Godzilla vs. Kong

Godzilla vs. Kong (2021), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Action / Science-Fiction / Thriller
Kinostart Deutschland: - Verleih: Warner Bros.

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Inhalt

In „Godzilla vs. Kong“ liefern sich die mythischen Gegner einen spektakulären Kampf, bei dem nichts weniger als das Schicksal der gesamten Welt auf dem Spiel steht. Kong und seine Beschützer befinden sich auf einer gefährlichen Reise, um die wahre Heimat des Giganten zu finden. Mit dabei ist auch Jia, ein junges Waisenmädchen, zu dem Kong eine starke und einzigartige Bindung aufgebaut hat. Unerwartet kreuzen die Reisenden den Weg des wütenden Godzilla, der eine Schneise der Verwu?stung u?ber den Erdball zieht. Doch in dem epischen, durch unsichtbare Kräfte ausgelösten Zusammenstoß der beiden

Alexander Skarsgård, Millie Bobby Brown und Rebecca Hall | mehr Cast & Crew


Godzilla vs. Kong - Trailer




Filmkritik Godzilla vs. Kong

Filmwertung: | 6/10


Nach etlichen Verschiebungen erscheint nun endlich auch „Godzilla vs Kong“ in den Deutschen Kinos und leitet damit zeitgleich auch das Ende der viel zu langen Kinopause ein. Der Film stellt damit auch ein quasi Remake des japanischen Filmes „Die Rückkehr des King Kong“ dar, in welchem der legendäre Affe und die bestialische Echse erstmals aufeinander trafen. Doch hat sich das Warten auch gelohnt und wir bekommen erstmals eine gute Adaption des Stoffes oder erwartet uns mit dem Blockbuster stattdessen eine herbe Enttäuschung? Dies erfahrt ihr in meiner Kritik.

Godzilla vs. Kong: Kampf der Giganten
Godzilla vs. Kong: Kampf der Giganten © Warner Bros.
Einige Zeit nach den Ereignissen von „Godzilla 2: King of the Monsters“ beginnt Godzilla urplötzlich damit, mehrere Stationen der Menschen anzugreifen. Das Militär sieht Godzillas nächstes Ziel in dem riesigen Affen Kong, da dieser, genau wie die Echse, um einen Alphastatus konkurriert. Die Mission einer kleinen Gruppe, angeführt von Dr. Nathan Lind (Alexander Skarsgard) und Dr. Ilene Adrews (Rebecca Hall) besteht daher daraus, den Affen durch ein verschlossenes Portal zurück in seine Heimat zu bringen. Diese Mission hat jedoch einen kleinen Kniff, da sich diese im Mittelpunkt der Erde befindet. Zeitgleich macht sich die uns schon bekannte Madison Russel (Millie Bobby Brown) auf, herauszufinden, was Godzilla genau dazu bewegt, die Menschen anzugreifen. Und mit der Zeit muss sie feststellen, dass mehr als die unkalkulierte Wut eines Monsters dahinter steckt.

Die Geschichte von „Godzilla vs Kong“ startet direkt mitten im Geschehen und zeigt uns von Anfang an die beiden riesigen Monster in all ihrer Pracht. Man könnte so direkt den Eindruck bekommen, dass die Macher hinter dem Franchise aus den Fehlern der Vorgänger gelernt haben. Doch genau dann, wenn man sich voll auf diesen Kampf einlassen möchte, laufen schon die Schauspieler-Credits über die Leinwand. Und bei all diesen verschiedenen Namen fragt man sich direkt, wie diese denn alle in solch einen Film mit dem übergeordneten Thema einer Monsterklopperei hineinpassen sollen.

