Halloween Ends

Halloween Ends (2022), USA
Laufzeit: - FSK: 18 - Genre: Horror / Thriller
Kinostart Deutschland: - Verleih: Universal Pictures Intl.

Halloween Ends Filmplakat -> zur Filmkritik

Inhalt

Nach den grauenhaften Ereignissen von Halloween Kills zieht sich Laurie nun mit ihrer einzigen verbliebenen Angehörigen, ihrer Enkelin Allyson, in ein neues Haus zurück. Vier Jahre vergehen und in der Zwischenzeit scheint Michael Myers spurlos verschwunden zu sein. Zeit für Laurie, die Geschehnisse in ihren Memoiren aufzuarbeiten, damit abzuschließen und Frieden zu finden. Jedoch hat Haddonfield nie wirklich vergessen. Stets erinnert die Halloween-Nacht alle Bürger an Michael Myers – die Angst vor dem nie vernichteten Bösen bleibt präsent. Und als der junge Babysitter Corey Cunningham beschuldigt wird, einen kleinen Jungen ermordet zu haben, zeigt die städtische Gemeinschaft ihr finsteres Gesicht. Sie treiben Corey in die Enge und beschwören das Böse wieder herauf. Das Böse, was Laurie seit fast 45 Jahren kennt und eigentlich vergessen wollte.

Jamie Lee Curtis, Andi Matichak und James Jude Courtney | mehr Cast & Crew


Filmkritik Halloween Ends

Filmwertung: | 2/10


1978 wurde erstmals Michael Myers vorgestellt. Er war schon damals ein Mörder, der sich durch arme Menschen gemetzelt und keine Gnade gezeigt hat: Eine ideale Horrorikone also und sie kennt man bis heute. Dann erschien 30 Jahre später eine Fortsetzung, die sich diesem Bösen erneut annahm und dabei so fantastisch lief, dass zwei weitere Fortsetzungen sofort angekündigt wurden. Diese erschienen 2021 und nun ist die zweite da und diese lässt mit dem Beinamen "Ends" auf ein Ende schließen.

Aber ist es das wirklich? Sicher dürfte sein, früher oder später wird es weitergehen und die Frage ist nur, was den Filmemachern dann einfallen wird. Dieses Projekt ist nun der dreizehnte Teil der Reihe und der siebte, wo Jamie Lee Curtis mitspielt. Regie übernimmt hier David Gordon Green (Ihn kennt man auch von Werken wie "Ananas Express"). Die Musik stammt neben dem ikonischen Titelsong von John Carpenter von seinem Sohn Cody Carpenter und Daniel Davies. Er geht mit 111 Minuten 5 Minuten länger als sein direkter Vorgänger aus dem letzten Jahr. Über ihn wurde im Vorfeld aber gesagt, er sei „intimer“ und „zurückhaltender“ als Kills und das spürt man.

Die erste Stärke ist, dass sich das Projekt wirklich anfühlt wie ein Finale. Man hat versucht, hier einige der Punkte zusammenzubringen und das Beste herauszuholen. Man hat sich überlegt, wie eine perfekte Abrundung aussehen könnte und leider anschließend das Meiste davon wieder vergessen. Aber dieses Gefühl eines Endes ist trotzdem da und darüber freut man sich anschließend auch. Aber es wäre auch schön, würde man es hiermit lassen. Es gibt ein paar interessante Morde, doch diese waren im Vorgänger deutlich besser. So ist das ein sehr diskutables Projekt, das eine Idee umsetzt, die so nicht hätte sein dürfen. Man bringt eine neue Figur hinein und hat zwar mit ihm viel vor, sie bleibt aber so unsympathisch, dass man keine Lust hat, dem zu folgen und schlägt sich dabei auch immer wieder gegen den Kopf beim Schauen

Auch sonst ist das ein Projekt, wo man spürt, dass es hohe Ziele hat, leider aber den falschen Weg dahin genutzt hat. Er wird beim darüber nachdenken immer schlechter und wer den Kinosaal mit einem Achselzucken verlässt, wird nach ein paar Tagen verstehen, wie schlecht all das eigentlich gewesen ist. Auch die etablierten Darsteller hatten sichtbar keine Lust mehr und es wäre gut, würde man Curtis bei einem nächsten Projekt nicht mehr zurückbringen. Der Film ist zu ruhig für das was er sein sollte und zu brutal um in einem anderen Genre unterzukommen, damit wird er es schwer haben, ein Publikum zu finden, das er glücklich machen kann und hier wird überraschend viel Humor eingesetzt, sehr viel mehr als er vertragen hätte. Am Anfang war das vielleicht noch ganz lustig, aber irgendwann war es einfach nur noch nervig, genauso wie der Rest.

Fazit:
So bleibt Halloween Ends ein Projekt, bei dem die größte Stärke ist, dass er nun endlich ein Ende gefunden hat.
by Peter Brauer

Bilder © Universal Pictures Intl.