Hercules

Hercules (2014), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Action / Abenteuer
Kinostart Deutschland: - Verleih: Paramount Pictures Germany

Hercules Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Der legendäre Hercules (Dwayne Johnson) führt seine Söldner und die Armee von König Cotys (John Hurt) in die Schlacht um Thrakien. Sie wollen das Reich vom teuflischen Centaur Rhesus (Tobias Santelmann) befreien, der das Land in einem blutigen Bürgerkrieg in Schutt und Asche gelegt hat. Ihr Ziel: den rechtmäßigen Throninhaber Cotys wieder an die Macht bringen. Doch Hercules, halb Mensch, halb Gott, ahnt nicht, dass Cotys ein doppeltes Spiel mit ihm treibt. Sein größter Kampf, der alles von ihm fordern und seine sagenumwobenen Fähigkeiten auf die Probe stellen wird, steht unmittelbar bevor...

Dwayne Johnson, John Hurt und Joseph Fiennes | mehr Cast & Crew


DVD und Blu-ray | Hercules

Blu-ray
Hercules - Extended Cut Hercules - Extended Cut
Blu-ray Start:
02.01.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 101 min.

zur Blu-ray Kritik
Hercules - Extended Cut (3D Blu-ray) Hercules - Extended Cut (3D Blu-ray)
Blu-ray Start:
02.01.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 101 min.
DVD
Hercules Hercules
DVD Start:
02.01.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 94 min.

Filmkritik Hercules

Filmwertung: | 7/10


Herkules, bekannt als größter Heroen der griechischen Geschichte, diente als Inspiration für bisher vierzig Filme. Erst vor wenigen Monaten startete Renny Harlins Actionepos „The Legend of Hercules“, der sich am Leben von Zeus` Sohn und dessen heldenhaften Taten orientierte. Mit „Hercules“ von Regisseur Brett Ratner („X-Men: Der letzte Widerstand“) findet der mythische Held nun erneut seinen Weg auf die Kinoleinwand.

Dwayne Johnson („Fast & Furious 6“) übernimmt die Titelrolle und präsentiert sich als legendärer Held. Im Gegensatz zu Harlin nutzt Ratner den zugrundeliegenden Mythos jedoch nur für das Intro. Im Schnelldurchlauf sieht der Zuschauer, wie Herkules als Baby die von Göttin Hera gesandten Schlagen erwürgt, die Lernäische Hydra enthauptet oder den Nemesischen Löwen tötet. Die restliche Handlung ist fern der altbekannten Legende gestaltet und präsentiert den Helden von einer humorvollen Seite als Sterblichen. Mit Bogenschützin Atlanta (Ingrid Bolsø Berdal), dem Krieger Tydeus (Aksel Hennie), Seher Amphiaraus (Ian McShane) sowie Neffe Ilolaus (Reece Ritchie) schreitet Herkules als Söldner ins Gefecht. Während er die Armee des thrakischen Königs Cotys (John Hurt) trainiert, kommt seine traumatische Vergangenheit ans Licht. Als reale Person stellt sich der Held dem Kampf mit strategischem Geschick, fernab göttlicher Unterstützung.
Inspiriert durch den Graphic Novel „Hercules: The Thracian Wars“ vom britischen Zeichner Steve Moore, wird die Geschichte mit einer erfrischenden Perspektive entmystifizieren. Die Drehbuchautoren Ryan Condal und Evan Spiliotopoulous stellen Herkules Zentauren in den Weg, die bei einer näheren Betrachtung den Menschen ähnlicher sind als erwartet. Die Schlachtszenen nehmen die gesamte Kinoleinwand ein und liefern durch die Realkulissen einen grandiosen Look. Aus der Vogelperspektive gezeigt offenbaren sich dem Zuschauer unerwartete Dimensionen, deren 3D-Effekt jedoch nicht vollends begeistern kann. Denn leider beziehen sich die Effekte nur auf die vorderen Ebenen und verlieren sich Hintergrund. Die epischen Schlachten fallen trotz ihrer brutalen Härte unerwartet blutarm aus. Speere durchbohren die feindlichen Stämme, ohne das sich dem Zuschauer ein Blutbad präsentiert. Die Gegner gehen reihenweise zu Boden, bevor der Regisseur mit einem gekonnten Schnitt die Perspektive wechselt. Militärische Eroberungen und die Unruhen zwischen den Stämmen bebildern den Alltag des Römischen Reichs. Den größten Unterhaltungswert liefert jedoch, neben der atmosphärischen Bilder, der schlagfertige Humor. Stets mit einem lockeren Spruch auf den Lippen nehmen sich die Figuren selbst nicht allzu ernst. Durch pointierte Dialoge wird die Handlung aufgelockert und bietet immer wieder humorvolle Situationen zum Schmunzeln und Lachen. Mit Dwayne „The Rock“ Johnson ist ein starker und dynamischer Titelheld gefunden, der seine Rolle auf der Kinoleinwand vollends ausfüllt. Charismatisch und imposant verleiht er der mythischen Legende eine neue Perspektive. Sowohl in Action-Szenen, als auch in ruhigeren Momenten bleibt Johnson seiner Rolle treu. An seiner Seite können Aksel Hennie („Jo Nesbø’s Headhunters“) als wortkarger Krieger und Ingrid Bolsø Berdal („Chernobyl Diaries“) als ausdauernde Bogenschützin unterhalten. Ian McShane („Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten“) bleibt leider im Hintergrund, auch wenn ihm ein paar nette Momente vergönnt sind.
Im Vergleich zu ähnlichen Epen fällt „Hercules“ mit knapp 98 Minuten kurz und knackig aus. Das Vorhaben des Regisseurs, sich auf das Wesentliche der Geschichte zu konzentrieren und diese nicht unnötig in die Länge zu ziehen, ist geglückt.

Fazit:
Brett Ratners „Hercules“ ist ein actiongeladener Film, der durch seine zynischen Haupt- und Nebenfiguren lebt. Dank Dwayne Johnson gehen Humor und Action Hand in Hand. Dem Zuschauer erwartet ein ausgelassenes Popcorn-Kino mit epischen Schlachten, neuen Perspektiven und humorvollen Dialogen. Auf den 3D-Effekt kann man getrost verzichten.
by Sandy Kolbuch

Bilder © Paramount Pictures Germany