltet wird, aber durch den uninteressanten Nebenplot um die ersten Liebesversuche des Teeniemammuts reichlich an Fahrt verliert. „Ice Age 4“ wirkt eher wie eine Aneinanderreihung an mal besseren, mal schlechteren Einfällen, als wie ein Kinoabenteuer „aus einem Guss“. Familiengeschichte, Jugendromanze, Piratenaction und Elemente aus Homer'schen Überlieferungen geben sich die Klinke in die Hand, und man fragt sich, ob nicht zwei dieser Themen völlig ausgereicht hätten, um das Unterhaltungslevel auf einem konstanten Niveau zu halten.

Anfügen sollte man vielleicht noch, dass während des Pressescreenings nicht nur Kolleginnen und Kollegen anwesend waren, sondern außerdem noch eine ganze Schar von Kindern den Saal bevölkert hat – die neue Generation von Kritikern für Filme dieser Art. Das lauthalsige Lachen und Jauchzen der Kleinen hat dann auch gleich den Eindruck erweckt, dass „Ice Age 4: Voll verschoben“ zumindest in Bezug auf seine Zielgruppe so ziemlich alles richtig gemacht hat. Schließlich gibt es ja kaum etwas Ehrlicheres, als die direkte Reaktion eines Kindes.

Doch auch die Kids haben durchaus Mängel an dem Werk beanstandet: Auf der Flucht vor den gemeinen Piraten bandelt Diego mit einer kratzbürstigen Tigerdame an. Während die drohende Gefahr unsere Helden infolge des romantischen Einschubs einzuholen droht, entfährt es einem der ungeduldigen Racker: „Verliebt euch mal etwas schneller!“ Gefordert ist also offensichtlich mehr die Action, weniger das Drama. Diesen Punkt könnten sich ja dann die Verantwortlichen für den mit Sicherheit folgenden „Ice Age 5“ zu Herzen nehmen. Wenn der Erfolg des Werkes von jemandem bestimmt wird, dann wohl eher von den Kleinen, die am nächsten Tag ihren neidischen Klassen-Kameraden mit leuchtenden Augen von dem exklusiven Kinobesuch berichten werden, als von irgendwelchen gestandenen Rezensenten, die anschließend wohlmöglich bittere Verrisse in ihre Tastatur hämmern. Es geht hier immerhin darum, den Nachwuchs mitsamt Eltern zum Kartenkauf zu überreden - und da ist dem Vertreiber durchaus ein einfacher wie genialer Schachzug geglückt, indem man einen Teil der potentiellen Zielgruppe gleich mit ins (Presse-)Boot gesetzt hat. Positive Mund-zu-Mund-Propaganda wird folgen. Auf dem Pausenhof. Morgen. Sicher.

Kurzum: „Ice Age 4“ ist, wie seine Vorgänger, ein kurzweiliger Spaß für die ganze Familie – allerdings einer, der den Jüngeren deutlich mehr Freude bereiten wird, als den Älteren. Mehr gibt es da eigentlich nicht zu sagen.

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Bilder © 20th Century Fox