Gods of Egypt

Gods of Egypt (2016), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Fantasy / Abenteuer
Kinostart Deutschland: - Verleih: Concorde Filmverleih GmbH

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Gods of Egypt Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Der sterbliche Meisterdieb Bek (Brenton Thwaites) tritt eine gefährliche Reise an, um seine wahre Liebe Zaya (Courtney Eaton) wieder zum Leben zu erwecken. Er verbündet sich mit dem ebenso mächtigen wie rachsüchtigen Gott Horus (Nikolaj Coster-Waldau), um sich Set (Gerard Butler), dem gnadenlosen Gott der Finsternis, entgegen zu stellen. Dieser hat sich den Thron Ägyptens widerrechtlich angeeignet und das Land in Chaos und Verderben gestürzt, dessen Volk versklavt. Beks und Horus atemberaubender Kampf gegen Set und seine Schergen führt sie sowohl in das Leben nach dem Tod als auch hinein in das Himmelreich der Götter. Beide, sowohl Mensch als auch Gott, müssen Mutproben bestehen und Opfer bringen für ein Überleben im epischen Kampf der Welten …
Neben Gerard Butler sind Nikolaj Coster-Waldau, Chadwick Boseman, Brenton Thwaites, Elodie Young und Courtney Eaton als Gottheiten zu sehen.
| mehr Wissenswertes zum Film

Gerard Butler, Nikolaj Coster-Waldau und Chadwick Boseman | mehr Cast & Crew


Gods of Egypt - Trailer




DVD und Blu-ray | Gods of Egypt

Blu-ray
Gods of Egypt Gods of Egypt
Blu-ray Start:
01.09.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 128 min.

zur Blu-ray Kritik
Gods of Egypt (3D Blu-ray) Gods of Egypt (3D Blu-ray)
Blu-ray Start:
01.09.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 128 min.
DVD
Gods of Egypt Gods of Egypt
DVD Start:
01.09.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 122 min.

Filmkritik Gods of Egypt

Filmwertung: | 3/10


Ganze 140 Millionen Dollar hat der Blockbuster Gods of Egypt gekostet. Das Ergebnis ist jedoch desolat. Finanziell gesehen ist Gods of Egypt bereits jetzt schon ein Flop. Da hilft auch kein 3D-Aufschlag. Doch viel schlimmer ist die Tatsache, dass Gods of Egypt filmisch eine einzige 140 Mio. schwere Katastrophe ist. Da Fifty Shades Darker - der 2. Teil von 50 Shades of Grey - erst 2017 starten wird, hat Alex Proyas episches Desaster realistische Chancen auf die Goldene Himbeere, denn der Film ist eine schwachsinnige Geldverschwendung, für den sich der Kauf der Kinokarte definitiv nicht lohnt.

Gods of Egypt Szenenbild Doch bevor man sich den Schwächen des Films widmet, wird zunächst ein kurzer und objektiver Blick auf den Inhalt des Films geworfen. Horus, gespielt von Nikolaj Coster-Waldau, steht kurz davor von seinem Vater als neuer König ernannt zu werden. Doch Set, welcher der Onkel von Horus ist, verkörpert von Gerard Butler, tötet Horus‘ Vater vor seinen Augen, reißt Horus die Augen aus und reißt den Thron gewaltsam an sich. Gleichzeitig möchte der junge sterbliche Bek seine tote Freundin Zaya wieder zum Leben erwecken. Doch dies kann nur ein Gott bewerkstelligen. So wendet er sich an Horus, der auf Rache sinnt. Bek, der es schaffte ein Auge von Horus wieder zu beschaffen, verbündet sich mit Horus. Dabei hilft er Horus wieder an die Macht zu gelangen und möchte im Gegenzug, dass Horus seine Geliebte Zaya wiederbelebt. Die Rolle des Bek wird von Brenton Thwaites gespielt. Der Australier gibt sich Mühe charmant und humorvoll für Lacher zu sorgen, doch hier scheitert Thwaites kläglich. Schmunzeln muss man darüber nicht. Eher schüttelt man den Kopf, wie sich der Film von einem unlustigen Spruch zum anderen hangelt. An Thwaites liegt das primär nicht. Vielmehr sind die Dialoge in diesem Film doch äußerst stumpf und schwach geschrieben.

