Gunpowder Milkshake

Gunpowder Milkshake (2021), USA
Laufzeit: - FSK: 18 - Genre: Action / Thriller
Kinostart Deutschland: - Verleih: StudioCanal

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Gunpowder Milkshake Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Vor Jahren musste Profikillerin Scarlet (Lena Headey) ihre geliebte Tochter Sam (Karen Gillan) zurücklassen und vor ihren gnadenlosen Feinden in den Untergrund abtauchen. Inzwischen ist Sam als knallharte Assassine in die Fußstapfen ihrer Mutter getreten. Als ein riskanter Auftrag außer Kontrolle gerät und ein unschuldiges Mädchen in die Auseinandersetzung hineingezogen wird, muss auch Sam untertauchen – und trifft dabei auf keine Geringere als ihre Mutter. Gemeinsam mit Scarlets ehemaligen Weggefährtinnen, die nur darauf gewartet haben, ihre tödlichen Talente wieder einmal unter Beweis zu stellen, setzen die beiden Kämpferinnen alles daran, ihre Widersacher in die Knie zu zwingen und jene zu beschützen, die sie lieben…

Karen Gillan, Lena Headey und Michelle Yeoh | mehr Cast & Crew


Gunpowder Milkshake - Trailer




DVD und Blu-ray | Gunpowder Milkshake

Blu-ray
Gunpowder Milkshake Gunpowder Milkshake
Blu-ray Start:
14.04.2022
FSK: 18 - Laufzeit: 114 min.
Gunpowder Milkshake (4K Ultra HD) Gunpowder Milkshake (4K Ultra HD)
Blu-ray Start:
14.04.2022
FSK: 18 - Laufzeit: 114 min.
DVD
Gunpowder Milkshake Gunpowder Milkshake
DVD Start:
14.04.2022
FSK: 18 - Laufzeit: 110 min.

