Halloween

Halloween (2018), USA
Laufzeit: - FSK: 16 - Genre: Horror / Thriller
Kinostart Deutschland: - Verleih: Universal Pictures Intl.

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Inhalt

Vor 40 Jahren wurden durch ein filmisches Meisterwerk die Regeln des Horrorfilms neu geschrieben: John Carpenters HALLOWEEN machte aus dem psychopathischen Serienmörder Michael Myers eine Kultfigur und aus der Hauptdarstellerin Jamie Lee Curtis eine Ikone des Genres. Als junge Laurie Strode konnte sie dem Killer damals nur knapp entkommen.
Mit diesem Halloween kehrt der Schrecken zurück, als Michael Myers aus dem Gefängnis entkommt und sich aufmacht, um sein Werk endgültig zu vollenden.


Jamie Lee Curtis, Judy Greer und Will Patton | mehr Cast & Crew


Halloween - Trailer




Filmkritik Halloween

Filmwertung: | 7/10


1978 hielt ein Film die ganze Welt vom Schlafen ab. Ein Film der sehr gruselig daherkam und den auch heute noch viele Filmemacher erfolglos versuchen zu kopieren. Auch wenn dieser Film in seiner Entwicklung kaum Geld kostete und leicht umgesetzt werden konnte, lief er sehr erfolgreich im Kino und zog 10 Fortsetzungen nach sich. Dies ist nun der elfte Teil der Reihe und Michael Myers ist noch immer so bekannt wie bei seinem ersten Auftritt, vor genau 40 Jahren. Er ist der große schwarze Mann der sich zwar ganz langsam und schweigsam auf seine Opfer zu bewegt, doch der auch keine Scheu hat sie trotzdem alle umzubringen und Unschuldige zu töten. Er ist ein Urvater des Horrorgenres und mit diesem Film endlich wieder zurück auf der großen Leinwand, bereit um seine blutige Jagd zu vollführen und eins ist dabei klar… Diese Halloweennacht wird keiner so schnell wieder vergessen!

Halloween (2018): Michael Myers
Halloween (2018): Michael Myers © Universal Pictures International Germany GmbH
Zum 40. Jährigen Jubiläum haben sich die Macher der Reihe so manchen neuen Kniff einfallen lassen und sich mit Blumhouse Productions eine Produktionsfirma an Land gezogen, die sich in den letzten Jahren für viele gute und bekannte Horrorfilme wie der “Paranormal Activity” Reihe, der “Insidious” Reihe, oder auch “Split”, “Get Out”, “Happy Deathday” oder auch ein paar Teilen der “Purge” Reihe einen Namen gemacht haben. Doch dies ist die erste bekannte Reihe, die das Studio nur weiterführt, aber wo es nicht selbst für verantwortlich ist und dabei machen sie mit der Reihe genau eins: Sie ignorieren tatsächlich alle anderen Teile und lassen Teil 11 direkt nach Teil 1 spielen. Der Film beginnt hier mit einem Michael, der sich in einer psychiatrischen Anstalt befindet und dort seit dem ersten Teil auch nicht herausgekommen ist. Doch eines Tages soll er mit anderen Insassen verlegt werden und dann kommt das Unvorhersehbare. Der Bus hat einen Unfall und die Insassen können flüchten. So ist Michael Myers auf dem Weg zu Laurie Strode, die er als einzige in der Halloweennacht 1978 nicht getötet hat. Doch diese hatte genug Zeit sich auf seinen Ausbruch vorzubereiten und ist bereit dem Grauen ein für alle Mal ein Ende zu machen. Auch Michael hat in dieser Zeit dazu gelernt und ist nun eine viel größere Gefahr als er es damals war und ist bereit noch über viel mehr Leichen zu gehen und dabei lässt der Film genau eine Frage bis zum Ende offen…Wer der zwei wird diese Nacht nicht überleben? Schafft Laurie es dem Grauen ein Ende zu setzen, oder wird sie vom schwarzen Mann letztendlich doch noch getötet und Michael schafft das, was ihm bisher nicht gelungen ist.