Besonders in den USA löste der Film eine weitere Rassismus-Debatte aus, da die dunkelhäutigen ägyptischen Figuren von weißen Darstellern verkörpert werden. Doch das ist angesichts der Inszenierung noch das kleinste Problem. Auch das Gerard Butler, welcher lediglich 9 Monate älter als Nikolaj Coster-Waldau ist, Horus‘ Onkel spielen soll, ist eine merkwürdige Besetzung, aber dennoch eher eine unbedeutsame Schwachstelle. Eine erste große Schwäche des Films ist die Visualisierung des Szenenbildes. Wenn die Kamera zu Beginn von oben in die ägyptische Stadt reinfährt, sieht das unglaubwürdiger aus, als die Modellanlagen im Miniaturwunderland in Hamburg. Keine einzige Aufnahme in Gods of Egypt ist natürlich. Gods of Egypt SzenenbildDer Film wurde komplett vor einem Green Screen gedreht und das teilweise katastrophal. Wenn Set auf eine Art Schlitten, welche von zwei fliegenden Riesenkäfern getragen werden, reitet, dann sieht das bei einer Nahaufnahme doch sehr fragwürdig aus. Grundsätzlich reiten hier oft einige Darsteller auf irgendwelchen Monstern und visuell sieht das bei keiner Szene schön aus. Vor allem zu Beginn gibt es einige Szenen bei dem der Zuschauer fassungslos auf die Leinwand blickt. Denn diverse Kämpfe sehen letztlich einfach absurd aus und bringen einen unfreiwillig zum Lachen. Bedeutend besser wird dies im Laufe der Zeit nicht, so zieht sich Gods of Egypt mit seinen 127 Minuten doch spürbar. Zusammenfassend wirkt alles äußerst plastisch und künstlich und nicht im Entferntesten natürlich, was dem Zuschauer auf der Leinwand geboten wird. Zugegeben sind diverse Effekte, wie beispielweise die Verwandlungen der Götter gelungen, doch funktionieren will Gods of Egypt einfach nicht, vor allem weil sich der Film an manchen Stellen viel zu ernst nimmt. Außerdem wirkt die Erzählweise überhaupt nicht dynamisch. Hier folgt ein kleines sinnbefreites Miniabenteuer auf das Nächste mit fürchterlichen Dialogen und steifem Schauspiel, das definitiv nicht glaubwürdig erscheint. Es ist einfach unbeschreiblich schwaches Storytelling, das hier Regisseur Alex Proyas betreibt und dem Zuschauer unfreiwillig zum Lachen bringt.

Schauspielerisch wirft der Film ebenfalls viele Fragen auf. Was sich hier Oscarpreisträger Geoffrey Rush (Fluch der Karibik, The Kings Speech, Shakespeare in Love) dachte, als er für diesen Film unterschrieb, bleibt sein Geheimnis. Der äußerst talentierte Däne Nikolaj Coster-Waldau, der dem breiten Publikum durch seine Rolle des Jaime Lannister aus der Erfolgsserie Game of Thrones bekannt ist, ruft hier ebenfalls nicht sein Können ab. Gods of Egypt SzenenbildDies liegt wiederrum primär am Drehbuch. Besonders schwach wirkt Gerard Butler. Der Schotte (P.S. Ich liebe Dich, Gesetz der Rache, Spiel mit der Angst) hatte im letzten Jahrzehnt zahlreiche gute Performances gehabt. Doch hier overacted er doch stellenweise extrem. Es reicht nun mal einfach nicht mit Vollbart und bösem Blick laut zu schreien. Aus der Besetzung positives mitzunehmen, bedarf einer Menge Oberflächlichkeit. Denn letzten Endes bleiben die äußerst attraktiven Darstellerinnen übrig, die der einzige Hingucker in diesem Film sind. Aber auch trotz des tiefen Dekolletés von Courtney Eaton, muss man konstatieren, dass Gods of Egypt auf so vielen Ebenen nicht funktioniert. Er unterhält zwar an diversen Stellen, doch auch womöglich nicht auf der Art und Weise wie es sich die Macher erhofft haben.


Fazit:
Der Macher von Gods of Egypt ist wohl auch der Gott der Geldverschwendung. Für ein paar gelungene Effekte, einem unfreiwillig witzigen Unterhaltungswert und einem recht soliden Soundtrack gibt es den einen oder anderen Mitleidspunkt. Schlussendlich bleibt der Film schlichtweg missglückt. Schwache bis durchschnittliche Performances, ein äußerst künstlicher Look mit überwiegend plastisch wirkenden Effekten und ein stupides Drehbuch machen Gods of Egypt zu einem richtig schlechten Film.
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Bilder © Concorde Filmverleih GmbH


Info und Wissenswertes zum Film

DIE UNSTERBLICHEN – EIN WHO IS WHO DER GÖTTER


Ra (Geoffrey Rush)
Ra, Vater von Osiris und Set, ist der Gott des Lichts und Herr über das ganze Universum. In der ägyptischen Mythologie ist es seine Pflicht, am Ende jedes Tages die Sonne über Ägypten untergehen zu lassen. Wenn er das tut, begibt er sich hinab in das Chaos des Totenreichs und bekämpft dort den Schlangengott Apophis. Jede Nacht wehrt er die Angriffe dieses Dämons ab, kehrt dann in die Welt der Lebenden zurück und bringt ihr mit einem neuen Tag wieder das Licht. Ra hat diese Welt erschaffen und ist ihr mächtigster Wächter und Beschützer. Sein Wissen übersteigt alle Grenzen, die anderen Göttern oder Sterblichen gesetzt sind. Er betrachtet das Geschenk des Lebens gleichzeitig als Lektion und als Reise. Für ihn sind seine Söhne Osiris und Set absolut gleichwertig. Obwohl er bescheiden und von Pflichtbewusstsein getrieben ist, überragt Ra alles – er ist der mächtigste unter den Göttern. Wenn er sich in seiner ganzen göttlichen Statur zeigt, ist er sechs Meter groß und trägt einen Speer.