Filmkritik Gunpowder Milkshake

Filmwertung: | 4/10


Wenn man in den letzten Jahren auf Hollywood- und besonders natürlich die Actionfilme geschaut hat, ist schnell ein bestimmtes Muster aufgefallen. Das Muster "Einer gegen Alle" wurde eindeutig mit Denzel Washington und Keanu Reeves verfilmt und lief sehr erfolgreich. So war es nur eine Frage der Zeit, bis Hollywood in ihren aktuellen Bemühungen: Etwas mehr fürs Frauenbild zu tun, auch eine Frau in den Mittelpunkt eines solchen Films setzen würden. Zwar macht bereits der Trailer klar, dass sie nicht komplett alleine ist, trotzdem steht und fällt hier alles mit dem Namen Karen Gillan und alle Weiteren sind einfach nur Ergänzungen, da es für eine einzelne Person dann vielleicht doch ein wenig zu viele Antagonisten gegeben hätte. In diesem Film geht es um Sam, die in jungen Jahren ihre Mutter verloren hat. Diese ist jedoch nicht gestorben, musste sie aber aus bestimmten Gründen trotzdem verlassen. Sam hat das nicht verstanden und fühlte sich nachvollziehbarer Weise alleine gelassen.
GUNPOWDER MILKSHAKE: Sam (Karen Gillan, l.) und Emily (Chloe Coleman, r.)
GUNPOWDER MILKSHAKE: Sam (Karen Gillan, l.) und Emily (Chloe Coleman, r.) © Studiocanal
Genau in diesem Moment wurde sie Teil "Der Firma", die das Potenzial der jungen Frau sahen und wussten, dass sie sie gut führen könnten. Sam hatte keine andere Wahl und ließ es über sich geschehen. 15 Jahre später ist sie nun eine der besten Killerinnen der Firma und meuchelt sich für sie durch alle möglichen Schurken auf der Suche nach dem Gefühl, das sie einst verloren hat. Eines Tages tötet sie den falschen Mann, bekommt mit, dass er eine Tochter hat, der nun das gleiche Schicksal wie ihr drohen könnte. Sie rast so schnell sie kann zu diesem kleinen Mädchen. Das möchte "Die Firma" jedoch nicht, denn so würden sie zulassen, dass sie etwas aus eigener Überzeugung tun würde. Sie schicken drei Männer sie aufzuhalten, doch auch das hält Sam nicht von ihren Zielen ab. Bald schon hat sie wieder die falschen Männer getötet und steht nicht mehr unter dem Schutz "Der Firma". So ist sie zwar frei, doch auch ein gefundenes Fressen für alle möglichen Übeltäter.
GUNPOWDER MILKSHAKE: Scarlet (Lena Headey)
GUNPOWDER MILKSHAKE: Scarlet (Lena Headey) © Studiocanal
Die erste Stärke dieses Films ist sein sehr schicker Look, mit dem er definitiv überzeugen kann. Dieser sieht nämlich von seinen Farben sehr, nach den in Amerika weit verbreiteten und beliebten Diners aus. Etwas womit er sich zwar nicht unbedingt aus der Masse hervorhebt, doch was trotzdem ein angenehmes Pro Argument ist. Das zweite tolle Argument ist definitiv Karen Gillan die sich hier nach "Guardians of the Galaxy" und "Jumanji" eine dritte Paraderolle aufbaut und alleine ihretwegen wäre es schön, wenn man diesen Film weiter ausbauen und mehr draus machen würde. Das Ende lässt einen zweiten Film absolut offen und man hat danach auch Lust mehr zu sehen. Es ist ein Film wie man ihn erwartet und Fans von den oben genannten Beispielen werden hier definitiv abgeholt. Es ist schön, dass man hier endlich mal neben einem John Wick der bereits zwei Fortsetzungen bekommen hat und wo noch lange nicht Schluss ist, nun auch einen weiblichen Gegenpart auf die Leinwand bringt. Das geht zwar nicht immer gut und man sollte nicht versuchen auf Krampf jedes erfolgreiche Franchise unbedingt mit Frauen nochmal neu zu machen, um mit der Zeit zu gehen.
GUNPOWDER MILKSHAKE: Florence (Michelle Yeoh) Anna May (Angela Bassett) und Madeleine (Carla Gugino), (v.l.n.r.)
GUNPOWDER MILKSHAKE: Florence (Michelle Yeoh) Anna May (Angela Bassett) und Madeleine (Carla Gugino), (v.l.n.r.) © Studiocanal
Da gab es schon genug Beispiele, wo es nach hinten losgegangen ist und die Fans der beliebten Reihen nun eher meiden und hassen, als wirklich dankbar dafür zu sein, sie zu haben. Doch bei Gillan merkt man schnell klar, dass bei ihr nichts krampfhaft ist und dass sie für einen Film genau die Richtige ist. Wenn man also in Zukunft Filme machen möchte, mit einer starken und taffen Frau, ist sie definitiv die beste Option und es ist schön, eine solche Figur zu haben, die funktioniert und die bei einem FSK 18 auch ordentlich Blut spritzen lassen kann. Doch abgesehen von ihr funktioniert leider keine weitere Figur und man hätte sie auch allesamt nicht gebraucht. Hätte man also einfach ein paar weniger Antagonisten genommen, hätte Gillan diesen Film auch wunderbar alleine und sogar besser als in der Gruppe tragen können. Zu viele Antagonisten ist nämlich der einzige Grund, wieso es diese anderen Frauen gibt und das ist wirklich zu wenig für ernstzunehmende Figuren. Zudem ist das ein Film, wo man die typischen Schwächen vieler andere Genrevertreter wieder sieht. Eine Geschichte ist nicht wirklich vorhanden, die Figuren gehen nicht wirklich tief, mehr als die Hälfte ihrer Tätigkeiten gäben in einer realen Welt keinen Sinn und wären absolut unmöglich, der Film bleibt auch nicht lange hängen und der Haupt Antagonist ist zu eindimensional und austauschbar. Doch diese Punkte erwartet keiner von so einem Film, nur wenn, dann sind sie auch diese bei "Gunpowder Milkshake" wieder nicht vorhanden.

Fazit:
Gunpowder Milkshake ist also definitiv ein Film für alle möglichen Fans solcher Filme, die gerne einmal die gelungene weibliche Version eines John Wick sehen wollen und Karen Gillan in einer neuen tollen Rolle. Eine Frau, von der man in Zukunft noch einiges sehen wird und wo auch Zweifler wohl immer mehr zu Fans werden könnten. Wer sich also von diesen Punkten angesprochen fühlt, sollte sich diesen Film wirklich anschauen und sich nicht von der niedrigen Punktzahl beirren lassen, er kann einiges. Gesamt gesehen ist das aber kein nennenswerter und guter Film.
by Peter Brauer

Bilder © StudioCanal