Hitman: Agent 47

Agent 47 (2015), USA
Laufzeit: - FSK: 16 - Genre: Action / Thriller
Kinostart Deutschland: - Verleih: 20th Century Fox

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Hitman: Agent 47 Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Agent 47 (Rupert Friend) ist ein Elite-Killer, der gentechnisch zur perfekten Tötungsmaschine verändert wurde. Er kann nur durch die letzten beiden Nummern eines Barcodes, der auf seinen Nacken tätowiert ist, erkannt werden und ist das Ergebnis jahrzehntelanger Forschung an siebenundvierzig vorhergehenden Agentenklonen - ausgestattet mit beispielloser Stärke, Schnelligkeit, Ausdauer und Intelligenz.
Sein aktuelles Zielobjekt ist ein Mega-Konzern, der versucht die Forschungsdetails um die Agent 47 herauszufinden. Die mächtige Firma plant eine Armee aus Killern zu erschaffen, die sogar die Fähigkeiten von Agent 47 noch übertreffen. Um das zu verhindern und um die skrupellosen Feinde aufzuhalten, verbündet sich Agent 47 mit einer jungen Frau (Hannah Ware), die all diese Geheimnisse zu kennen scheint. Dabei wird er mit schockierenden Enthüllungen über seine Herkunft konfrontiert und begibt sich in einen epischen Kampf mit seinem tödlichsten Feind...


Zachary Quinto, Rupert Friend und Hannah Ware | mehr Cast & Crew


Hitman: Agent 47 - Trailer


Hitman: Agent 47 - Trailer


DVD und Blu-ray | Hitman: Agent 47

Blu-ray
Hitman: Agent 47 Hitman: Agent 47
Blu-ray Start:
04.02.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 96 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Hitman: Agent 47 Hitman: Agent 47
DVD Start:
04.02.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 92 min.

Filmkritik Hitman: Agent 47

Filmwertung: | 5/10


Die Figur „Hitman“ wurde durch die gleichnamige Computerspiel-Serie des dänischen Entwicklers IO Interactive bekannt.
Wie auch im Spiel handelt „Hitman: Agent 47“ von einem gentechnisch manipulierten Elite-Killer, der als perfekte Tötungsmaschine zum Einsatz kommt. Seinen Namen hat er von den zwei letzten Ziffern eines Barcodes, den man ihn ins Genick tätowiert hat. Alle 46 Agentenklone vor ihm konnten ihm nicht das Wasser reichen – er ist das perfekte Agenten-Modell geworden.
Sein neuester Job besteht darin, den Plan einer Korporation zu vereiteln, die vorsieht, das Geheimnis von Agent 47 zu entschlüsseln. Mit dieser Information will man eine eigene Agenten-Killerarmee ins Leben rufen. Um dies zu verhindern verbündet er sich mit einer jungen Frau, die noch eine tragende Rolle spielen wird…

Bereits 2007 gab es den Versuch der Verfilmung zur Computerspielfigur Hitman.
„Hitman – Jeder stirbt alleine“ von Regisseur Xavier Gens (The Divide – Die Hölle sind die anderen, The ABCs of Death) floppte allerdings.
Mit „Hitman: Agent 47“ will es nun der renommierte Werbefilmregisseur Aleksander Bach besser machen und gibt damit gleichzeitig sein Spielfilmdebüt.
Bei einer derartigen Figur ist es allerdings in der Regel für das Publikum etwas schwierig gewisse Sympathien zu entwickeln beziehungsweise überhaupt den Protagonisten weniger als kalte Tötungsmaschine und mehr als den „Helden“ zu sehen. Genau deshalb untersucht der Film die Frage, so Regisseur Aleksander Bach, „ob es möglich ist, einem Menschen die Emotionen zu rauben. Liebe und Angst beispielsweise, Dinge also, die uns erst zum Menschen machen.”
Das Problem an diesem Gedanken: Das weiß niemand. Aus dem Trailer geht zwar in Ansätzen hervor, dass Hitman scheinbar geneigt ist fernab seines eigentlichen Auftrags Handlungen zur Sicherheit der Menschheit durchzuführen, doch das macht die Story nicht unbedingt besser.
Offensichtlich ist das ein Versuch „Hitman: Agent 47“ für eine breitere Zielgruppe empfänglich zu machen, statt ausschließlich Computerspiel-Fans anzulocken. Doch dieser Versuch könnte nach hinten losgehen. Denn wer die Figur „Hitman“ kennt, erwartet sicherlich etwas anderes, als einen gute Taten vollrichtenden Auftragskiller.
Somit kommt es beispielsweise unweigerlich dazu, dass gewisse Gesprächssituationen in einigen Szenen komplett das Tempo drosseln und sich wie Kaugummi hinziehen. Für einen Actionfilm sehr ungeeignet.

Hinzu kommt, dass man ab einem gewissen Punkt vollkommen die Orientierung verliert. Man sieht anfangs, dass man sich in Berlin befindet und auch die spätere Reise nach Singapur ist offensichtlich. Doch im Zuge der Verfolgungsjagd und den teilweise sehr seltsamen Locations, kommt man irgendwann einfach nicht mehr hinterher.

Die schauspielerische Leistung von Rupert Friend (Homeland) ist zwar gut, doch nicht perfekt. Es ist sicher sehr anspruchsvoll, eine Person mimisch darzustellen, die eiskalt ist und doch menschliche Züge aufweisen muss. Leider ist ihm dieses Spiel immer so überzeugend gelungen. Die Figur der Katia, gespielt von Hannah Ware (Betrayal), ist in verschiedenerlei Hinsicht das Herz von „Hitman: Agent 47“. Katia zeichnet der unbedingte Wille aus, im Alleingang Antworten auf all ihre Fragen zu finden. Außerdem ist sie die Zielscheibe aller Parteien im Film. Sie ist sehr emotional und versucht im Verlauf der Handlung herauszufinden, ob Agent 47 zu menschlichen Gefühlen fähig ist. Sie spielt ihre Rolle wirklich sehr gut! Doch die Rolle ist das Problem. Die symbolisiert Schwäche und muss schließlich über sich hinaus wachsen. Alles schön und gut, doch der Weg dorthin ist lang und geht ein Stück weit leider auch auf die Nerven.

Was man dem Film auf jeden Fall gutheißen muss, ist das Farbspiel, die Bildsprache und die Musik. Bild und Ton sind eins und passen sich perfekt in die Actionszenerie. Genau das macht „Hitman: Agent 47“ aus. Denn wenn es zur Action kommt, macht es wirklich Spaß zuzuschauen.


Fazit:
Erwartet nicht zu viel! Der Hitman, den man sich als „Fan“ eigentlich vorstellt, wird man hier nicht antreffen. Unterhaltsam ist der Streifen zwar definitiv und ebenfalls optisch ein Hingucker, doch die Story ist einfach nur irritierend und nicht gut durchdacht. Denn ganz im Ernst: Hitman und Gefühle? Wie passt das zusammen?
Das innere einer perfekten Killermaschine zu erforschen ist zwar eine nette Idee, an der richtigen Umsetzung ist man allerdings gescheitert.
by

Bilder © 20th Century Fox