Set (Gerard Butler)
Set ist der Sohn von Ra und der Gott der Wüste. Set wird von Eifersucht gequält, er glaubt, dass sein Vater seinen Bruder Osiris bevorzugt, den Gott der Natur und des Lebens. Osiris gilt als weiser Herrscher und zeigt Barmherzigkeit und Mitgefühl, wenn er als Mittler die Seelen verstorbener Menschen in das Totenreich führt. Für Set aber sind die Menschen entbehrlich und stehen weit unter den Göttern. Sein Streben nach Macht, Autorität und Reichtum beherrscht ihn und drängt alles andere in den Hintergrund. Sein göttliches Erscheinungsbild ist ein Geschöpf mit dem Kopf eines Schakals, das einen Schutzpanzer und ein Zepter trägt.

Horus (Nikolaj Coster-Waldau)
Horus ist der Gott des Himmels. Aufgrund seines göttlichen Status ist sein Ego anfangs etwas aufgeblasen. Durch sein Bündnis mit Bek aber lernt er langsam, die Sterblichen zu respektieren und findet letztlich sogar Gefallen an den Menschen. Dieser Sinneswandel ist auch unbedingt erforderlich, wenn er den Tod seines Vaters Osiris rächen und den Thron von Set zurückerobern will. In seiner göttlichen Gestalt ist Horus ein geflügeltes, gepanzertes Wesen mit einem Falkenkopf. Das Zentrum seiner Kräfte liegt in seinen Augen.

Hathor (Elodie Yung)
Hathor ist die Göttin der Liebe, der Musik und des Weins. Wer ein Auge auf Hathor wirft, findet sie unwiderstehlich und begehrenswert. Hathor war einst als Herrin des Westens bekannt und verantwortlich dafür, die Seelen der Verstorbenen ins Jenseits zu geleiten. Um die Dämonen abzuhalten, die dort in einer Welt von Finsternis und Chaos Jagd auf sie machen, trägt Hathor einen besonderen Schmuck – den Armreif der 42 Sterne.

Thoth (Chadwick Boseman)
Thoth ist der Gott der Weisheit und trägt das gesamte Wissen der ägyptischen Welt in sich. Dass er ein Genie ist, ist ihm sehr wohl bewusst, und er nutzt seinen Verstand, um andere zu schwächen. Sein Ego ist stark mit seinem Intellekt verknüpft. Thoth tut sich schwer damit, anderen zu vertrauen. Dieses Problem aber hat er gelöst, indem er hundert automatisierte Kopien von sich erschaffen hat. Das Erscheinungsbild dieses Gottes, dessen geistige Fähigkeiten unübertroffen sind, wird von einem Ibis-Kopf bestimmt.

Astarte (Abbey Lee) und Anat (Yaya Deng)
Astarte und Anat sind Kriegsgöttinnen – und beide so schön wie auch grausam. Anat reitet eine gigantische schwarze, Astarte eine ebenso gewaltige weiße Schlangenkreatur. Diese gefährlichen Geschöpfe folgen ergeben den Befehlen der Göttinnen und produzieren ein Gift, das wie flüssiges Feuer brennt.

DIE STERBLICHEN – EIN WHO IS WHO DER MENSCHEN


Bek (Brenton Thwaites)
Bek ist ein freundliches, liebenswertes Schlitzohr und kommt aus bescheidenen Verhältnissen. Außer seinem Herz hat er seiner großen Liebe Zaya wenig zu bieten. Weil Bek den Glauben an die Götter verloren hat, verlässt er sich nur auf seinen Eifer und Einfallsreichtum, um seinen Weg zu gehen und sich im Leben durchzusetzen.

Zaya (Courtney Eaton)
Zaya ist wunderschön und dennoch sehr bescheiden. Ihr Glauben an die Götter ist ungebrochen. Sie ist sicher, dass die Götter für alles sorgen werden, was Sterbliche je in ihrem Leben brauchen könnten. Obwohl sie etwas klüger als Bek ist und weiß, dass materieller Besitz von geringer Bedeutung ist, liebt sie ihn ungeachtet dessen.

Urshu (Rufus Sewell)
Kein Mann wird in Ägypten mehr gefürchtet. Set hat Urshu damit beauftragt, einen gigantischen Obelisken für ihn zu errichten. Als Belohnung erhielt er Zaya als persönliche Sklavin. Urshu hat nur seine eigenen Interessen im Sinn und legt viel zu viel Wert auf Gold und Reichtum.