Godzilla vs. Kong: King Kong
Godzilla vs. Kong: Godzilla vs. Kong: King Kong © Warner Bros.
Die kurze Antwort: Gar nicht. Denn der Film leidet an denselbem Problem wie seine direkten Vorgänger. Im Falle von „Godzilla vs Kong“ ist dies jedoch sogar nochmals schlimmer, da hier direkt zwei Gruppen von Menschen im Vordergrund stehen. Richtig Screentime bekommt davon keiner. Demián Bichir darf zum Beispiel ein paar Sätze in die Kamera sprechen, während Serienveteran Kyle Chandler sogar für nur 2 kurze Szenen erscheint. Jede einzelne Figur tritt hier viel zu kurz auf. Im Fokus steht dabei noch die von Rebecca Hall verkörperte Figur sowie ihr Ziehkind Kaylee Hottle, welche ein stummes Waisenmädchen spielt, die eine innige Beziehung mit Kong besitzt. Ihr Schauspiel stellt dabei auch noch das menschliche Highlight und Herz des Filmes dar. Im Gegensatz zu Millie Bobby Brown schafft diese es nämlich wirklich, einen mit ihrer Mimik und Gestik an die Leinwand zu fesseln. Brown wirkt leider hingegen durch das Drehbuch nur wie ein nerviger Subplot, welcher nur dafür da ist, um die Laufzeit etwas zu strecken. Generell hätte man einige Handlungsstränge konsequent um einiges kürzen können, um den Flow des Filmes aktiver gestalten zu können. So müssen wir uns nämlich rund 50 Minuten lang nur Exposition anhören, bis die Monster erstmals überhaupt aufeinander treffen. Dabei kann man auch direkt sagen, dass Kong hierbei klar im Fokus der Handlung steht. Man hätte den Film daher auch direkt in „Kong: vs Godzilla“ umbenennen können, da letzter bis auf wenige Auftritte gar nicht in Erscheinung tritt.

Godzilla vs. Kong: Godzilla schwimmt auf King Kong zu
Godzilla vs. Kong: Godzilla schwimmt auf King Kong zu © Warner Bros.
Eines muss man dem Film jedoch zusprechen, denn sobald die beiden Giganten dann einmal auf einander treffen, kracht es richtig. Hier kann sich der Film dann auch erstmals komplett entfalten. Und all dies wirkt auf einer Leinwand nach all der Zeit direkt dreimal so gut. Denn was sich auch in den letzten Jahren in Sachen Effekten getan hat, kann uns der Film direkt eposant zeigen. In großen Aufnahmen sehen wir so die beiden Kontrahenten in den verschiedensten Möglichkeiten gegeneinander kämpfen. Auch muss man Loben, dass es quasi einen wirklichen Gewinner gibt. Dieser ist zwar nicht so konsequent wie man es vielleicht vermuten würde, aber es ist dennoch erfrischend, dass ein Film mit einem vs im Titel auch endlich mal einen wahren Sieger bietet.

Godzilla vs. Kong: Godzilla
Godzilla vs. Kong: Godzilla © Warner Bros.
Ohne groß zu Spoilern kann man den Film dabei in drei große Setpieces einteilen. Jedes davon überzeugt mit einzigartigen kreativen Ideen, welche sich zu keinem Zeitpunkt wiederholen und so den Unterhaltungsfaktor konstant aufrecht erhalten. Einzig und allein die Kamera stellt in meinen Augen dabei einen kleinen Kritikpunkt dar, da diese in den Action Sequenzen komplett aus dem Computer stammt, bewegt diese sich in Blitzgeschwindigkeit mit den Monstern mit, wie es in echt nie möglich wäre. Dadurch geht etwas das Gefühl der Größe der beiden verloren. Hätte man diese wie eine echte Kamera behandelt, wären die Schläge und Angriffe noch mächtiger gewesen.

Musikalisch wird das ganze erstmals von Junkie XL untermalt. Und man fragt sich dabei die ganze Zeit, warum man den wunderbaren Score von Bear McCreary aus dem Vorgänger durch ein willkürliches lautet Tuten ersetzt hat. Hier hat keine einzige Musiknote mehr den Hauch einer Persönlichkeit, sondern besteht nur noch daraus, möglichst laut zu sein. Leider wurde daher bei der Musik in meinen Augen deutlich Potential verschenkt.

Fazit:
Auch wenn meine Kritik vielleicht überwiegend negativ klingen mag, empfehle ich den Film wirklich jedem, der nur ein bisschen Interesse an dem Film nach den Trailern bekommen hat. Denn nach all der Zeit ist „Godzilla vs Kong“ im Grunde eins: Unterhaltsames Popcornkino. Und da kann man gerne auch mal Aspekte wie interessante Figuren ausblenden und sich einfach unterhalten lassen. Und hier kann der Film dann noch mit seiner relativ kurzen Laufzeit überzeugen. Und am Ende sollte Kino nicht immer unbedingt nur eine intellektuelle Reise sein, welche uns zum Nachdenken anregt. Nein. Manchmal sollte Kino einfach nur gute Unterhaltung sein, die uns für einen kurzen Augenblick aus dem Alltag reißt. Und genau letzteres ist „Godzilla vs Kong“.
by Phillip Schwellenbach

Bilder © Warner Bros.


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