How It Ends

How It Ends (2021), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Komödie
Kinostart Deutschland: - Verleih: Kinostar

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Inhalt

In dieser apokalyptischen Wohlfühlkomödie erhält die freiheitsliebende Liza (Zoe Lister-Jones) eine Einladung zu einer letzten wilden Party, bevor die Welt untergeht. Doch die Zeit verrinnt schnell, wenn die Apokalypse naht. Als auch noch ihr Auto gestohlen wurde, wird es immer schwieriger es auf die Party zu schaffen und mit Lizas Plan sich von ihren Freunden und Familie zu verabschieden. In Begleitung ihres jüngeren Ichs (Cailee Spaeny) begibt sich Liza auf eine urkomische Reise quer durch Los Angeles, auf der sie auf eine Vielzahl von Charakteren trifft.

Zoe Lister-Jones, Cailee Spaeny und Olivia Wilde | mehr Cast & Crew


How It Ends - Trailer




Filmkritik How It Ends

Filmwertung: | 2/10


Den Weltuntergang haben schon viele Filme dargestellt. Egal ob als Katastrophenfilm "2012" oder als abgedrehte Komödie "Das ist das Ende". Es gibt viele verschiedene Herangehensweisen und natürlich ist davon keine falsch. Ab sofort gibt es aber wieder eine Art mit dem Thema umzugehen und diese ist zwar auch nicht falsch, aber definitiv gewöhnungsbedürftig.

In "How it ends" folgen wir Liza durch ihren letzten Tag auf Erden. Sie weiß, dass sie bald sterben wird. Sie weiß, dass sie dagegen nichts machen kann und sie weiß auch, dass es wohl besser wäre mit ihrer Vergangenheit aufzuräumen. So läuft sie von Person zu Person und versucht sich zu entschuldigen und alle Familienmitglieder, Exfreunde oder auch jegliche Art von Bekannten ein letztes Mal zu sehen und natürlich begegnen ihr auch unterwegs noch ein paar Menschen, mit denen sie nicht gerechnet hätte. All das wäre für eine einzelne Person sehr viel. Zum Glück bekommt Liza aber Unterstützung und das nicht von irgendwem, sondern von ihrem jüngeren Ich und die junge Dame hat nochmal ganz eigene Geschichten, die die alte Liza schon lange wieder vergessen hat. Werden die Zwei den letzten Tag überstehen und die Vergangenheit aufräumen können?

How It Ends: Zoe Lister-Jones und Cailee Spaeny
How It Ends: Zoe Lister-Jones und Cailee Spaeny © Kinostar Filmverleih
Die Idee des Films ist wirklich nicht schlecht. Es ist eine philosophische Idee, mit seinen alten Dämonen aufzuräumen und diese Erde in Frieden zu verlassen. Eine Idee, die einen zum Grübeln bringen könnte. Was würde man selbst machen? Wo würde man an seinem letzten Tag nochmal hingehen? Was ist einem wirklich wichtig? Alles Fragen, die der Film anregen könnte. Jedoch könnte er es nur, er macht es aber nicht. Bei einem solchen Film ist es nämlich sehr wichtig, dass man die Hauptfigur verstehen, sie nachvollziehen und auf irgendeiner Art mit ihr verbinden kann. Sie muss einem dabei nicht unbedingt sympathisch sein, aber eben auch nicht zu austauschbar und nichtssagend. Genau das schafft der Film aber nicht. Er hat die wohl langweiligste Protagonistin seit sehr langer Zeit. Man interessiert sich nicht einmal für sie und es macht auch keine Lust sie zu begleiten. Das liegt aber nicht an der Darstellerin. Sie gibt ihr Bestes und versucht ihre Rolle möglichst gut darzustellen, das Drehbuch lässt aber nicht sehr viel zu.

How It Ends: Olivia Wilde
How It Ends: Olivia Wilde © Kinostar Filmverleih
So kann man "How it Ends" mit folgender Situation beschreiben: Er ist so, als würde man in der U-Bahn ein Telefonat mitbekommen. Man hört es, sieht wie der Mensch reagiert und was es mit ihm macht. Aber eigentlich interessiert er einen nicht genug, um wirklich jedes kleinste Detail aus der Vergangenheit zu erfahren und wenn er die Bahn verlässt, vergisst man das Gesagte schnell wieder und es bleibt nicht viel hängen. Vielleicht überlegt man nochmal, was der ein oder andere Satz von der Person zu bedeuten hatte, aber nicht viel mehr. Es interessiert einen nicht. Genauso fühlt sich auch dieser Film an. Er ist nicht das philosophische und zum Nachdenken anregende Stück Kunst, das er gerne wäre. Das einzig Gute fand ich aber, die Idee mit dem jüngeren Ich. Es war mal eine andere Art von Team, das gewählt wurde und die wirklich sympathische Cailee Spaeny hatte tatsächlich in ihrem Auftreten etwas von einer jungen Natalie Portman. Ich hätte von ihr gerne mehr gesehen, aber sie blieb oftmals nur die stumme Nebenfigur, denn abgesehen von Liza hat sie keiner mitbekommen oder bemerkt. Man merkt also, hätte man bei dem Film an bestimmten Punkten andere Entscheidungen getroffen, eine ausdrucksstärkere Protagonistin genommen und ihr mehr Tiefgang geschrieben, wäre der Film nicht schlecht gewesen. Ein Kammerspiel mit wenigen Schauplätzen und vielen Gesprächen funktioniert gut und hat auch seine ganz eigene Fangemeinde, wenn man es richtig angeht.

Fazit:
So bleibt How It Ends aber ein Film, der Fans eines bestimmten Subgenres ansprechen möchte, allerdings dabei einen riesigen Fehler macht. Er hat eine sehr ausdruckslose Hauptfigur, für die man einfach kein Interesse erbringen kann. Sie bleibt zu blass und das hätte nicht sein müssen. Ihr kommt zwar eine sympathische junge Kollegin zur Hilfe, doch auch diese kann bei diesem Film nichts mehr retten. Langeweile pur!
by Peter Brauer

Bilder © Kinostar