Jamie Lee Curtis in Halloween (2018)
Jamie Lee Curtis in Halloween (2018) © Universal Pictures International Germany GmbH
Dabei gelingt es dem Film großartig, in seinen Kamerafahrten, den alten 80er Jahre Look wiederaufzubauen und alles so darzustellen als sei der Film schon vor vielen Jahren gedreht worden und käme erst jetzt ins Kino. Doch auch die Musik ist genauso wie früher. John Carpenter - der schon damals die Musik komponierte - konnte für das Projekt zurückgewonnen werden und darf, mit seinem bekannten Halloweencover, alle Kinoleinwände nochmal erzittern lassen. Doch der Film hat nicht nur altes zu bieten, sondern besitzt auch so manche neue kreative Idee, die wirklich gut funktioniert. Er schafft es eine sehr dichte Atmosphäre aufzubauen - dass man sich nicht traut zu atmen - und weist deutlich brutalere Szenen auf als frühere Werke der Reihe. Die Morde die Michael im ersten Teil vollzogen hat macht er hier im ersten Drittel des Films und bei den Dingen die technisch heutzutage möglich sind, sind da auch so manche Tode dabei die beinahe den Film auf eine FSK 18 Stufung hätte heben können. Er ist wirklich grausam und funktioniert wahnsinnig gut auf der großen Kinoleinwand und wenn man den Film zusammen in einer Gruppe sieht. Doch man muss hier ebenso wissen, dass der Film weniger auf Jumpscairs als auf eine angespannte Stimmung setzt. So können sich auch die Leute, die sonst eher Angst vor Horrorfilmen haben ihn sich dennoch problemlos ansehen und ihren Spaß haben. Ich saß am Ende sogar im Kino und hatte direkt wieder Lust ihn mir ein zweites Mal anzusehen und wollte nur zu gerne wissen, wie es in den nächsten Jahren mit der Reihe weitergeht.

Rhian Rees in Halloween (2018)
Rhian Rees in Halloween (2018) © Universal Pictures International Germany GmbH
Doch “Halloween“ hat auch seine Schwachpunkte. Er ist unfassbar vorhersehbar, kein Tod kommt hier überraschend und in den meisten Fällen sind die Opfer dem Zuschauer sogar relativ egal. Denn der Film bleibt seine komplette Lauflänge nur an der Oberfläche und geht zu keinem einzigen Moment wirklich tiefer auf die Figuren ein. Auch eine Jamie Lee Curtis, dessen Figur Michael Myers kennt wie keine andere und seit 40 Jahre psychische Probleme wegen ihm hat, ist hier relativ oberflächlich. Das hätte an mancher Stelle wirklich noch etwas tiefer gehen dürfen. Außerdem sehen viele der Tode viel zu CGI mäßig aus und nicht mehr so natürlich wie sie es früher mal getan haben. Auch Michael Myers ist hier teilweise eine echte Schwachstelle. Er läuft hier einfach nur seinen Weg ab und findet immer genau das was er gerade braucht. Er mordet und bekommt seine Maske ohne vorher zu wissen wo sie sich eigentlich befindet. Er tötet weiter und findet rein zu fällig ein Messer in einem Haus wo er vorher noch nie drin war und da gibt es noch so manch andere Stelle die so abläuft. Außerdem wird der Film kurz vorm Ende an einer Stelle nochmal sehr unnötig kompliziert, was er ganz eindeutig nicht gebraucht hätte.


Fazit:
Abschließend lässt sich also sagen, wenn man weiß auf was man sich einlässt und kein Horrorfilm erwartet wo man sich dutzende Male erschrickt, sondern wo man einfach eine gute und doch packende Zeit hat, dann sollte man sich „Halloween“ auf keinen Fall entgehen lassen. Der Film weißt 80er Jahre Charme auf und hat so manche Stelle die an den alten Klassiker erinnert. Doch er hat auch so manche Schwachstelle die er nicht verbergen kann und die einem sehr schnell auffallen. Dennoch kann der Film im großen und ganzen sehr überzeugen und es ist schön diese ikonische Figur endlich wieder auf der großen Leinwand erleben zu dürfen.
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Bilder © Universal Pictures Intl.